Rund 17.400 pflegebedürftige Menschen im Kreis Unna werden laut einer Auswertung des Landesbetriebs Information und Technik NRW zu Hause ohne Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes gepflegt.
Damit sie das Pflegegeld in voller Höhe dauerhaft erhalten, müssen sie sich regelmäßig von einer qualifizierten Pflegefachperson beraten las-
sen.
Um die Suche nach Ansprechpartnern für diese verpflichtenden Beratungsgespräche zu erleichtern, hat die AOK jetzt ihren Pflegenavigator um Anbieter von Beratungsbesuchen erweitert. Für Westfalen-Lippe weist das Portal über 2000 Anbieter aus.
„Die Beratungsbesuche finden in der Regel in der häuslichen Umgebung statt, können aber nach dem ersten Besuch zu Hause auch per Videokonferenz durchgeführt werden.
Im Online-Portal unter www.aok.de/pflegebera-
tungssuche werden nach Eingabe der Postleitzahl ambulante Pflegedienste
oder anerkannte Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz in der Nähe angezeigt, die diese Besuche durchführen.
Mit der aktuellen Pflegegesetzgebung, die
zum 1. Januar in Kraft getreten ist, werden die verpflichtenden Beratungsbesuche auch für die Pflegegrade 4 und 5 auf den halbjährlichen Rhythmus
umgestellt.
Kürzung des Pflegegeldes vermeiden
Anbieter der Beratungsbesuche können ambulante Pflegedienste, unabhängige Beratungsstellen, von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachpersonen
oder von den Kommunen beauftragte Beraterinnen und Berater sein. Sie alle müssen über die erforderlichen Kompetenzen im Bereich Pflege verfügen.
Die AOK und die anderen Pflegekassen rechnen die Kosten für die Beratung direkt mit dem Pflegedienst oder der anerkannten Beratungsstelle ab. Die Pfle-
gebedürftigen müssen also weder Vorauszahlungen leisten noch eine Rechnung
bezahlen.
Wer die Beratungen allerdings nicht in den vorgegebenen Intervallen wahrnimmt, riskiert eine Kürzung oder Streichung des Pflegegeldes.
Pflegedienste und Pflegeheime im Überblick
Der Navigator hilft nicht nur bei der Suche nach Beratungs-Anbietenden, son-
dern bietet auch Informationen über geeignete Pflegedienste oder Pflegeheime
in der Umgebung. Zudem sind darin Einrichtungen für die Tages- und Nacht-
pflege sowie Anbieter von Kurzzeitpflege verzeichnet. Neben den Prüfergebnis-
sen zur Qualität von 1.738 Pflegediensten und 1.091 Pflegeheimen in Westfalen-
Lippe ermöglicht er auch einen Vergleich der Kosten der einzelnen Einrichtun-
gen. Zum Pflegenavigator der AOK: www.aok.de/pflegenavigator
Regelmäßige Beratungseinsätze sind für die 17.379 Pflegegeldbeziehenden
im Kreis Unna gesetzlich vorgeschrieben. Nur dann ist eine kontinuierliche Zah-
lung des Pflegegeldes sichergestellt. Foto: AOK/Colourbox/hfr.



































