137 km/h statt 60 – Rasender Biker steuert auf Polizist zu und gibt Gas

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Vorläufiges Ende vor dem Amtsgericht: Ein Motorradraser aus dem Ruhrgebiet ist seinen Führerschein los. Im Sommer 2020 war er mit fast 140 km/h auf der Nordhelle im Märkischen Kreis geblitzt worden. Statt anzuhalten, hielt er auf den Polizeibeamten zu und gab Gas …

Am 9. August vergangenen Jahres steht der Radarwagen der Polizei an der L 707 in Meinerzhagen an einer Stelle, an der ein Tempolimit von 60 km/h gilt. Zwei Motorradfahrer aus Mülheim passieren die Messstelle.

Bei dem einen löst die Radaranlage bei 112 km/h aus, bei dem anderen bei 137 km/h.

Einige Meter später wollen Polizeibeamte die beiden Biker anhalten. Doch nur der langsamere der beiden stoppt.

Der andere – gibt Gas und fährt auf einen Polizeibeamten zu. Der Beamte bringt sich mit einem Sprung an die Seite in Sicherheit. Der Kradfahrer flüchtet mit hohem Tempo, waghalsig überholt er mehrere andere Verkehrsteilnehmer und prallt in der Applauskurve beinahe auf einen Smart auf.

Auf Herscheider Seite richtet die Polizei eine Straßensperre ein. Beim Erblicken der Sperre leitete der Motorradraser eine Vollbremsung ein. Seine Bremsspur ist 50 Meter lang.

Er versucht erneut, in die Gegenrichtung zu flüchten. Bei diesem Versuch kann er jedoch von einem Beamten ergriffen und fixiert werden, ein weiterer zieht ihm den Zündschlüssel ab.

Die Polizisten stellen Bike und Führerschein sicher.

Vor Gericht wurden am Montag drei Straftaten verhandelt:

   - Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wegen der Gefährdung des 
     anhaltenden Beamten.
   - Straßenverkehrsgefährdung, u.a. durch die waghalsige Flucht und 
     die damit einhergehenden hoch riskanten Überholmanöver.
   - Verbotenes Kraftfahrzeugrennen, weil der Beschuldigte die für 
     ihn höchstmögliche Geschwindigkeit auf der Flucht erreichte. 

Nach der Beweisaufnahme verurteilte das Amtsgericht den Mann zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen a 50 Euro. Die Fahrerlaubnis wird entzogen. Erst nach 12 Monaten kann er eine neue beantragen.

„Solche Fahrer sind der Grund für konsequente Kontrollen der Polizei im Märkischen Kreis – an der Nordhelle und an anderen Strecken im Kreisgebiet“, schließt der MK-Polizeisprecher.

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