Zum 5. Mal Grab des Sohnes (22) geschändet

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Trauer, Grab - Symbolbild RB

Zum fünften Mal bereits ist auf einem Soester Friedhof das Grab eines 22-Jährigen geschändet worden. Zuletzt ausgerechnet direkt vor den Feiertagen. Die Mutter des Verstorbenen sagte der lokalen Zeitung: „Ich habe an Weihnachten nur noch geweint.“

Der mit gerade einmal 22 Jahren Verstorbene liegt auf dem Soester Osthofenfriedhof begraben. Als die Mutter dort am 1. Weihnachtstag das Grab besuchte, musste sie sehen, dass sich bereits zum fünften Mal Diebe am liebevoll drapierte Grabschmuck bereichert hatten.

Drei Porzellan-Halbmonde, die sie diesmal extra mit Paketband befestigt hatte, waren verschwunden. Sie habe sie dorthin gehängt, so die untröstliche Mutter, „weil ich bei meinen abendlichen Spaziergängen mit dem Hund hochschaue und Hannes einen Gruß über den Mond sende.“

Der tiefe Schmerz über den so frühen Tod ihres geliebten Sohnes wird so immer wieder neu aufgewühlt, sagt die Soesterin. „Ohnmächtig und ausgeliefert“ fühle sie sich. Die mit großer Liebe ausgewählte Deko sei für sie die letzte Möglichkeit gewesen, ihrem Sohn ein Weihnachtsgeschenk zu machen.

In der Adventszeit 2018 wurde vom Grab ein selbst hergestellter Wichtel gestohlen, zu Ostern frisch gepflanzte Blumen aus dem Grab gezogen und durch Schoko-Ostereier in den Löchern ersetzt. Eine Laterne wurde zerschlagen. Auf dem Grab der mit 20 Jahren gestorbenen Nichte der Soesterin, die mit ihrem Sohn Kopf an Kopf liegt, wurde herumgetrampelt, die Deko teilweise zerstört bzw. gestohlen. „Anzeigen gegen Unbekannt haben keine Aussicht auf Erfolg“, so das niedergeschmetterte Fazit der Frau.

Sie will gleichwohl nicht damit aufhören, das Grab ihres Sohnes mit viel Liebe, Mühe und Zeitaufwand zu schmücken und so das Andenken des 22-Jährigen zu bewahren. Die Deko will sie nun mit einem speziellen Marker gravieren, um sie für Diebe unbrauchbar zu machen.

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