Mit handfesten Daten gegen den Fluglärm: Unnas SPD beantragt freiwillige Lärmaktionsplanung

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Lärmaktionspläne für den Straßenverkehr haben in Unna zu vielen Tempo 30-Strecken gerade auch in Massen und Königsborn geführt, wo gleichzeitig der Fluglärm über den Köpfen der Menschen schallt - aberwitzig, finden die Genossen, die daher vorschlagen, die Stadt solle auf freiwilliger Basis auch einen Lärmaktionsplan für den Fluglärm erstellen. Vorgesehen ist das nämlich eigentlich nicht. (Foto Rinke)

Stell dir vor, es lärmt lautstark über deinem Kopf, du kannst den Lärm aber nicht „beweisen“…

Gegen diese absurde Situation will die SPD Unna vorgehen.

Gut gerüstet in den Kampf gegen den Fluglärm lautet ihre Devise:

Um, so formulieren die Genossen, „bestmögliche Voraussetzungen im Kampf gegen die Ausbaubestrebungen des Dortmunder Airports zu schaffen“, beantragt die SPD-Fraktion im Unnaer Rat eine „Lärmaktionsplanung Bereich Flughafen“ auf freiwilliger Basis.

Sie könne der Stadt Unna die Argumentation vor Gericht erleichtern.

Grundsätzlich ist die Erstellung von Lärmaktionsplänen in NRW eine kommunale Aufgabe, erläutern die Sozialdemokraten. Solche Aktionspläne, hat die Stadt Unna auch für den Straßenlärm erstellt – die Folge waren eine Reihe Tempo 30-Strecken auf Hauptstraßen im Stadtgebiet. So auch in Massen und Königsborn, den von Fluglärm besonders betroffenen Stadtteilen.

Möglichkeiten, dergestalt Entlastung aufzuzeigen und durchzusetzen, ist auf Unnaer Stadtgebiet allerdings rechtlich verbindlich nur für den Straßen- und Bahnverkehr möglich. Nicht für Flugzeuge.

„Eine separate Lärmaktionsplanung für Regionalflughäfen gibt es nicht, lediglich die Lärmzonen auf Dortmunder Gebiet werden untersucht. Viel stärker belastete Stadtteile wie Massen, Königsborn und Afferde, zunehmend aber auch die Innenstadt und Mühlhausen-Uelzen bleiben außen vor“, erklärt Max Jülkenbeck, SPD-Ratsherr aus Königsborn.

„Das führt zu der aberwitzigen Situation, dass von der Stadt Unna in juristischen Verfahren eine Schädigung der Bürgerinnen und Bürger zwar behauptet, aber nicht belegt werden kann.“

Sein Kollege Michael Tietze aus Massen ergänzt: „Wir haben die Verpflichtung, die Menschen vor gesundheitsgefährdendem Lärm zu schützen. Die Belastungen nehmen weiter zu, wenn wir nicht sehr genau aufpassen und uns auf solider Grundlage zu wehren wissen.“

Termin: Das Bürgertelefon der SPD ist am Donnerstag, 16. September von 12 bis 14 Uhr mit Michael Tietze, stellv. Fraktionsvorsitzender und Ratsherr aus Massen, geschaltet. Anliegen können auch per Mail formuliert werden:  michael.tietze@spd-unna.de

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