Ausgangssperre: Kamens Bürgermeisterin bittet – und droht

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Der Brunnen am Kamener Marktplatz. / Foto RB

Nachdem der kreisweite Inzidenzwert über die Marke von 200 geklettert ist, hat der Kreis Unna mit Beginn am Montag, 19. 4., neue Regeln verfügt – unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) appelliert an Bürger, die Regeln zu befolgen:

„Lassen Sie uns alles dafür tun, die Pandemie einzudämmen, damit wir möglichst bald wieder zum gewohnten Leben zurückkehren können. Jeder kann dazu beitragen, indem er möglichst weitgehend seine persönlichen Kontakte einschränkt und sich an die Ausgangssperre hält.“

Die Stadt Kamen werde die Einhaltung der Ausgangssperre mit einer Verstärkung des Ordnungsdienstes und einer Erhöhung der Präsenz im Stadtgebiet kontrollieren.

In einer aktuellen Videobotschaft, die auf der Internetseite der Stadt Kamen veröffentlicht ist, betont Kappen, wie sehr die Pandemie das Leben der Menschen vor Ort beeinträchtige und gefährde.

Insgesamt hätten sich bislang ca. 1.500 Bürgerinnen und Bürger aus Kamen mit dem Virus infiziert. „36 Kamenerinnen und Kamener im Alter von 59 bis 102 Jahren sind durch Corona gestorben“, so die Bürgermeisterin. „Viele Familien beklagen durch das Virus den Verlust ihrer Lieben. Darüber hinaus haben unter anderem viele junge Menschen mit den Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu kämpfen.“

Kappen appelliert:

„Gerade jetzt und in den kommenden Wochen, wo die Anzahl der lebensnotwendigen Impfungen steigt, gilt es, noch einmal alles daran zu setzen, möglichst wenig Opfer in unseren Familien zu beklagen sowie die Menschen vor der Erkrankung und gravierenden Folgen zu schützen.“

Die Bürgermeisterin ruft die Kamenerinnen und Kamener zudem dazu auf, sich an dem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag, 18. April, initiierten Gedenken an die Toten und Hinterbliebenen zu beteiligen.

„Viele von ihnen konnten sich aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie nicht von ihren Familien und Freunden verabschieden. Der Bundespräsident richtet hierzu eine zentrale Gedenkveranstaltung aus. Lassen Sie uns als Gesellschaft Anteil nehmen und Solidarität zeigen.“

Die Stadt Kamen wird zu diesem Anlass die Flaggen am Rathaus auf Halbmast setzen. Bereits seit einigen Wochen beteiligt sich die Stadt zudem an der Aktion #lichtfenster des Bundespräsidenten. Hierbei leuchten jeden Freitagabend Lichter in Fenstern städtischer Gebäude, „um der Verstorbenen in der Corona-Pandemie zu gedenken und an diejenigen zu erinnern, die in diesen Wochen um ihr Leben kämpfen.“

Quelle: Pressemitteilung Stadt Kamen

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