Drogendeals vor Augen der Polizei – Kein Wohnsitz, kein Haftgrund

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Videobeobachtung, Symbolbild RB

Drogendeals vor den Augen der Polizei, und zwar mehrfach.

Am Freitagabend gegen 18:30 Uhr begegneten sich zwei Männer auf der Münsterstraße im Dortmunder Norden, Geld und Drogen wechselten den Besitzer. Was die beiden offenbar nicht wussten: Über die polizeiliche Videobeobachtung konnte die Leitstelle den illegalen Handel in Echtzeit mitverfolgen.

Der Käufer stieg anschließend in sein Auto und fuhr davon. Zivilbeamte stoppten ihn auf der Eberstraß. Im Auto des 35-Jährigen Dortmunders fanden die Beamten Kokain – dieses hatte der Dortmunder nur wenige Minuten zuvor gekauft. Eine Strafanzeige folgte.

Gegen 19 Uhr beobachtete die Leitstelle über die Kameras einen weiteren Handel. Der 46-jährige Käufer wurde auf der Münsterstraße kontrolliert, dieses Mal fanden die Beamten Cannabis.

Um 19:15 Uhr wurde derselbe Dealer zum dritten Mal von den Kameras erfasst. Ein kurzer Fluchtversuch schlug fehl, die Einsatzkräfte nahmen den wohnsitzlosen 22-jährigen Spanier vorläufig fest. Bei seiner Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Marihuana, Haschisch und Kokain sowie Bargeld in, Zitat, „dealertypischer Stückelung“. Außerdem hatte der 22-Jährige ein Klappmesser dabei, griffbereit in seiner Jackentasche.

Die Auswertung der Kamerabilder zeigte, dass der junge Mann immer wieder ein bestimmtes Hotel an der Münsterstraße aufgesucht hatte. Mit richterlichem Beschluss durchsuchten Beamte im Laufe des Abends sein Hotelzimmer. Dort wurden weitere Drogen in nicht geringer Menge, Verpackungsmaterialien und Bargeld gefunden.

Da die „besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft“ dennoch nicht vorlagen, wurde der wohnsitzlose Spanier nach einer Nacht im Polizeigewahrsam entlassen. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Quelle Polizei Dortmund

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