Grüne: Neue Parkgebührenordnung in der City, 25.000 € Förderung für Lastenräder, Freizeitpark in Massen

1
484
Parken in Unna, Flyer - Quelle Stadt Unna

„Es sind mehr als genug Parkplätze in den Parkhäusern zu fairen Preisen vorhanden.“

Mit sechs Anträgen zum Haushalt 2022, darunter einen zur Parkraumbewirtschaftung, will die grüne Fraktion weitere ökologische Entwicklungen für die Stadt Unna voran bringen und die Bürger verstärkt in Stadtentwicklungsprozesse einbeziehen. „Dazu braucht es teilweise neben einem finanziellen Budget auch weitere engagierte und kompetente Köpfe (und Herzen) in der Stadtverwaltung, die die Aufgaben bewältigen können“, betont die Fraktion. Mit anderen Worten, es soll mehr Personal eingestellt werden.


Neue Parkgebührenordnung zur Steuerung des Innenstadtverkehrs

Wir setzen uns für eine nachhaltige, ökologische und soziale Stadtentwicklung ein. Im Interesse einer lebenswerten Innenstadt möchten wir durch einen gemeinsamen Antrag mit der CDU-Fraktion die Preise für das innenstadtnahe Parken neu zuschneiden und so Anreize setzen, unnötige Parksuchverkehre zu vermeiden.

Es sind mehr als genug Parkplätze in den Parkhäusern zu fairen Preisen vorhanden. So schaffen wir mehr Raum für
mehr Aufenthaltsqualität auch zur Stärkung der Innenstadt.

Foto: S. Rinke / RB

Förderprogramm für Lastenräder

Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn der Mobilitätsmix sich nicht nur auf den
Autoverkehr fokussiert. Damit z.B. der Einkauf entspannt und ohne KFZ gelingen kann, soll
in Unna zukünftig der Neukauf eines Lastenrades mit bis zu 20% (höchstens 800€)
bezuschusst werden. Ein Budget in Höhe von 25.000 € soll für das Förderprogramm zur
Verfügung stehen.

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept für Massen

Wie Massen sich zukünftig entwickelt, daran sollen die Menschen in Massen frühzeitig
beteiligt werden. Dazu liegt durch eine Umfrage bereits ein erheblicher „Datenschatz“ vor.
Ein integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (INSEK) für Massen soll die zahlreichen
Maßnahmen, die in Unnas westlichstem Stadtteil in der Zukunft anstehen, bündeln.
Die Entwicklung des ehemaligen Freizeitbadgeländes, die Sanierung der Hellwegrealschule in Verbindung mit dem Neubau eines Lehrschwimmbeckens, einer möglichen Ansiedlung einer Eis- bzw. Multifunktionshalle in einem Sport- und Freizeitpark und die Verkehrsbelastung sind nur einige Beispiele von anstehenden Entscheidungen mit
erheblicher Tragweite.
Für die Erarbeitung des langfristig angelegten Konzepts ist personelle Verstärkung nötig.

Grünraum-, Freiflächen- und Landschaftsplanung

Um den zukünftigen Anforderungen der Klimaresilienz standzuhalten und gegen weitere
Hochwasser- und Starkregenereignisse gewappnet zu sein, braucht unsere Stadt eine
Fachkraft, die sich interdisziplinär mit den Themen Grün- und Freiraummanagement sowie
der Landschaftsplanung bzw. Landespflege beschäftigt. Mit der Einrichtung einer Personalstelle für Grün- und Freiflächenplanung können wichtige Ziele auf dem Weg zur Schwammstadt erreicht werden. Neben der innerstädtischen Hochwasserprävention durch qualitativ hochwertige Grünflächen soll damit auch die Landschaftsplanung auf den Dörfern fachgerecht begleitet
werden.


Kommunales Energiemanagement

Eine der wirksamsten Zukunftsmaßnahmen ist die Optimierung unserer Energieversorgung. Dies gilt nicht nur im privaten Bereich, sondern auch für sämtliche städtische Gebäude. Aufgabe einer Fachkraft für Energiemanagement ist es, den Energieverbrauch in
kommunalen Immobilien zu überprüfen und Einsparpotentiale zu erschließen.
Mit einem Beratungsangebot an die Bürgerinnen und Bürger können diese auch davon
profitieren und ihren Energieverbrauch optimieren. So werden zukünftig nicht nur
Emissionen, sondern auch bares Geld gespart. Zur anteiligen Finanzierung können
Fördermittel herangezogen werden. Eine neue Personalstelle, die sich durch gute Arbeit
selbst refinanziert.

Überprüfung des Raumbedarfs für Inklusion an der Peter Weiss Gesamtschule

Peter Weiss Gesamtschule Unna (PWG). Auch hier begann am 11. Mai die tageweise Rückkehr aller Jahrgangsstufen. (Foto: Rundblick Unna)

Mit der Einführung der Inklusion an Regelschulen sind nicht nur die Anforderungen an pädagogische Konzepte gestiegen, sondern auch die Schülerzahlen und mit ihnen der Raumbedarf. Um dem gesetzlichen Anspruch auf individuelle Förderung gerecht zu
werden und um gutes Lernen für alle Schüler zu gewährleisten, soll der Raumplan überprüft und früh genug Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Wir begrüßen sehr, dass die Stadtverwaltung Unna in ihrer Priorisierung von baulichen
Maßnahmen einen starken Fokus auf Schulbau und –sanierung und Bereitstellung von
Kita-Plätzen legt. Kinder sind die Zukunft unserer Stadt und haben ein Anrecht auf
chancengleiche Bildung. Sie haben aber auch ein Recht darauf, in einer Stadt zu leben, die
sich den drängenden klimatischen und ökologischen Herausforderungen stellt und
Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung erarbeitet. Wir wollen nicht auf Kosten
zukünftiger Generationen unsere Lebensgrundlagen verbrauchen. Dessen werden wir nicht müde, uns immer wieder mit unserer politischen Kraft
einzusetzen.

Quelle Die Grünen Unna

1 KOMMENTAR

  1. Ansatzweise sind die Pläne der Grünen ja zu gebrauchen.
    Aber ist es nicht besser eine Fachkraft einzustellen, welche in unseren Schulen die Kinder und Jugendlichen dafür sensibilisiert, sich Gedanken darüber zu machen, ob man jedes Jahr ein neues Smartphone haben muss, sich vier mal im Jahr bei einer Billigmodenkette neu einkleiden muss, die ihre Überproduktion dann in Südamerika in die Wüste schmeißt, oder, hier in Unna die Kits darauf aufmerksam macht, dass der Abfall aus Bubbleteeläden zu vermeiden währe, dass Getragene Masken und anderer Abfall in die Mülltonnen am Strassenrand gehören und das Mama und Papa nicht mit laufenden Motoren irgendwo Wartezeit verbringen?
    Wenn wir das hinkriegen sind wir alle, weltweit und auch in Unna einen großen Schritt weiter.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here