„Eierhaus“ statt CDU-Stadtverband Kamen: Google Maps rund um Ostern mit „CDU Eierhaus“ manipuliert – Unna bisher verschont

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Screenshot: Google Maps. Die Suche nach der CDU Kamen führt zur CDU Eierhaus. Der Standort wird korrekt angezeigt.

„Eierhaus“ statt CDU Kamen oder Menden. Wer seit Mittwoch auf Google Maps nach Geschäftsstellen der CDU sucht, findet in zahlreichen Fällen die Bezeichnung „CDU Eierhaus“.

So auch bei der Suche nach dem CDU-Stadtverband Kamen oder Menden. Die Bilder der Geschäftsstellen tauchen korrekt dazu auf. Unna blieb bisher verschont.

Was ist da passiert?

CDU Eierhaus statt CDU Menden.

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Die erste Vermutung war: Es handelt sich um einen verspäteten Oster-Gag. Es steckt jedoch offenbar zusätzlich ein Protest gegen die Bundes-CDU dahinter, berichtet der WDR.

Auf dem sozialen Netzwerk des Meta-Konzerns Threads findet sich demnach ein Bekennerschreiben eines Users namens „saftsackbeats“. Er oder sie schrieb dort am Dienstag (7. April) wörtlich:

„Lieber Friedrich, Da du dich öffentlich dazu geäußert hast, dass die Leute ruhig so viel demonstrieren können, wie sie wollen, habe ich dich beim Wort genommen. Immer mehr Standorte der CDU heißen von nun an ‚CDU Eierhaus‘. Da inhaltlich nichts relevantes gelöscht wird, entsteht euch hierdurch keinerlei finanzieller Schaden.

Dies ist eine Demonstration gegen deine mutmaßlich menschenrechtsverachtenden Statements und Vorhaben. Kussi Dein Safti“

Neben der österlichen Symbolik der Google Maps-Manipulation nennen überörtliche Medien noch einen weiteren – ziemlich vulgären – Anknüpfungspunkt: Ein 18-Jähriger hielt im März bei einer Schülerdemo gegen die Wehrpflicht ein Plakat hoch, auf dem stand „Merz leck Eier“. Die Polizei beschlagnahmte das Plakat und leitetete Ermittlungen wegen Verdachts von Verleumdung und übler Nachrede ein.

Es folgte eine hitzige Debatte zum Thema Meinungsfreiheit. Die Domain „leck-meine-eier.de“ wurde auf die Biografieseite des Bundeskanzlers weitergeleitet.

Wie funktioniert eine solche Manipulation?

Laut der Google-KI basiert Google Maps auf Nutzerbeiträgen. „Sie können Inhalte offiziell bearbeiten oder korrigieren, wenn Informationen veraltet sind:

Über die Funktion ‚Daten- oder Inhaltsfehler melden‘ können Sie falsche Geschäftsnamen, Adressen oder Straßensperrungen zur Überprüfung einreichen.“

Diese Überprüfung scheint in dem vorliegenden Fall nicht geklappt zu haben. Das absichtliche Fälschen von Daten kann, so schreibt es die KI, „gegen die Nutzungsbedingungen von Google verstoßen und bei Apps wie Spielen zur Sperrung des Kontos führen“.

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