Videobeobachtung am Dortmunder Bahnhof: „Leichter Rückgang an Straftaten“ – Körperverletzungen haben jedoch noch zugenommen

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Videobeobachtungscontainer - Quelle Polizei DO

Die Polizei Dortmund stellt im Bereich des Vorplatzes des Hauptbahnhofes einen „leichten Rückgang an Straftaten“ fest. Die Videobeobachtung werde daher um ein Jahr verlängert, „um die erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung dort fortzusetzen“.

Erst sehr weit hinten in der Pressemitteilung wird allerdings erwähnt, dass gerade die schweren Straftaten, bei denen Menschen verletzt wurden, nicht abgenommen, sonern ganz im Gegenteil noch zugenommen haben.

Seit genau einem Jahr, dem 21. März 2025, steht auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes ein Container mit Videotechnik, mit dem die Polizei Dortmund den dortigen Bereich, den Platz der Deutschen Einheit, die Freitreppe und Teile der Katharinenstraße einsehen kann. Dies erfolgt zu festgelegten Zeiten oder anlassbezogen.

Die Bilder werden live bei der Leitstelle eingespielt. An den Monitoren sitzen speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Geschehen beobachten. Bei verdächtigen Handlungen informieren sie Einsatzkräfte, die in unmittelbarer Nähe bereitstehen, um einschreiten zu können.

Nach einem Jahr zieht die Polizei Dortmund nun ein erstes Resümee:

„Seit dem vierten Quartal 2025 wird ein stetiger Rückgang der Deliktszahlen festgestellt. Diese positive kriminalstatistische Entwicklung lässt sich zwar im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund bilanzieren (PKS 2025: -5.4%), fällt aber mit -29.64% für den videobeobachteten Bereich besonders hoch aus (01.03.25 bis 28.02.26: 273 Delikte im Vergleich zu 01.03.24 bis 28.02.25: 388 Straftaten gemäß Eingangsstatistik).

„Auffällig ist, dass insbesondere weniger Eigentumsdelikte festgestellt wurden. Negativ ist die Entwicklung lediglich bei den Körperverletzungsdelikten (+7,45%).“

Was nun allerdings bedeutet: Diebstähle (ohne Personenschäden) sind zurückgegangen, die gravierenderen Straftaten haben aber ganz im Gegenteil noch zugenommen.

Das vertieft der Behördenleiter in Vertretung Achim Stankowitz nicht. Er lässt sich ganz im Stil seines Vorgängers Gregor Lange (SPD) optimitisch wie folgt zitieren:

„Die Entwicklung in dem Bereich des Bahnhofsumfeldes ist auf einem guten Wege. Sie ist das Ergebnis mannigfaltiger Anstrengungen wie dem steten Einsatz unserer PK-Fokus-Kräfte oder den gemeinsamen Schwerpunktkontrollen SiBB – Sicherheit in Bus und Bahn – zusammen mit unseren Kooperationspartnern von Bundespolizei, Stadt Dortmund und der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21). Von zentraler Wichtigkeit in diesem Sicherheitskonzept ist hier die polizeiliche Videobeobachtung. Um die bisherigen Erfolge zu verstetigen habe ich daher die Fortsetzung der Videobeobachtung angeordnet.“

Weitere Informationen finden Sie hier: https://dortmund.polizei.nrw/polizeiliche-videobeobachtung-in-dortmund

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