Autos „schrottfrisiert“ und verkauft: Festnahmen nach Durchsuchungen u.a. in Bergkamen und Kamen

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Foto: Symbolfoto / Fotorechte: A. Reichert

Nach umfänglichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Unna in einem Strafverfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges wurden am Mittwoch (29.11.2023) mehrere Objekte in Bergkamen, Kamen, Dortmund und Hamm durchsucht und zwei Personen festgenommen.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, sogenannte „Schrottfrisierungen“ vorgenommen zu haben. Dabei sollen sie Fahrzeuge mit Totalschaden aus den USA, die in Osteuropa aufbereitet und manipuliert wurden, in Deutschland über Onlineplattformen zum Verkauf angeboten haben.

Der Hauptbeschuldigte, ein 57-jähriger Dortmunder, konnte im Rahmen des Einsatzes im Bereich Witten festgenommen werden. Sein mitgeführtes Fahrzeug wurde sichergestellt.

Während der Durchsuchungsmaßnahmen erfolgte eine weitere Festnahme eines 48-jährigen, in Kamen wohnhaften Türken.

Abschließend stellte die Polizei mehrere Fahrzeuge, einen fünfstelliger Bargeldbetrag und weitere Beweismittel sicher.

Derweil der 48-Jährige nach Durchführung polizeilicher Maßnahmen wieder entlassen wurde, wurde der Dortmunder im Laufe des Donnerstags einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ keinen Untersuchungshaftbefehl.

Die Ermittlungen zum Verfahren dauern an.

Quelle Kreispolizeibehörde Unna

1 KOMMENTAR

  1. Erstaunlich gehaltlose Informationen in dieser Polizeimitteilung.
    Was ist eine „Schrottfrisierung“? und was ist mit „Manipulation“ gemeint?
    Eine „Frisierung“ bezeichnet eigentlich eher eine Art Motorleistungssteigerung. Das ist hier sicher nicht gemeint.
    Mit „Totalschäden“ habe ich täglich zu tun. Bei einem älteren Fahrzeug kann bereits eine undichte Wasserpumpe oder eine neue Steuerkette einen Totalschaden verursachen, weil die Reparatur den Restwert des Fahrzeuges übersteigt.
    Bei einem Unfall schlägt alleine ein neuer Stoßfänger schon mit rund 1500-2500€ zu Buche. Das ist für ältere Autos ein Totalschaden, weil das Fahrzeug dann kaum noch diesen Restwert hat. Nur ein neuer Stoßfänger heißt auch nicht, daß ein Unfall passierte. Da muß man eher von kleinem Ditscher reden.
    Die Fahrzeuge werden in Osteuropa „aufbereitet“. Ja nun, es gibt auch hier Fahrzeugaufbereitungsfirmen. Die sind durch unsere Hochsteuer-Energie- und Abgabenbelastung natürlich deutlich teurer.
    Eine Fahrzeugaufbereitung steigert den Verkaufswert eines Fahrzeuges nicht wenig, weil es danach von innen und außen picobello sauber und gepflegt ist, selbst ein Raucherauto riecht durch Einsatz von Ozon-Geräten wieder neutral. Die Aufbereiter sind ihr Geld wert. Was ist mit „Manipulation“ gemeint? Die Reparatur?
    Aber wo bleibt die Grundinformation: Worin besteht der Betrug? Keine einzige illegale Handlung wird erwähnt.
    Ein defektes Fahrzeug reparieren und aufbereiten ist nicht verboten. Auch nicht bei einem anschließenden Verkauf.
    Und explizit von „Unfallfahrzeugen“ ist auch nicht die Rede, wo dann beim Verkauf der Unfall nicht erwähnt wurde.
    Schulterzucken pur.

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