Polizeipräsident Lange: „Ausdauernde Präsenz wirkt: Sicherheitslage in Dortmund signifikant verbessert“

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Dortmunds Polizeipräsident Lange - Foto: Polizei DO

Dortmund wird sicherer. Diesen Befund verkündet der zuständige Polizeipräsident Gregor Lange (SPD).

Er stellt neue Zahlen vor.

„Der ausdauernde Einsatz der Präsenzkräfte zeigt erste signifikante Verbesserungem der objektiven Sicherheitslage in unserer Stadt“,

so Lange in einer Pressemitteilung vom Mittwoch (26. 11.).

Straßenkriminalität, Straßenraub und inzwischen auch der Gewaltkriminalität seien auf dem Rückzug. „Auch die Gesamtkriminalität sinkt deutlich“, so der Dortmunder Polizeipräsident.

152 zusätzliche Fußstreifengänge in der Innenstadt hat die Polizei Dortmund seit dem 25. Oktober 2025 geleistet. Hierbei wurden 81 Personen überprüft. Es gab Platzverweise, Ordnungswidrigkeiten- bzw. Strafanzeigen. In einem Fall war Ingewahrsamnahme notwendig.

„Bereits seit Mitte Oktober reagiert damit die Polizei auf Beschwerden von Gastronomen und Einzelhändlern über aggressives Betteln, Verunreinigung der öffentlichen Gehwegsfläche und Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit.“

Lange stellt folgende Zahlen vor, um den Rückgang der Kriminalität in Dortmund und Lünen zu belegen (Vergleichszeiträume: Januar bis Oktober 2025 und 2024):

Gesamtkriminalität:

Rückgang gesamt von 3136 Straftaten (-4,7 Prozent), Bereich der Polizeiinspektion 1 (Innenstadt): minus 12,2 Prozent.

Gewaltkriminalität:

Gesamt minus 98 Straftaten (-3.0 Prozent), Innenstadt Rückgang um 228 Straftaten (-17,0 Prozent).

Straßenkriminalität:

Gesamt Rückgang von 2542 Straftaten (-14,5 Prozent), Polizeiinspektion 1: Rückgang um 1284 Straftaten, also um 18,8 Prozent.

Raubdelikte:

Minus 28 Taten insgesamt (-7,9 Prozent), Innenstadt: 38 Straftaten weniger (-25 Prozent).

Betäubungsmittelkriminalität:

Für den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund ist ein Rückgang von 332 Straftaten festzustellen, was einem Prozentsatz von -15,0 Prozent entspricht. Im Bereich der Polizeiinspektion 1 ist die Betäubungsmittelkriminalität um 148 Straftaten, also um 17,8 Prozent gesunken.

  • Die angegebenen Zahlen wurden aus der Meldung der Polizei Dortmund übernommen.

3 KOMMENTARE

  1. „Vergleichszeiträume: Januar bis Oktober 2025 und 2024“

    Meint Herr Lange nun Straftaten oder die Anzahl der durch die Polizei aufgenommenen Tatvorwürfe? Eine Straftat kann man ja nur statistisch erfassen, wenn sie gerichtlich bestätigt ist.

    Die Polizei sammelt Hinweise und Verdachtsmomente auf Straftaten. Die werden dann an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Die entscheidet ob sie ein Verfahren beim Gericht beantragt. Das Gericht entscheidet dann ob eine Gerichtsverhandlung eröffnet wird. Am Ende der Gerichtsverhandlung wird entschieden ob es sich um eine Straftat handelt und um was für eine. Wenn in Berufung gegangen wird, ist das Urteil nicht rechtskräftig und es ist noch nicht endgültig entschieden, ob es sich wirklich um eine Straftat handelt.

    Wie kann Herr Lange jetzt schon erklären, wie sich die noch laufenden Strafverfahren aus den Monaten vor Oktober 2025 letztendlich auf die Straftatenstatistik auswirkt?

    Aussagekräftig wäre eine rückwirkende Statistik über abgeschlossene Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt. Bei den überlasteten Gerichten kann das einige Zeit dauern. Der Gerichtspräsident wäre da wohl eher der Ansprechpartner als der Polizeipräsident.

      • Rund 60 % der Ermittlungsverfahren enden in Deutschland mit Verfahrenseinstellung.
        Man hat auch nicht die Zahlen von Oktober bis September mit dem Oktober bis September davor gegenüber gestellt.
        anstatt:
        „Vergleichszeiträume: Januar bis Oktober 2025 und 2024“
        „Vergleichszeiträume: November bis Oktober 2025 und 2024“
        Die Pressemitteilung vergleicht jeweils 10 Monate aus 2024 mit 10 Monate aus 2025, wodurch die Monate November und Dezember in der dunklen Jahreszeit einschließlich Silvester komplett ausgeschlossen werden.

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