Re-Start der Innenstädte: Sonntags-Shopping mit „Comeback-Events“ – mehr Fläche für Außengastro – zeitweilig keine Parkgebühren

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Blumenkorb an einer Laterne in der Unnaer Fußgängerzone. (Archivbild RB)

Um die durch die Coronakrise schwer gebeutelten Innenstädte zu kräftigen, fordern die beiden Industrie- und Handelskammern Dortmund und Nord Westfalen gezielte Stadtmarketing-Aktionen.

Die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität der innerstädtischen Bereiche müsse dringend gestärkt werden, gerade weil jetzt im Moment in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten noch kein spontaner Einkaufsbummel wieder möglich ist. Wie seit vorigem Freitag im Kreis Unna und voraussichtlich ab kommendem Wochenende in Dortmund müssen die Kunden zuvor Termine abstimmen sowie einen aktuellen negativen Coronaschnelltest vorweisen (alternativ volle Impfung oder Genesung von Corona belegen) – Click, meet and test. Da dies viele Kunden noch zögern lässt, wieder zum Einkaufsbummel in die Citys aufzubrechen, braucht es zumindest temporär besondere Anreize, fordern beide IHK-Präsidenten. Sie appellieren an die Kreise, Städte und Gemeinden in ihren IHK-Bezirken, die Möglichkeiten der neuen NRW-Coronaschutzverordnung „bis auf den letzten Millimeter auszuschöpfen“.

UPDATE – ab der vom 28. Mai an gültigen neuen Coronaschutzverordnung entfällt die Testpflicht beim Shoppen unter Inzidenz 100! HIER alle neuen Regeln.

Die Forderungen der beiden Kammern:

  • Die laut Coronaschutzverordnung nötigen Negativtests würden viele Händler als Eintrittshürde für ihre Kunden empfinden und dies auch deutlich spüren – hier müsse nachgebessert werden.
  • Die Flächen für die Außengastronomie – Innengastronomie ist erst ab Inzidenzen unter 50 wieder erlaubt – müssten unbürokratisch und kostenfrei erweitert werden.
  • Ebenfalls unbürokratisch müssten Schutzmaßnahmen gegen Wind, Regen und Kälte genehmigt werden. „Für die Startphase und eine begrenzte Phase der Erholung der Gastronomie sollten bau- und ordnungsrechtliche Regelungen, die eine Außengastronomie behindern, außer Kraft gesetzt werden“, so der Dortmunder IHK-Präsident Dustmann konkret.
  • Er wirbt zudem im Rahmen einer Landes-Initiative dafür, dem Einzelhandel „zusätzliche Umsatzmöglichkeiten durch eine zeitlich begrenzte Ladenöffnung an bestimmten Sonntagen zu ermöglichen“.
  • Idealerweise seien zusätzliche Sonntagsöffnungen durch begleitende Großevents zu flankieren. Es sei auszuloten, wie dies rechts- und infektionssicher durchgeführt werden könne.
  • Als weitere Maßnahme für einen erfolgreichen Neustart der Wirtschaft schlagen die IHKs „Comeback“-Events in Innenstädten und Stadteilzentren vor:

So soll die Wiedereröffnung von Handel, Gastronomie und Dienstleistungen in den zentralen Einkaufslagen durch attraktive und zugkräftige Veranstaltungen flankiert sowie organisatorisch und finanziell unterstützt werden.

Beide Kammern appellieren zudem an Stadträte und Verwaltungen, „eine bestmögliche Erreichbarkeit der Innenstädte für alle Verkehrsträger sicherzustellen“:

  • Um die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu steigern, müsse aber zunächst das zu Unrecht verloren gegangene Vertrauen in die Infektionssicherheit von Bussen und Bahnen wiederhergestellt werden.

In kleineren Städten mit weniger gutem ÖPNV-Angebot könne auch eine zeitlich befristete Aussetzung oder Absenkung von Parkgebühren zusätzliche Besuchsanreize schaffen.

Quelle: Pressemitteilung IHK zu Dortmund / IHK Nordwest

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