UKBS-Chef Fischer übergibt an Nachfolgerduo – Energetische Sanierungen und Bezahlbarkeit unter einen Hut bringen

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Symbolische Schlüsselübergabe an das neue UKBS-Führungsteam. (Foto UKBS)

Matthias Fischer sagt Ade, Martin Kolander und Stefan Heitkemper übernehmen. Die beiden neuen Chefs der kreiseigenen Wohnungsbaugestellschaft sehen sich vor gewachsenen Herausforderungen:

„Die Baukosten sind massiv gestiegen, die energetischen Sanierungsmaßnahmen erfordern zusätzliche Investitionen, und es gibt einen anhaltend großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.

Landrat Mario Löhr (SPD) hat am 5. Januar in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzende der UKBS den langjährigen Geschäftsführer der Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft Matthias Fischer offiziell verabschiedet.

Zugleich stellte Löhr die beiden Nachfolger Martin Kolander und Stefan Heitkemper vor.

„Am 01.01.1991 begann Matthias Fischer seine Tätigkeit bei der UKBS. Zum 01.07.2007 wurde er dann zum Geschäftsführer bestellt“, erinnerte Löhr und verwies auf die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat.

Er fand lobende Worte für die vielen gemeinsam erfolgreich umgesetzten Projekte.

Neben modernen Wohngebäuden mit einem Anteil von rund 50% öffentlich gefördertem Wohnraum, energetischen Meilensteinen wie dem Solarhaus in Kamen oder den fünf energieautarken und enttechnisierten Mehrfamilienhäusern in Königsborn hat die UKBS unter der Führung von Matthias Fischer zudem viele Kindertagesstätten errichtet, um auch die Nachfrage und den Bedarf an Kita-Plätzen zu decken.

Vermehrt im Fokus steht zudem die energetische Sanierung und Modernisierung des Gebäudebestandes, die unter der Leitung von Matthias Fischer ebenfalls weiter vorangetrieben wurde.

Seit dem 01.08.2011 ist Martin Kolander bei der UKBS als Architekt beschäftigt, am 01.12.2015 wurde er zum Abteilungsleiter „Bauen und Projektmanagement“ sowie zum Prokuristen ernannt und lenkt seitdem die Geschicke an der Seite des bisherigen Geschäftsführers Matthias Fischer.

„Mit der technischen Erfahrung aus rund 15 Jahren im Unternehmen ist Martin Kolander die ideale Besetzung für die planerische Geschäftsführung und mit Stefan Heitkemper ist es uns gelungen, Fachkompetenz mit jahrelanger Erfahrung in der kaufmännischen Leitung für das Unternehmen zu gewinnen“, so Landrat Mario Löhr.

Stefan Heitkemper war zuvor kaufmännischer Leiter des „Dortmunder U“ und seit seiner Studienzeit in kaufmännischer Geschäftsführung tätig.

„In naher Zukunft wird es wichtige Entscheidungen in der Wohnungsbauplanung geben, und die Herausforderungen für bezahlbaren Wohnraum werden komplexer. Expertise aus dem Unternehmen gehalten zu haben und eine erfahrene Kraft von extern hinzugewonnen zu haben – diese Doppelspitze ist die ideale Besetzung für die kommenden Ziele und Aufgaben der UKBS“, sind sich Landrat Mario Löhr und der scheidende Geschäftsführer Matthias Fischer einig.

Matthias Fischer zeigte sich für 35 Dienstjahre, davon mehr als die Hälfte als Geschäftsführer der UKBS, sehr dankbar.

„Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin stolz, gemeinsam mit den Mitarbeitern der UKBS so viele tolle Projekte realisiert zu haben. Auch für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und das stets entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Es ist schön zu sehen, was wir gemeinsam erreicht haben, und ich freue mich über die Nachfolgeregelung mit Martin Kolander und Stefan Heitkemper. Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass die neue Doppelspitze auch zukünftig die Ziele der UKBS erfolgreich weiterverfolgt und für bezahlbaren Wohnraum sowie nachhaltige Bauweise stehen wird.“

Auf die Frage, ob Matthias Fischer ein Lieblingsprojekt habe, antwortete er: „Unsere energieautarken Mehrfamilienhäuser in der Heinrichstraße in Unna-Königsborn sind für mich etwas ganz Besonderes, ein Vorzeigeprojekt, welches über die Grenzen hinaus große Beachtung findet.

Neben diesem energietechnischen Meilenstein sind es auch unsere Mehrgenerationen-Wohnprojekte, die ich hier hervorheben möchte.

Auch unser Angebot „Wohnen mit Service“ ist mir stets eine Herzensangelegenheit gewesen. Mieter, die Anspruch auf Unterstützungsleistungen haben, zahlen lediglich einen Teilbetrag der anfallenden Aufwendungen, die Differenz übernimmt die UKBS.“   

Landrat Mario Löhr stimmte ihm zu und betonte: „Matthias Fischer hat uns seinerzeit alle im Aufsichtsrat mit diesem Serviceangebot überzeugt.“ Er ergänzt: „Lieber ambulant als stationär behandelt zu werden und mit diesem großartigen Angebot die notwendige Unterstützung daheim in Anspruch nehmen zu können –  das wünschen sich doch viele.“

Martin Kolander, 51 Jahre alt, zeigte sich sehr erfreut über das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die Wertschätzung seitens der Gesellschafterversammlung sowie des Aufsichtsrates. Auch er betonte, dass eine Doppelspitze in heutigen Zeiten sehr sinnvoll sei, denn die Aufgaben würden anspruchsvoller:

„Der Klimawandel, die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes und zugleich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Diese Aufgaben anzugehen und diese Ziele zu erreichen, darauf freue ich mich ganz besonders. Die Fußabdrücke von Matthias Fischer sind sicherlich groß, doch es ist mein Anspruch, diesen Weg gemeinsam mit Stefan Heitkemper und dem gesamten Team der UKBS weiterzugehen.

Das Aufgebaute weiterzuführen und auszubauen verbindet uns und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken“

Stefan Heitkemper, 45 Jahre alt, stimmte Martin Kolander zu und betonte die Bedeutung der UKBS für den Kreis Unna sowie die Stadt Hamm:

„Die Baukosten sind massiv gestiegen, die energetischen Sanierungsmaßnahmen erfordern zusätzliche Investitionen und es gibt einen anhaltend großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.

Da bedarf es einer zuverlässigen, kommunalen Wohnungsgesellschaft wie der UKBS, denn der private Markt regelt das nicht.

Auch wenn die kaufmännischen Herausforderungen groß sind, gehe ich mit großer Vorfreude an diese Aufgaben heran. Denn wir geben rund 10.000 Menschen ein schönes Zuhause, in dem sich unsere Mieter wohl fühlen und gerne leben. Viele von ihnen wohnen bereits seit Jahrzehnten bei uns, einige sogar seit über 60 Jahren bei der UKBS. Das zu sehen und fortzuführen ist für mich, für uns alle Motivation genug und keine Belastung.“

Matthias Fischer wird dem Unternehmen mit all seiner Erfahrung noch bis Mitte des Jahres beratend zur Seite stehen. Auf die Frage hin, ob er bereits Pläne für seine anschließende Zeit im Ruhestand habe, antwortet er:

„Sicherlich habe ich mit Renteneintritt mehr Zeit, aber mir ist es wichtig, meine ehrenamtlichen Engagements weiterzuführen oder sogar noch auszubauen. Langeweile wird sicherlich nicht aufkommen, Aufgaben warten auch daheim genug auf mich.“

Mit einem Schmunzeln betonte er: „Ich habe ein kleines Büchlein mit dem treffenden Titel geschenkt bekommen: „Ich bin im Ruhestand, ich MUSS gar nichts.“

Quelle UKBS

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