Rettung für Marcelina aus Angola – Chirurgen im CKU behandeln 10-Jährige mit Wachstumsstörung

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Rund 10.000 Kilometer von zuhause entfernt liegt für Marcelina die Rettung.

Das zehnjährige Mädchen aus Angola ist seit Ende Oktober Patientin im Christlichen Klinikum Unna (CKU) am Standort West. Die Aufgabe der heimischen Unfall- und Wiederherstellungschirurgen: Die Knochenentzündung in Marcelinas rechtem Bein zu behandeln und die entstandenen Wachstumsstörungen auszugleichen.

Marcelina ist in diesem Jahr bereits das zweite Kind aus dem Friedensdorf Oberhausen, das das CKU behandelt.

Jährlich werden etwa 250 Mädchen und Jungen aus Kriegs- und Krisengebieten vom Friedensdorf International nach Deutschland geflogen.

Die Zehnjährige hat einen weiten Weg zurückgelegt. Rund 10.000 Kilometer ist ihre Heimat entfernt, eine Begleitung durch Familienangehörige ist allein schon aus Kostengründen nicht möglich.

Für Gesellschaft im CKU sorgen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus beiden Krankenhausstandorten. Mal spielen die Grünen Damen mit Marcelina „Memory“ oder „Mensch ärgere dich nicht“, ein anderes Mal besorgen die Mitglieder der Krankenhaushilfe neue Malbücher und Puzzle.

Für die medizinische Behandlung sorgen Dr. Bernhard Fortmeier, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, und sein Team. In einer ersten erfolgreichen OP wurde der entzündete Knochenanteil entfernt, ein Zementplatzhalter eingebaut und anschließend mit einer antibiotischen Behandlung die Knochenentzündung therapiert.

Der Aufbau des Schienbeinknochens konnte so vorbereitet werden und Marcelina durfte im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen wieder ins Friedensdorf nach Oberhausen zurückkehren.

Teil zwei der Behandlung erfolgt im Januar.

„Dann werden wir bei Marcelina den Platzhalter entfernen und einen Kunstknochen einsetzen, mit dem der Knochendefekt im Schienbein aufgefüllt wird und die entstandene Wachstumsstörung ausgeglichen werden kann“, erklärt Dr. Bernhard Fortmeier.

Sein Arbeitseinsatz, wie auch der Einsatz der Pflegenden, die Operationen und somit der komplette Krankenhausaufenthalt leistet das CKU unentgeltlich.

Das macht das Friedensdorf International:

Seit 1967 hilft Friedensdorf International verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt.

Nach erfolgreicher Behandlung in bundesweiten Kliniken, die die Kinder kostenfrei behandeln, kehren die Kinder in ihre Heimat zurück. Zudem verbessern weltweite Projekte die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern.

Die friedenspädagogische Arbeit des Friedensdorfes fördert zudem soziales Bewusstsein und Engagement. Finanziert wird diese Arbeit nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen – sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das DZI-Spendensiegel.

Pressemitteilung CKU

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