Halbierte Kitabeiträge: LINKE kritisiert Knausern auf Kosten der Eltern

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Archivbild: Sehnsüchtige Botschaft am Zaun einer Kita - häufig zu sehen seit der Schließung der Einrichtungen am 16. März: Hier vermisst ein Kindergartenteam heftig seine kleinen Schützlinge. - Fotografiert von einer Leserin.

Kita-Öffnung ab 8. Juni wieder für alle Kinder – aber bei reduziertem Betreuungsumfang. Im Gegenzug sollen die Eltern im Juni und Juli nur die Hälfte des Beitrags zahlen.

Die LINKE in NRW kritisiert das als Knausern auf Kosten der Eltern. Sie fordert in einer Pressemitteilung vom 29. Mai, auf Elternbeiträge in den kommenden Monaten ganz zu verzichten:

„Die nun beschlossene Halbierung der Elternbeiträge für Juni und Juli reicht bei weitem nicht aus: Der Regelbetrieb startet ohnehin erst am 8. Juni, der wöchentliche Betreuungsumfang ist um 10 Stunden reduziert und die Sommerferien samt erneut mehrwöchiger Kitaschließungen beginnen bereits am 26. Juni.“

Vor dem Hintergrund, dass besonders Familien mit kleinen Kindern im Homeoffice den Corona-Shutdown und seine Folgekoste mit Kita- und Spielplatzschließungen bisher gefühlt am stärksten haben ausbaden müssen, wäre eine weitere Aussetzung der Elternbeiträge nur folgerichtig.

Der kommunale Flickenteppich bei Elternbeiträgen für Kitas, die von 0 bis 800 Euro pro Monat in den Städten und Gemeinden NRWs streuen, ist aus Sicht der LINKEN ohnehin äußerst ungerecht und belastet Familien je nach Wohnort ganz unterschiedlich. „Mit halbierten Elternbeiträgen zu knausern, während für Unternehmen das Füllhorn ausgeschüttet wird, ist für uns nicht nachvollziehbar.“

Die LINKE kritisiert auch das Kita-Öffnungskonzept des Familienministers: „Herr Stamp möge bitte erklären, wie ein möglichst wirksamer Infektionsschutz gewährleistet werden kann, wenn allein die Betreuungszeiten sämtlicher Kitakinder um 10 Stunden pro Woche reduziert werden, die Gruppengrößen aber weitgehend gleich bleiben. Hier wären flexiblere Konzepte im Schichtbetrieb und kleine, konstante Gruppen sehr viel angemessener, und man könnte dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten und der Kitakinder sehr viel besser Rechnung tragen.“

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