Stadt Kamen steckt 1,3 Mio. Euro in kaputte Straßen

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Symbolbild Schlagloch, kaputte Straße - Archiv RB

Durch die Kälteperiode Anfang des Jahres sind die Schäden an Kamen Straßen verstärkt worden: Durch den Wechsel von Frost- und Tauwetter bildeten sich zahlreiche Risse, Schlaglöcher und Flächenschäden. Um weitere und noch größere Schäden zu vermeiden, bringt die Stadt nun ein Sondersanierungsprogramm auf den Weg: 1,3 Millionen Euro investiert sie kurzfristig in die Reparatur der Schäden.

Die Summe soll durch eine Sonderausschüttung aus dem Gewinnvortrag der Stadtentwässerung Kamen (SEK) bereitgestellt werden. Hierzu hat die Stadt Kamen eine mit allen Fraktionen abgestimmte Dringlichkeitsentscheidung für den Rat vorbereitet.

Der große Schadensumfang sei laut Stadtverwaltung ein Ergebnis der außergewöhnlichen Witterungslage: Nachdem Regen und Eisregen in die Straßenoberflächen eingedrungen waren, brach tagelanger Frost die Asphaltdecken auf. Darüber hinaus gelang immer wieder Tauwasser von der zentimeterdicken Eisschicht in die Risse, während der Nachtfrost viele Risse weiter verstärkte und die Schadstellen vergrößerte.

„Erschütterungen durch den Straßenverkehr verstärkten den Effekt“, schildert Beigeordneter Uwe Liedtke. Mitarbeiter der Stadt Kamen haben sich in den vergangenen Wochen einen Überblick über den Zustand der Straßen gemacht, die Schäden erfasst und sie analysiert.

Das Positive an der aktuellen Situation: In vielen Fällen ist nur die Verschleißschicht defekt, der Straßenaufbau darunter aber noch intakt.

„Da wir davon ausgehen, dass sich viele Straßen noch mehrere Jahre in einem guten Zustand befinden werden, haben wir uns dazu entschieden, mit einem Sondersanierungsprogramm kurzfristig die Schäden an den Oberflächen zu reparieren“,

sagt Bürgermeisterin Elke Kappen. Um einen langfristigen Effekt zu erzeugen, werden die Asphaltdecken zum Teil großflächig abgefräst und mit einer neuen Heißasphaltdecke ausgestattet. Hierdurch kann die Lebensdauer zahlreicher Straßenabschnitte deutlich erhöht werden.

Um die Investitionen zu finanzieren, schlägt die Verwaltung eine Sonderausschüttung aus den Mitteln der Stadtentwässerung Kamen (SEK) vor. „Die im Haushaltsplan vorgesehene Ausschüttung von 2,5 Millionen Euro sowie die für Geh- und Radwegesanierung vorgesehenen Mittel in Höhe von rund 130.000 Euro sind hiervon nicht berührt“, schildert Kämmerer Ralf Tost. „Die Finanzierung erfolgt aus dem Gewinnvortrag, der in den zurückliegenden Jahren gebildet wurde.“

Darüber hinaus stehen auf dem Kamener Stadtgebiet weitere umfangreiche Straßenbauprojekte an. Wichtig zu wissen: Bei allen Fahrbahnsanierungen wird lärmreduzierender Asphalt eingesetzt. Im Einzelnen:

  • Westicker Straße (K 40): Die Sanierung der Westicker Straße steht unmittelbar bevor: Der Kreis Unna wird zwischen dem Kreisel Parkhaus/Bahnhof und dem Kreisverkehr Königstraße die Fahrbahn erneuern.
  • Dortmunder Allee (L 663): Zwischen der Unnaer Straße und dem Friedhof Afferde wird der Kreis Unna für die Landesstraßenbauverwaltung im Zuge der Errichtung der Südkamener Spange die Fahrbahn erneuern. Der Baubeginn ist für Ende des Jahres geplant.
  • Robert-Koch-Straße (L 821): Ein Gemeinschaftsprojekt von der Stadt Kamen/Stadtentwässerung und dem Landesstraßenbauamt: Während die Stadtentwässerung zunächst zwischen dem Kreisel Germaniastraße und der Einmündung Lortzingstraße einen neuen Abwasserkanal verlegt, saniert das Land anschließend die Fahrbahn. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung wollen beide Partner in Kürze unterzeichnen.
  • Hammer Straße (L 654): Auch auf der Hammer Straße werden zwischen dem Ostring bis zur Einmündung Danziger Straße in Zusammenarbeit von Straßen NRW und der Stadtentwässerung die Fahrbahn und der Kanal. Die Verwaltungsvereinbarung ist in Vorbereitung.

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