
Die WfU-Ratsfraktion Unna bekräftigt ihren Antrag, dass die Stadtverwaltung ein regelmäßiges Dialogformat zwischen Kommunalpolitik, Verwaltung und jungen Menschen etabliert.
Sie erwartet nun die politische Beratung im zuständigen Fachausschuss. Nach aktuellem Stand solle der Antrag wahrscheinlich am 11. März im Schulausschuss behandelt werden.
„Der Antrag liegt der Verwaltung bereits seit rund einem halben Jahr vor“, erinnert Wir für Unna. Sie begrüße daher, dass nun endlich eine Beratung in Aussicht stehr, sieht die lange Verfahrensdauer jedoch weiterhin kritisch.
Die WfU-Fraktion wunscht sich eine neue Dialogveranstaltung, die zweimal im Jahr unter Schirmherrschaft der Stadt durchgeführt wird.
„Ziel ist ein direkter, offener Austausch zwischen Ratsmitgliedern und Fraktionen, der Verwaltungsspitze sowie Schülerinnen und Schülern beziehungsweise deren Vertretungen“, erläutert WfU. „Die Veranstaltung soll in einem geeigneten öffentlichen Rahmen – etwa in der Stadthalle oder wechselweise in Schulaulen – stattfinden und jungen Menschen eine kontinuierliche Plattform zur Mitwirkung bieten.“
„Wir erwarten, dass unser Antrag nun endlich politisch beraten wird. Sechs Monate ohne Einbringung in die Gremien sind ein ungewöhnlich langer Zeitraum“, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Sven Arnt.
Die Stadtverwaltung selbst stellte vorige Woche ein eigenes Beteiligungsprojekt vor. Es nennt sich „Limo in der Limo“ und ist als niedrigschwelliges Gesprächsformat für junge Menschen gedacht.
„Das Projekt ist gut, denn es kann junge Menschen an kommunalpolitische Themen heranführen und Beteiligung erlebbar machen“, erkennt Sven Arnt an. Jedoch:
„Wir hoffen ausdrücklich, dass wir in der Ausschussberatung nicht erneut aufgefordert werden, unseren Antrag zurückzuziehen, nur weil die Verwaltung inzwischen ein ähnliches Format auf den Weg gebracht hat.
Initiativen aus der Mitte des Rates müssen unabhängig davon beraten und entschieden werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass ein Antrag durch ein verwaltungsseitiges Projekt faktisch erledigt wird, ohne dass der Rat darüber befindet.“
WfU betont, was sie in ihrem Antrag möchte: ein dauerhaftes, institutionalisiertes Dialogformat unter offizieller Schirmherrschaft der Stadt, das regelmäßig stattfindet und allen Schulen sowie Jugendvertretungen offensteht. Ziel sei es, Beteiligung nicht nur projektbezogen, sondern verlässlich und dauerhaft zu verankern.
„Jugendbeteiligung lebt von Kontinuität und Verbindlichkeit. Kreative Projekte wie „Limo in der Limo“ sind ein guter Anfang, sie ersetzen jedoch kein dauerhaftes Dialogforum zwischen Jugend, Politik und Verwaltung. Wir setzen daher auf eine sachliche Beratung unseres Antrags am 11. März“, so Arnt.
„Limo in der Limo“:
Unter dem Titel „Limo in der Limo – Einsteigen. Mitreden.“ bietet das Kinder- und Jugendbüro nach den Osterferien ein neues Dialogformat zwischen jungen Menschen und Kommunalpolitikern.
Eine Stretchlimousine wird als mobiler Gesprächsraum genutzt. Bei Limonade und Snacks können Kinder und Jugendliche direkt mit politischen Vertretern ins Gespräch kommen. Ziel ist es, Beteiligung dort stattfinden zu lassen, wo junge Menschen unterwegs sind: auf Schulhöfen, an Bolzplätzen oder in Parks.
Zur inhaltlichen Vorbereitung bietet das Kinder- und Jugendbüro Workshops an, in denen die Jugendlichen gemeinsam ihre Themen und Fragen entwickeln. Der Unnaer Filmemacher Felix Eller dokumentiert die Gespräche und Eindrücke und fertigt daraus eine Dokumentation, die zum Abschluss öffentlich präsentiert werden soll.
Finanziert wird das Projekt durch das Programm „Partizipation und Demokratie fördern“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Interessierte Kinder und Jugendliche, die mit einer Kleingruppe teilnehmen möchten, können sich melden bei Miguel Grosch vom Kinder- und Jugendbüro, Tel. (0151) 50427662, E-Mail miguel.grosch@stadt-unna.de.
Quellen: Pressemitteilungen WfU und Stadt Unna


































