Mit an die 160 Stundenkilometern raste am Mittwochabend (26.08.) in der nördlichen Dortmunder Innenstadt ein Mercedesfahrer vor der Polizei davon. Dabei wurde ein Polizeibeamter angefahren und verletzt.
Der Fahrer flüchtete zunächst.
Gegen 19:45 Uhr wollten Einsatzkräfte den weißen Mercedes auf der Eberstraße nach einem Verkehrsverstoß anhalten und kontrollieren. Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen jedoch und flüchtete. Dabei ignorierte er unter anderem mehrere rote Ampeln und fuhr deutlich zu schnell.
Auf der Borsigstraße wiesen mehrere Passanten die Einsatzkräfte darauf hin, dass der Fahrer soeben auf den Parkplatz eines Baumarkts gefahren sei. Tatsächlich konnten die Beamten den Mercedes kurz darauf auf dem Parkplatz entdecken und hielten mit ihrem zivilen Streifenwagen vor dem Fahrzeug an.
Die Einsatzkräfte traten unter Vorhalt der Dienstwaffen an den Mercedes heran und forderten den Fahrer mehrfach auf, den Motor auszuschalten. Dieser legte jedoch den Rückwärtsgang ein, fuhr einige Meter rückwärts und beschleunigte anschließend wieder. Dabei erfasste er einen 33-jährigen Polizeibeamten mit der Fahrzeugseite und verletzte ihn dadurch leicht.
Danach raste er erneut davon. Ein mobiler Blitzer erfasste den Mercedes mit 154 km/h auf der Bornstraße. Trotz der sofort eingeleiteten Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, gelang dem Fahrer zunächst die Flucht.
Der verletzte Polizeibeamte wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen.
Update am späten Vormittag:
Am Donnerstagmorgen (27.08.) meldete sich eine aufmerksame Zeugin gegen 8:45 Uhr bei der Polizei und meldete einen verdächtigen Mercedes im Friedlandweg. Bei dem Auto handelt es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um das Auto aus der Verfolgungsfahrt vom Vortag.
Die Beamten stellten den Mercedes sicher. Erste Ermittlungen ergaben, dass aufgrund eines fehlenden Versicherungsschutzes eine Betriebsuntersagung für das Auto vorliegt.
Die weiteren Ermittlungen dauern an, die Polizei verfolgt dabei verschiedene Ermittlungsansätze. Gegen den Fahrer wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
Quelle Polizei DO
































