„Hätten die Saatkrähen in der Feldflur ausreichend Nahrung und Lebensraum, würden sie wohl seltener in die Stadt ausweichen.“
Im Zusammenhang mit den Klagen über die rasant wachsende Saatkrähenpopulation im Kreis Unna (wie berichtet, fordern vor allem Kreis- und Stadt-SPD Unna Maßnahmen im Sinne der belasteten Anwohner) erklären die Grünen im Kreistag einen anderen Ansatz für viel sinnvoller. Sie fordern eine „längst überfällige“ Neuaufstellung des Landschaftsplans im Kreis Unna.
Die Kreis-Grünen kritisieren in einer Pressemitteilung die „Verweigerungshaltung“ der Mehrheit im Kreistag Unna, eine Neuaufstellung des Landschaftsplanes vertieft zu prüfen. Angeregt wurde eine grundlegende Überarbeitung des über 40 Jahre alten Planwerks aus der Bürgerschaft.
„Es ist längst an der Zeit, die Planungsgrundlagen zu aktualisieren und umfassend neu zu bewerten“, so Eckhard Kneisel, Grüner Vorsitzender des Ausschusses für Natur, Umwelt und Klima.
Ein besonderes Anliegen war die Schaffung von zusätzlichen Naturwaldparzellen im Kreisgebiet, um die Artenvielfalt zu sichern. „Hierzu wurden bereits im Jahr 2020 Flächenziele im Rahmen der europäischen Biodiversitätsstrategie aufgestellt, denen sich auch der Kreis Unna nicht verschließen sollte. Wie wichtig die Waldentwicklung ist, zeigt auch das neue Klimaschutzkonzept der Bundesregierung. Darin wird dem Wald als CO2-Speicher eine Schlüsselrolle in der Klimapolitik zugewiesen.
Diese Aufgabe kann der Wald aber nur erfüllen, wenn er hitzeresistent umgebaut wird und wenn in waldarmen Gegenden, wie im Kreis Unna, der Waldanteil spürbar erhöht wird.“
Neben dem Wald gibt es für die Grünen zahlreiche weitere Naturschutzthemen, die neue Impulse erfordern. Zu nennen sind beispielsweise eine stärkere Vernetzung von Biotopen, ein besserer Schutz von Engstellen in regionalen Grünzügen und von klimatisch bedeutsamen Frischluftschneisen sowie die Anreicherung ausgeräumter Agrarlandschaften mit Hecken, Obstwiesen und Kleingewässern.
„Ein Beispiel dafür, wie sehr Mensch und Natur zusammenhängen, liefern die Saatkrähen: Hätten sie in der Feldflur ausreichend Nahrung und Lebensraum, würden sie wohl seltener in die Stadt ausweichen.
Denn letztlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der ökologischen Leistungsfähigkeit einer Landschaft und den Umweltbelastungen in den urbanen Räumen. Ein gesundes Leben in unseren Städten und Dörfern ist untrennbar verbunden mit einer intakten Landschaft im Umfeld!“
Quelle Grüne Kreis Unna





































Unsinn.
Die Krähen fliegen jeden Tag über unser Haus von der Platanenallee in das Naturschutzgebiet Uelzener Heide / Mühlhauser Mark.
Luftlinie etwa 2 km.
Dort finden sie auch Ackerflächen.
Zum Brüten bevorzugen sie dort gar nix.