
„So oder so“ gebe es für die CDU „im Moment keine Pläne für eine Zusammenarbeit“ mit der AfD, sprach die Vorsitzende der zweitgrößten Unnaer Ratsfraktion, Beatrix Wieczorek (CDU), dem WDR-Reporter bei der konstituierenden Ratssitzung am Donnerstag (20. November) ins Mikrofon. Sebastian Laaser versicherte für die SPD, die seit der Kommnalwahl wieder größte Unnaer Ratsfraktion ist, ebenfalls sein Nein zu einer Zusammenarbeit mit den sieben AfD-Ratsvertretern.
Er fügte jedoch hinzu, dass er jetzt nicht vorhabe, „die nächsten fünf Jahre über die AfD zu reden“. Für ihn sei es jetzt wichtig, fünf Jahre lang sozialdemokratische Politik im Stadtrat umzusetzen. Klammer auf: Ohne ständig darauf zu schielen, was die AfD jetzt dazu sagt oder nicht sagt. Klammer zu.
(Bilder unten: Screenshots aus der Aufzeichnung der Lokalzeit Dortmund, 21. 11. 2025)


Anders als Laaser und wohl auch der ganz überwiegende Teil seiner Ratskollegen hat das Kamerateam des Öffentlich-Rechtlichen Senders an diesem Donnerstagabend in der Stadthalle Unna sehr wohl vor, über die AfD zu reden, und zwar ausschließlich, wie es später im 4-Minuten-Beitrag in der „Lokalzeit“ ersichtlich wird.
Dazu leuchtet das WDR-Team 15 Minuten vor Beginn der konstituierenden Ratssitzung mit Scheinwerfern den Spitzenkandidaten im zurückliegenden Wahlkampf aus, Jan Bienas, und forderte ihn in Nahaufnahme dazu auf, zu seinem „rechtsradikalen Hintergrund“ Stellung zu nehmen.
Gemeint sind die Waren, die Bienas in seinem Onlineshop verkauft, darunter die „Schwarze Sonne“, die seit den 90er Jahren in rechtsextremen Kreisen als Ersatz für das verbotene Hakenkreuz gilt. Dazu hatte der WDR bereits einige Wochen vor der Kommunalwahl eine Sendung gedreht mit dem Ziel, mutmaßlich rechtsradikale Hintergründe antretender AfD-Lokalpolitiker aufzudecken.
Der Bericht, der am Abend des Folgetags (21. 11.) in der Lokalzeit Dortmund ausgestrahlt wird und in der Mediathek abrufbar ist, zeigt, wie Bienas zuerst mehrmals ruhig erklärt, dass er hier und heute keinen Stellungnahme zu diesen Vorwürfen abgeben wolle.
„Es geht hier heute Abend um Ratspolitik. Ich bitte Sie, das zu respektieren.“
Der WDR-Reporter respektiert das nicht. Als er weiterhin in unverändert forderndem Ton auf eine Aussage zum „rechtsextremen Hintergrund“ des neuen Ratsherren beharrt, steht Bienas schließlich auf und geht auf den Journalisten zu, um seine Position klar zu machen. Die Kamera läuft weiter. Der Reporter gibt dem Zuschauer die Behauptung mit: „Jetzt bedrängt er mich.“
Es folgt der Auftritt des AfD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Böhm. Dieser steht von seinem Sitzplatz auf, tritt neben Jan Bienas und legt sich jetzt seinerseits mit dem Reporter an.

„Es geht hier um Politik und nicht um Symbole! Sie sind doch nicht ganz in der Reihe hier!“, schimpft Böhm sein Gegenüber an.
„Was wollen Sie eigentlich?“
Es folgt ein kurzer Kameraschnitt. Dann sieht man wieder Böhm, wie er jetzt dem Reporter vorwirft:
„Sie verbreiten Hass. Sie sind faschistisch. Sie wollen uns einreden, dass etwas verboten ist, was andere nicht wollen.“
Unsere Redaktionsvertreterin kam im Moment des Drehs in der Stadthalle dazu. Um zum Pressetisch auf der gegenüberliegenden Seite zu kommen, muss man die Halle durchqueren und direkt an dem Kamerateam vorbeigehen.

