
„Kleines Heft, große Wirkung“, titelt der Kreis Unna.
Das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) führt neues Instrument zur Begleitung des Ankommens ein – „entwickelt aus der Praxis, erprobt in drei Kommunen“, wirbt die Kreisverwaltung.
Sie stellt den Beratungspass wie folgt vor.
„Sprachkurs, Behördengang, Jobsuche – wer neu in Deutschland ankommt, muss sich gleichzeitig auf vielen Baustellen zurechtfinden. Genau hier setzt das KIM des Kreises Unna an: Mit dem Beratungspass LEO erhalten gestattete und geduldete Personen ab 18 Jahren ein unkompliziertes Werkzeug, das ihren Ankommensprozess koordiniert und transparent macht.
Die Idee ist denkbar einfach: Der Beratungspass LEO begleitet gestattete und geduldete Personen zu jedem Behörden- oder Beratungstermin. Mitarbeiter tragen dort ein, was besprochen wurde und welche nächsten Schritte anstehen.
Das Ergebnis: Niemand muss seine Geschichte bei jeder neuen Stelle von vorne erzählen. Kontinuität entsteht – und damit auch Vertrauen.
Mit Einwilligung der betroffenen Person wird der Beratungspass zudem zur Brücke zwischen verschiedenen Akteuren. Auf einen Blick ist erkennbar, welche Unterstützung bereits geleistet wurde, wo noch Lücken bestehen und wo eine engere Zusammenarbeit sinnvoll wäre.
Der Beratungspass LEO entstand beim KIM‑Netzwerktreffen „Schnittstellen finden – Zusammenarbeit stärken“ im März 2025.
Gemeinsam mit der Diakonie Ruhr‑Hellweg, dem Caritasverband für den Kreis Unna e.V., der Werkstatt im Kreis Unna, der Stadt Unna, dem Patenschaftskreis für Flüchtlinge in Fröndenberg/Ruhr und dem Sprachkursträger Verein für Integrationsförderung e.V. wurde der Pass konzipiert und anschließend ein halbes Jahr lang in Holzwickede, Fröndenberg und Unna erprobt.
Die Rückmeldungen aus der Pilotphase waren eindeutig. Jana Eckei und Frida Bosch fassen zusammen: „Die Eintragungen verschiedener Stellen im Beratungspass führten zu vermehrten und schnelleren Abstimmungsprozessen, sodass wir nun mit einer kreisweiten Pilotierungsphase starten.“
Fachbereichsleiterin Şengül Ersan betont: „Der Beratungspass kann nur durch das gemeinsame Engagement aller Netzwerkpartner erfolgreich sein. Wenn wir ihn konsequent nutzen, stärken wir die Zusammenarbeit und schaffen Transparenz für die Menschen im Kreis Unna.“
Ab Juli werden gestattete und geduldete Personen im Kreis Unna per mehrsprachigem Infoserienbrief über das freiwillige Angebot informiert. Der Beratungspass kann bei Interesse beim nächsten Termin in der kommunalen Ausländerbehörde Kreis Unna erworben werden. In Lünen startet die Pilotierung im September.
PM Kreis Unna




































