STIKO ändert Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

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Impfbuch - Symbolbild, S. Rinke

Jetzt doch:

Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich nun doch für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren aus.

Nach gegenwärtigem Wissensstand seien die Vorteile gewichtiger als das Risiko sehr seltener Nebenwirkungen, hieß es zur Begründung.

Bislang galt die Empfehlung nur für besonders durch Covid gefährdete, voerkrankte Kinder oder für Kinder und Jugendliche, in deren Haushalt besonders gefährdete Personen leben.

In der Feststellung der STIKO vom Montagmittag, 16. August, heißt es dazu:

Die Empfehlung vom 10. Juni basierte auf der Beobachtung, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland nur ein geringes Risiko haben, an Covid-19 schwer zu erkranken; dass noch wenig über Nebenwirkungen bekannt war; und dass es Berichte über seltene Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung gab.

Diese Einschätzung revidierte die STIKO nun.

„Auf der Grundlage neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen, können mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger quantifiziert und beurteilt werden“, schreibt die STIKO auf ihrer Website. „Die sehr seltenen, bevorzugt bei jungen männlichen Geimpften im Zusammenhang mit der Impfung beobachteten Herzmuskelentzündungen müssen als Impfnebenwirkungen gewertet werden.“

In der Mehrzahl der Fälle wurden die Patienten mit diesen Herzmuskelentzündungen hospitalisiert, hatten jedoch in der Regel einen unkomplizierten Verlauf.

Zur Neubewertung der Lage trug auch bei, dass aktuelle mathematische Modellierungen unter Berücksichtigung der Delta-Variante ergeben hätten, dass für Kinder und Jugendliche ein deutlich höheres Infektionsrisiko „in einer möglichen 4. Infektionswelle besteht“.

Unsicher bleibe, ob und wie oft „Long-Covid“ bei Kindern auftritt.

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