Jan Bienas steht in diesem Moment dem Reporter im Seitenbereich der Halle gegenüber. Die beiden Männer liefern sich einen Wortwechsel, von dem nur Bruchstücke zu verstehen sind.
Bienas beschwert sich augenscheinlich über die Art und Weise dieser bedrängenden Befragung wenige Minuten vor der ersten Sitzung des neuen Rates. Man diskutiert hin und her und hört den Reporter entgegnen: „Ich werde es meiner Redaktion mitteilen.“
Schließlich setzt man sich, die AfD-Ratsvertreter vom Podium aus gesehen an die Tische ganz rechts, dann folgten WfU und CDU. Die Pressevertreter – der örtlichen Tageszeitung, des Rundblicks und des WDR – hat die Stadt direkt dahinter platziert.
Die konstituierende Ratsitzung (lesen Sie dazu auch unseren Meinungsbeitrag) wird dann vom dienstältesten Ratsvertreter Klaus Tibbe (SPD) eröffnet. Zu aggressivem Auftreten von Ratsvertretern der AfD gegenüber der Presse allgemein, wie es die CDU-Fraktionsvorsitzende Beatrix Wieczorek später im Interview mit dem WDR glaubt wahrgenommen zu haben, kommt es zu keinem Zeitpunkt.
Die erste Abstimmung der neuen AfD-Ratsvertreter im Stadtrat besteht dann in 7 Enthaltungen zu der Hauptsatzung, in der weiterhin drei Vizebürgermeister vorgesehen sind. WfU und der fraktionslose Ex-AfD-Ratsherr Tuneke lehnen die Satzung aus diesem Grund ab.
Der Beitrag des WDR über die Ratssitzung beschränkt sich auf die AfD. Der Reporter kommt nach Interviews mit einigen Fraktionsvorsitzenden (ausgestrahlt werden drei Statements) und den Antworten des Bürgermeisters zu entsprechenden Anfragen dreier „Omas gegen Rechts“ zu dem Schluss, dass es für den Moment zwar keine Brandmauer im Unnaer Rat gibt, die AfD im Stadtrat jedoch isoliert sei.
Unsere Redaktion bat AfD-Ratsherr Jan Bienas um eine Stellungnahme aus seiner Sicht. Er teilte uns am Sonntag schriftlich mit:
„Zunächst einmal möchte ich die Organisation und den respektvollen Umgang der Verwaltung und auch anderer Ratsmitglieder lobend erwähnen. Auch wenn ich neu dabei bin – es ist kein leichtes eine erste Sitzung mit zahlreichen neuen Mandatsträgern und allem was dazugehört reibungslos zu organisieren, zumal die Stadthalle kurz vorher noch für eine andere Veranstaltung genutzt wurde.
Als einzig störend wurde, nicht nur von mir, der Auftritt des WDR-Journalisten Herrn Christof Voigt wahrgenommen. Der Gesinnungsvorwurf des Herrn Voigt, ebenso wie der Bedrängungsvorwurf waren, man muss es so sagen, unseriös konstruiert.
Die Kamera wurde mir wenige Dezimeter entfernt, begleitet von einem stark blendenden Scheinwerferlicht, ins Gesicht gehalten. Davon wurde auch nach vier bis fünf-maliger höflicher Absage zu einem Interview nicht abgelassen.
Nach dem bereits im September erfolgten unangemeldeten Besuch des o.g. WDR-Reporters an meiner privaten Wohnanschrift und einer schriftlich eingereichten Stellungnahme ist es sehr schade, dass der Journalist in der Zwischenzeit offenbar keinen Mittelaltermarkt besucht oder das Warenangebot vergleichbarer Onlineshops erforscht hat. Er hätte festgestellt, dass es sich bei den kritisierten Symbolen um beliebte mittelalterliche Schmuckstücke handelt, welche nicht aus politischen, sondern ästhetischen Gründen und Liebe zur frühen Geschichte gerne von mittelalterlich gewandeten Darstellern getragen werden.
Auf Mittelaltermärkten geht es nicht um Politik, sondern um ein nostalgisches Interesse an den verschiedenen Epochen, Kulturen sowie dem Handwerk unserer Vorzeit. Ich kann jedem empfehlen eine solche Veranstaltung einmal zu besuchen.
