Die Schwarzfahrt eines 47-jährigen gesuchten Straftäters in einem ICE nach Dortmund endete dort am Freitag (4. September) für ihn direkt in der Justizvollzugsanstalt.
Gegen 14:45 Uhr kontrollierten die Beamten den 47-jährigen Deutschen auf Bahnsteig 18 nach seiner Ankunft im ICE 611 aus Münster. Da er ohne Fahrschein unterwegs war, überprüften die Polizisten seine Personalien.
Dabei stießen sie überraschend auf einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Unterschlagung.
Da der wohnungslose Deutsche die geforderte Geldstrafe von 1480 Euro nicht zahlen konnte, lieferten ihn die Bundespolizisten zur Verbüßung der 74-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt ein – und leiteten direkt ein neues Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen ein.
Am selben Tag stahl ein Dieb in einem anderen ICE nach Dortmund eine hohe Summe Bargeld aus der Handtasche einer Mitreisenden. Dank aufmerksamer Zeugen, des Zugpersonals und der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof konnte er sofort gestellt werden.
Gegen 16:30 Uhr nahm der 26-Jährige im ICE 108 unbemerkt über 600 Euro Bargeld aus der Tasche einer 50-jährigen Reisenden. Eine aufmerksame Mitreisende beobachtete den Diebstahl und informierte die bestohlene 50-Jährige, die sich umgehend an die Zugchefin wandte.
Da die Beschreibung exakt einen Fahrgast passte, der zuvor bei der Fahrscheinkontrolle schon auffällig nervös gewirkt hatte und ohne Ticket unterwegs war, konfrontierte das Zugpersonal den 26-Jährigen. Der junge Mann wollte prompt flüchten, doch ein weiterer unbeteiliger Reisender packte ihn und hielt ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei am Hauptbahnhof Dortmund fest.
Bei der Festnahme leistete der Deutsche aus Erlangen erheblichen Widerstand und griff die Beamten mit Tritten an.
Die Polizisten fanden das gesamte gestohlene Geld bei ihm und händigten es der Eigentümerin wieder aus. Gegen 19:00 Uhr entließen sie den Dieb mit einem Platzverweis und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.
Quelle Bundespolizei Dortmund
































