Karfreitag: Was für gläubige Christen ein hoher Feiertag ist, der an das Leiden und Sterben von Jesus Christus erinnert, bezeichnet als „Car-Friday“ für andere den inoffiziellen Saisonauftakt der sogenannten „Tuning-Szene“, erläutert die Dortmunder Polizei.
„Die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr genießt in Nordrhein-Westfalen höchste Priorität. Daher fährt die Polizei gegen Menschen, die sich im Straßenverkehr rücksichtslos verhalten und den Verkehrsraum für ihre Zwecke missbrauchen, eine „Null-Toleranz-Strategie“.“
Wie bereits in den vergangenen Jahren führte der Tag auch am 3. April 2026 zu einem Großeinsatz der Stadt und der Polizei in Dortmund. Im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Rot für Raser“ wurden konzertierte Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung der Raser-, Poser- und illegalen Tuningszene in der Innenstadt durchgeführt.
Zusammen mit dem Ordnungsdienstes und der Verkehrsüberwachung kontrollierten die Beamten mit Fokus auf dem Wallring.
Bei mobilen Kontrollen und an drei festen Kontrollstellen am Ostwall, Königswall sowie der Hörder Straße nahmen die Einsatzkräfte 112 Fahrzeuge und 245 Personen in Augenschein.
Zudem waren auch drei Messfahrzeuge (zwei der Verkehrsüberwachung, eins von der Polizei) an acht verschiedenen Messstellen im Einsatz, die 5.344 Fahrzeuge gemessen haben.
Dabei stellten sie im Ergebnis 450 Verkehrsverstöße fest (283 Verkehrsüberwachung, 167 Polizei). Den „Tagessieger“ erwischten die Einsatzkräfte der Verkehrsüberwachung mit 72 km/h bei erlaubten 30 km/h. Ein 54-jähriger Mann aus Hagen hatte statt 70 km/h satte 105 km/h auf dem Tacho.
Der Fahrer eines weiteren Autos musste seine Fahrt vor Ort einstellen, da er unter offensichtlich unter Alkohol fuhr. Drei weitere Fahrer mussten an Ort und Stelle ihre Führerscheine abgeben, da sie im Verdacht standen, an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen nach § 315d des Strafgesetzbuches teilgenommen zu haben.
In Summe stellten die Kräfte fünf Ordnungswidrigkeiten an Fahrzeugen wegen technischer Mängel fest. Zwei Autos stellten sie sicher, um ein entsprechendes Gutachten erstellen zu lassen. Darüber hinaus ahndeten sie 61 sonstige Verstöße wegen unter anderen Rotlichtfahrten, Verstößen gegen die Gurtpflicht oder der Missachtung der Vorfahrtsregelungen.
Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes leiteten 54 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, darunter 16 StVO- und 8 Drogenverstöße, 3 Ruhestörungen und zweimal Abgabe von Tabakwaren und Lachgas an Jugendliche. In vier Fällen wurden die Erziehungsberechtigten benachrichtigt.
Ein Polizeisprecher stellt abschließend fest:
„Im letzten Jahr stellte die Polizei in ganz NRW 2384 verbotene Kraftfahrzeugrennen fest, von denen die meisten im innerstädtischen Bereich stattfanden.
Der öffentliche Verkehrsraum und seine Straßen sind keine Rennstrecken und keine Schauplätze für ein Kräftemessen oder zur Selbstinszenierungen.
Die Stadt Dortmund und die Polizei Dortmund gehen daher auch unabhängig vom „Car-Friday“ ganzjährig konsequent gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene vor.“




