Bedauerlich ist zudem das offenbar gänzlich fehlende Interesse an kommunalpolitischen Themen seitens des WDR-Reporters. So wurden weder wir, noch die Ratsmitglieder der anderen Parteien, geschweige denn der Bürgermeister zu den politischen Visionen und Herausforderungen für Unna befragt. Unser 13-Punkte-Wahlprogramm liegt dem WDR-Journalisten bereits seit geraumer Zeit vor.
Wir als AfD-Fraktion freuen uns über den erfolgten Start in die Kommunalpolitik und werden uns nun an die Arbeit machen Missstände aufzudecken, Lösungen zu erarbeiten und unsere Ideen für Unna in den Rat einzubringen.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Bienas“

Die Schwarze Sonne
- Ursprung: Der Ursprung des Symbols liegt in einem Bodenornament der SS in der Wewelsburg, das aus zwölf übereinander gelagerten Hakenkreuzen oder zwölf Siegrunen besteht.
- Bedeutung: In der rechtsextremen Szene dient die Schwarze Sonne seit den 1990er Jahren als Ersatzsymbol für das Hakenkreuz und als Erkennungszeichen, beispielsweise als Tätowierung.
Symbol in Esoterik und Satanismus
- Bedeutung: Im Kontext der Esoterik und des Satanismus kann die Schwarze Sonne verschiedene Bedeutungen haben, wie zum Beispiel die Beherrschung von Macht, die Überwindung von Grenzen oder das Erreichen spiritueller Erleuchtung.
Naturphänomen
- Bedeutung: Das Naturphänomen „Schwarze Sonne“ bezieht sich auf das Schauspiel der Stare, die sich während ihrer Wanderung zu riesigen Schwärmen formieren. Dies hat keinerlei Verbindung zu den rechtsextremen oder esoterischen Symbolen. (Quelle: Wikipedia)




































Unseriösität ist seit längerer Zeit ein Grundbestandteil der sog. „Arbeit“ des ÖRR in Deutschland.
Hinsichtlich der gebotenen Neutralität gab es, auch das ist dem Interessierten bekannt, diverse Rügen von übergeordneten Stellen.
Insofern kann m/w/d 😉 getrost und beruhigt auf den Konsum der aktuellen Kamera unserer Zeit verzichten.
meine Theorie: wenn man exakt das Gegenteil dessen glaubt, was von den Müllstreammedien präsentiert wird, kommt man der Wahrheit einen großen Schritt näher…
Ob dieser Reporter wohl auch einem Vertreter der anderen Ratsparteien derart distanzlos und unhöflich einer Inquisition unterzogen hätte, deren Ergebnis sowieso von Vornherein feststand?
Reduziert man es auf das was man sieht, dann hat man da einen Reporter, der seinem Job nachgeht. Ob dies geschickt gemacht wurde oder ob er über das Ziel hinausschießt mag jeder für sich selbst beurteilen.
Aber dann ist da noch jemand, der sich Fraktionsvorsitzender nennen darf, der sich benimmt, als ob eine angemessene Erziehung und respektvoller Umgang nur etwas ist, dass man von anderen einfordern darf.
Die nächste Ratsperiode wird spannend werden. Offensichtlich wird auch hier der Weg der gezielten, gewünschten Provokation hin zur medialen medialen Aufmerksamkeit durch den Fraktionsvorsitzenden gesucht, denn anders ist dieses unsägliche Verhalten wohl nicht erklärbar.
Schon in meiner Jugend habe ich Informationsveranstaltungen und Bücherlesungen mitorganisiert wie man als einfacher Bürger Symboliken der extremen Neonaziszene erkennt. Seit Jahren verfolge ich aufmerksam wie die vom Verfassungsschutz unterwanderte rechtsextreme Neonaziszene von der Hochburg Dortmund aus versucht legitime Proteste friedlicher Bürger zu unterwandern. Journalisten, die sich auf das Thema politischen Extremismus spezialisiert haben sind dazu für mich eine wichtige Quelle.
