Drei Unnaer Vizebürgermeister zum „Preis“ von zweien

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Rathaus Unna. /Archivbild RB

Die Kreisstadt soll in der neuen Ratsperiode drei statt bisher zwei stellvertretende Bürgermeister bekommen – ohne dass damit Mehrkosten für die Stadt und damit die Steuerzahler einhergehen.

Das teilten unserer Redaktion am Abend in einer gemeinsamen Presseerklärung die Fraktionsvorsitzenden der Bündnisgrünen, CDU und SPD mit. Alle drei haben im neuen Rat jeweils 13 Vertreterinnen und Vertreter.

Nunmehr haben die Fraktionen von SPD, B90/Die Grünen und CDU „gemeinsam und konsensual einen Vorschlag zur Besetzung der stellvertretenden Bürgermeister/in“ erarbeitet, teilen die Vorsitzenden Sebastian Laaser, Claudia Keuchel/Karl Dittrich und Rudolf Fröhlich mit.

  • 1. Stellvertreter soll demnach Michael Sacher von den Grünen werden,
  • weitere Vizebürgermeister Gerhard Meyer (CDU)
  • und Renate Nick (SPD). Die Sozialdemokratin aus Massen war auch in der endenden Ratsperiode stellvertretende Bürgermeisterin.

Das Vizebürgermeister/innentrio verstehe sich als gleichrangig und stimme sich gemeinsam über inhaltliche Schwerpunkte ab, unterstreichen die drei Fraktionen. „Danach richtet sich dann auch die Wahrnehmung von Vertretungsterminen für den Bürgermeister.“ Dieser ist wie berichtet Dirk Wigant (CDU), bisher Beigeordneter der Kreisstadt Unna.

„Die Benennung des 1. Stellvertreters erfolgt aus rechtlichen Gründen, da diese Position den Bürgermeister im Rat und im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) vertritt“, erläutern die Fraktionsvorsitzenden. Und

„… besonders wichtig: Die Aufwandsentschädigungen von den bisher zwei Vertretungen werden nun auf 3 Personen gleichermaßen aufgeteilt. So entehen keinerlei Mehrkosten für die Stadt.“

Dieser Besetzungsvorschlag spiegele „das Wahlergebnis für den Stadtrat wider, das drei etwa gleich große Fraktionen hervorgebracht hat. Damit soll auch ein faires politisches Miteinander zum Start der neuen Ratsperiode zum Ausdruck gebracht werden.“

Gez.
Claudia Keuchel/Karl Dittrich          Rudolf Fröhlich              Sebastian Laaser
(B90/Die Grünen)                              (CDU)                              (SPD)

1 KOMMENTAR

  1. Nun, wenn der Wähler so entschieden hat dass ca. 3 gleichgro0e Fraktionen entstanden sind ist eigentlich davon auszugehen das er mit seiner Stimme einer Partei das Vertrauen geschenkt hat und nicht davon ausgehen konnte dass nach der Wahl die große Verbrüderung und Umarmung stattfindet. Auch wenn sich auf der Zielgraden zur Wahl bereits Allianzen abzeichneten.
    Dass aber diese Pöstchenschieberei, die bei der SPD Vorherrschaft der letzten Jahrzehnte dazu führte diese Stadt in die derzeit desolate Lage zu bringen nun sogar von allen 3 Parteien gleichermaßen fortgeführt wird hat schon ein wenig Gschmäckle.

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