Zum Jahreswechsel „vorläufig positive Bilanz“ in Dortmund und Hamm – Drei verletzte Einsatzkräfte, 65 Feuer

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Auf eine vergleichsweise „eher ruhige“ Silvesternacht blicken Polizei, Feuerwehr und Stadt Dortmund zurück. Die Polizei in Hamm zieht ein ähnliches Fazit.

In der Dortmunder Meldung nicht erwähnt wird folgende Beobachtung des WDR:

„Während auf dem Friedensplatz in Dortmund friedlich gefeiert wurde, musste die Polizei in der Nähe davon, auf dem Platz von Leeds, mehrmals einschreiten. Unter anderem beschossen sich Gruppen junger Leute gegenseitig mit Raketen, wie WDR-Reporter Michael Westerhoff beobachtete.“

Gemeinsame Pressemeldung der Polizei Dortmund, Stadt Dortmund und der Feuerwehr:

Wie auch in den vergangenen Jahren feierten in der Silvesternacht am 31. Dezember 2025 tausende Menschen im Dortmunder und Lüner Stadtgebiet weitestgehend friedlich in das Jahr 2026. Die Polizei war gemeinsam mit den Feuerwehren und den Ordnungsämtern der Städte Dortmund und Lünen mit starken Kräften an den neuralgischen Örtlichkeiten im Einsatz.

Wie bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Dortmund auf die Einrichtung von Verbotszonen für das Abbrennen von Pyrotechnik verzichtet. Mit den bereits bewährten Instrumenten wie der strategischen Fahndung, der Anpassung der Zeiten für die eingerichteten Videobeobachtungen im Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofes sowie der Brückstraße sowie der konsequenten Durchsetzung des Messertrageverbotes setzte die Polizei auch in der Silvesternacht die Strategie des hohen Kontrolldrucks fort.

Insgesamt befanden sich im Bereich vom „Platz von Leeds“ ungefähr 600 Personen. Im Bereich der Reinoldikirche feierten ca. 1000 Personen Silvester. Auf dem Friedensplatz befanden bei der zentralen Silvesterfeier ungefähr 2000 Personen.

Neben den silvestertypischen Einsätzen musste die Polizei Dortmund im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Silvesterfeierlichkeiten und -veranstaltungen 45 Platzverweise aussprechen.

Ein Polizeibeamter wurde durch einen pyrotechnischen Gegenstand an der Wade getroffen und leicht verletzt. Der Beamte verblieb im Dienst. Zur weiteren Prüfung wurde eine Strafanzeige gefertigt.

Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten im Verlauf ihrer Einsatzes jeweils ein Knalltrauma durch abgebrannte Feuerwerkskörper. Auch sie konnten ihren Dienst weiter versehen.

Bereits gegen 1 Uhr am Neujahrsmorgen verließ ein Großteil der Personen die oben genannten Örtlichkeiten und weitere Bereiche der Innenstadt.

Aus Sicht der Feuerwehr und des Rettungsdienstes verlief die Silvesternacht ebenfalls ohne größere Zwischenfälle. Die Einsatzleitstelle der Feuerwehr zählte zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ca. 40 silvesterbedingte Rettungsdiensteinsätze. Darunter fielen Verletzungen durch Feuerwerkskörper, alkoholbedingte Stürze oder Körperverletzungen aufgrund von Auseinandersetzungen.

Im gleichen Zeitraum wurden etwa 65 Feuer durch Silvesterfeuerwerk gemeldet. Überwiegend waren es brennende Mülleimer, Container oder Sträucher. Es kam zu mehreren Bränden auf Balkonen durch Feuerwerkskörper. Im Dirschauer Weg in Brünninghausen brannte ein Balkon im sechsten Obergeschoss. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnung verhindert werden.

In der Noskestraße in Scharnhorst brannte es nicht nur auf dem Balkon, sondern auch im Anschluss in der Wohnung. Drei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert.

Die Stadt Dortmund, die Feuerwehr sowie die Polizei Dortmund blicken in ihrer gemeinsamen Bilanzen auf eine eher ruhige Silvesternacht zurück.

„Sehr ruhige Silvesternacht“ für die Polizei Hamm:

In der Zeit von Mittwoch, 31.12.2025, 18 Uhr, bis Donnerstag, 01.01.2026, 6 Uhr, verzeichnete die Polizei in Hamm insgesamt 111 Einsätze (Vorjahr 123).

„Es war insgesamt eine sehr ruhige Silvesternacht, es wurde auch keine Person ins Polizeigewahrsam eingeliefert.“

In diesem Jahr waren Ruhestörungen sowie pyrotechnische Einsätze (jeweils 15) der häufigste Grund für polizeiliche Einsätze; dabei übernahm der kommunale Ordnungsdienst den Großteil der Ruhestörungen.

Eine Besonderheit waren vier Einbrüche in der Silvesternacht. Dabei wurde in der Zeit von 19.30 h bis 02.30 h in ein Einfamilienhaus auf dem Clematisweg eingebrochen. Die unbekannte Täter entwendeten dabei Bargeld, Goldschmuck sowie Fanartikel von Borussia Mönchengladbach aus einem Tresor. Ein weiterer Einbruch erfolgte in der Zeit von 19 Uhr bis 01.45 Uhr in ein Einfamilienhaus auf der Von-Thünen-Straße. Dabei hebelten die Unbekannten ein Fenster im Obergeschoss auf und durchsuchten die Wohnung. Sie brachen einen Stahltresor im Erdgeschoß auf, woraus sie Bargeld entwendeten.

Quellen: Polizeipressestellen Dortmund und Hamm

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