Taschendiebsfahnder folgen bekannten Diebinnen im Zug nach Unna und erwischen sie auf frischer Tat in Modeladen

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Bahnhof Unna / Foto RB

Dank der Aufmerksamkeit zweier Taschendiebsfahnder der Bundespolizei bekam am Dienstagvormittag (20. 10.) eine bestohlene Seniorin in Unna ihr Portemonnaie zurück, bevor sie dessen Diebstahl überhaupt bemerkt hatte.

Gegen 10 Uhr wurden Bundespolizisten der Fahndungs-Ermittlungsgruppe Taschendiebstahl im Hauptbahnhof Dortmund auf zwei Frauen aufmerksam. Diese verließen die eingefahrene RE 3 nach Hamm auf dem Bahnsteig zu Gleis 16 sehr spät, durchquerten den Hauptbahnhof teils getrennt und begaben sich dann zum Bahnsteig zu Gleis 3.

Dort stiegen die beiden Frauen in die bereitgestellte RB 59 über Unna nach Soest ein.

Am Bahnhof Unna verließ das Duo die Regionalbahn. Die Beamten folgten den polizeibekannten Bulgarinnen, die zielstrebig in Richtung Fußgängerzone gingen.

Dort suchten die 30- und 38-Jährige einen Dekorationsladen und ein Modegeschäft auf. Sie erweckten den Eindruck, dass sie auf der Suche nach einer geeigneten Tatgelegenheit waren.

In einer weiteren Modefiliale begaben sich die Frauen unverzüglich in die Nähe einer 74-Jährigen, die gerade Kleidungsstücke anprobierte.

Die 38-jährige Bulgarin schirmte den Gang zu der Seniorin mit ihrem Körper ab. Kurz darauf verließen beide Frauen den Laden.

Die Kundin ging kurz darauf zur Kasse und suchte dort ihre Geldbörse in ihrer Handtasche. Sie war weg. Einer der Fahnder gab sich unverzüglich als Polizist zu erkennen, worauf die 74-jährige Vietnamesin erklärte, dass ihr Portemonnaie gestohlen worden sei.

Weitere Beamte hielten daraufhin sofort die beiden Bulgarinnen aus Gladbeck an und forderten die Herausgabe der offenbar entwendeten Geldbörse. Die 30-Jährige übergab den Polizisten denn auch gleich das Portemonnaie, das neben 370 Euro Bargeld sämtliche Dokumente der Seniorin enthielt.

Äußern wollte sich das diebische Duo zu den Vorwürfen nicht. Die 74-Jährige erklärte, von der Tat überhaupt nichts mitbekommen zu haben. Die Handtasche war mit einem Reißverschluss gesichert und hing sich zum Zeitpunkt des Diebstahls an einem Kleiderständer. Ihr sei lediglich aufgefallen, so die ältere Dame, dass die Tasche zu Boden gefallen war, weshalb sie sie wieder aufhob und damit zur Kasse ging. Erst dort bemerkte sie, dass der Reißverschluss geöffnet war.

Während die Unnaerin glücklich ihr Eigentum wieder in Empfang nahm, leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls gegen die beiden Bulgarinnen ein. Es war nicht das erste. „Das Duo ist in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten“, ergänzt ein Bundespolizeisprecher.

Gründe für Untersuchungshaft bestanden gegen die zwei in Gladbeck gemeldeten Frauen trotzdem nicht.

Quelle Bundespolizei DO

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