Das bringt aber nichts wenn ein WDR Journalist einen gewählten Ratsvertreter kurz vor der ersten Ratssitzung nur deshalb bedrängt weil er lediglich in seinem Geschäftssortiment ein legales Produkt verkauft mit einer Symbolik die jeder bei Amazon in weitaus krasserer Form bestellen kann. Müssen wir nun Amazon verbieten?
Während gleichzeitig mit dem GRÜNEN Michael Sacher ein Ratsmitglied antritt, welcher gemeinsam mit der gewaltbereiten ANTIFA (welche bereits in Teilen als Terrororganisation eingestuft ist) und der kommunistischen MLDP (welche laut dem Land NRW die Demokratie abschaffen will) im Kommunalwahlkampf am Straßenrand aufgelaufen ist, um eine ordentliche Kreisversammlung der Opposition über Lautsprecher permanent mit dem Wort „Scheiße“ zu beschallen. Eine Protestform, welche sicherlich jeden seriösen Bürger aus der gemäßgten politischen Mitte abschreckt.
Ein Ratsmitglied, der nicht eine offene gerichtliche Beurteilung der größten Opposition im demokratisch gewählten Parlament fordert, sondern deren direkte sofortige Vernichtung als Partei.
Ein Ratsmitglied der GRÜNEN, dessen Partei sich mit der Hammerbande ANTIFA Ost solidarisiert, welche gerade von den USA als Terrororganisation eingestuft wurde.
Auch in den Niederlanden haben haben gerade mehrere Parteien übergreifend einen Antrag eingebracht die ANTIFA generell als Terrororganisation einzustufen.
Da geht es nicht mehr nur darum, das ein Ratsmitglied ein legales Produkt in seinem geschäftlichen Warensortiment hat. (Welches ich niemals nutzen würde)
Während der Jahre der Coronamaßnahmezeit mit den größten Freiheitseinschränkungen in der Bevölkerung seit der Nazizeit gehörte der WDR Journalist Christof Voigt zu den bekanntesten Agitatoren gegen Ungeimpfte und friedliche Bürger, welche die Maßnahmen kritisiert haben. Auch die überzog er wenig differenziert massiv mit Nazivorwürfen.
Auch da waren bereits seine Berichte vor Ort mit Provokationen und „Rangeleien“ aufgepeppt. Inzwischen ist durch die RKI Protokolle belegt, das die Regierung intern darüber informiert war, das der Coronovirus für die Bevölkerung weniger gefährlich war als eine Grippewelle.
Besonders perfide ist, das sich die wirklich rechtsextreme Partei „NPD“ in „Heimat“ umgenannt hat und damit dieses allgemein gebräuchliche schöne Wort negativ besetzt hat. Was ist nun, wenn ein Politiker einer anderen Partei in seinem Wahlkreis erklärt daß er sich für die Heimat einsetzt?
Der ÖRR und WDR warnen übrigens auch in ihren Sendungen vor Symbole und Emojis wie das Schaf, der Frosch, das Grußemoji, der Clown, das rote Kreuz oder das Lachemoji als Erkennungszeichen rechtsextremen Gedankengutes.
PS: Selber habe ich noch nicht tiefergehend über die neuen AFD Ratsmitglieder in Unna recherchiert. Muß ich nun auch nicht mehr.
Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, daß der „Rechtsextremismusexperte“ Voigt des WDR, mit seinen sehr engen Verbindungen zur ANTIFA und den von der Regierung eingerichteten Recherchenetzwerke gegen „Rechts“, die neuen Ratsmitglieder vor dem WDR Bericht bis zurück in die Schulzeit akribisch durchleuchtet hat.
(Die Regierung hat dazu in den letzten Jahren über 1 Milliarde Euro Steuergelder in dem Kampf gegen „Rechts“ und damit auch gegen die AFD bis in die Kommunen reingepumpt.)
Wenn selbst die nun für den Bericht des WDR zur Kritik an die AFD Fraktion in Unna als einziges die Tatsache aufführen, das ein einzelnes Ratsmitglied in einem Shop irgendwelche legale Artikel verkauft, dann ist das für mich ein Beleg dafür, das sie sonst nichts wesentliches bei ihren Recherchen gefunden haben.