Nach einer körperlichen Auseinandersetzung und einem anschließenden Autodiebstahl auf der Hansastraße/Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt ist gegen Mitternacht am 5. Juli ein 23-jähriger Dortmunder schwer verletzt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen entzündete sich der Streit zwischen den Männern, weil ein 29-Jähriger aus Schwerte dem Dortmunder auf die Motorhaube seines Smart spuckte. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf sich der 29-Jährige in den Smart setzte und losfuhr.
Der Schwerter fuhr in Richtung des Platzes von Amiens, wo ihn der 23-Jährige einholte. Beim Versuch, den Fahrer zum Aussteigen zu bewegen, wurde er mitgeschleift und kollidierte mit einem Absperrpfosten. Dabei wurde der Dortmunder schwer verletzt, Lebensgefahr bestand jedoch nicht.
Der Beschuldigte setzte seine Fahrt derweil unbehelligt über den Platz von Amiens in Richtung Freistuhl fort. Auf dem Max-von-Grün-Platz (Museumsgasse) kollidierte er mehrfach mit Absperrpfosten, Verkehrsschildern und Stühlen sowie Tischen einer bereits geschlossenen Außengastronomie.
„Zu konkreten Fahrbewegungen in Richtung unbeteiligter Passanten ist es nach jetzigem Kenntnisstand nicht gekommen“, so ein Polizeisprecher.
Durch umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei das Auto auf der Hansastraße – ohne den Fahrer – finden. Dort war das Fahrzeug noch mit einem geparkten Auto kollidiert. Im Verlauf der Sachverhaltsaufnahme stellte sich der Beschuldigte auf der Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof.
Ein Polizeiarzt entnahm dem Mann eine Blutprobe auf der Polizeiwache, auf dem Transport dorthin legte der Beschuldigte noch einen tätlichen Angriff auf die Beamten hin. Dabei wurde niemand verletzt. Im Anschluss ging es für den Mann ins Polizeigewahrsam. Die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor.
Der Führerschein des Beschuldigten und der Smart wurden sichergestellt. Das Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei Dortmund nahm den Unfall auf. Über die Höhe des Sachschadens ist noch keine Aussage möglich.
Quelle Polizei Dortmund
































