Derzeit wenig Corona-Einsätze im Kreis – wenn, dann meist wegen Jugendgruppen

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Möglicherweise liegt es auch an der fast winterlichen Witterung – ein Vergleich ab dem kommenden Wochenende wird es zeigen. Dann steigen die Temperaturen voraussichtlich auf bis zu 20 frühlingshafte Grade.

Aktuell kann sich die Kreispolizeibehörde Unna aber nicht über die Disziplin der Bürger beschweren: Im Zusammenhang mit den Corona-Regeln (Kontaktbeschränkung, Ansammlungsverbot) zählt sie derzeit nur wenige Einsätze. Landrat Michael Makiolla, Leiter der Kreispolizeibehörde, findet das sehr erfreulich. „Die Bevölkerung beweist in diesen Tagen große Solidarität. Dafür möchte ich mich bedanken.“

Keine Regel aber ohne Ausnahme, und diese Ausnahmen sind meist Jugendliche, stellt Makiollas Behörde fest.

Täglich führe die KPB gemeinsam mit den Ordnungsämtern (die federführend für die Durchsetzung der Regeln zuständig sind) Schwerpunkteinsätze in den Städten und Gemeinden durch. „Meistens sind es Jugendliche, die sich trotz der Schutzverordnung mit mehreren Freunden an öffentlichen Orten verabreden und für den Großteil der geringen Einsatzanzahl verantwortlich sind“, stellt Polizeisprecher Christian Stein fest.

So auch am gestrigen Mittwoch, 1. April:

Bei einer Partnerschaftsstreife mit dem Ordnungsamt Bergkamen wurde gegen 19.10 Uhr eine Gruppe von drei jungen Männern überprüft, die auf einer Parkbank auf der Halde „Großes Holz“ saßen. Bei einem 23-Jährigen fanden sich Drogen – ein Strafverfahren ist die Folge.  Weil die jungen Männer außerdem gegen das Kontaktverbot verstießen, fertigte das Ordnungsamt OWI-Anzeigen an – eine für jeden.

Ein ähnliches Bild bot sich bereits gegen 18.30 Uhr in Unna, Schwimmsporthalle am Bergenkamp: Dort traf eine Partnerschaftsstreife aus Polizei und Ordnungsamt vier Jugendliche und Heranwachsende an. Auch hier hatte einer, ein 19-Jähriger, Drogen dabei, ihn erwartet nun ebenfalls ein Strafverfahren – OWI-Anzeigen wegen des Kontaktverbotverstoßes kassierten auch hier alle vier.

Amtshilfe bei Verstößen durch Ältere habe die Polizei bisher noch nicht zu leisten gehabt, sagt Polizeisprecher Stein.

„Nicht nur, dass die Jugendlichen durch ihr Verhalten die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden – sie begehen auch Verstöße, die konsequent geahndet werden. Diese gezielte Ignoranz kann unsere Gesellschaft in diesen Zeiten überhaupt nicht gebrauchen“, lässt sich  Landrat  Makiolla zitieren, der deshalb an die Eltern im Kreis Unna appelliert: „Bitte machen Sie Ihren Kindern abermals bewusst, dass diese aktuelle Situation ernst ist und dass das Verhalten der Jugendlichen weitreichende Folgen haben kann.“

Auf unsere Frage, wieviele Bußgelder bisher verhängt wurden, antwortet uns Christoph Ueberfeld als Pressesprecher für die Stadt Unna: Im Stadtgebiet Unna sei die Verhängung von Bußgeldern bisher noch nicht nötig geworden.

Hinweise zu mutmaßlichen Verstöße gegen das Kontaktverbot nimmt die Polizei weiterhin unter 921-0 entgegen.

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