„Telefonieren Sie bitte leiser“ – Fahrgast in Stadtbahn sticht mit Klappmesser zu – Nach Zeugenhinweis ermittelt

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DSW21 Stadtbahn, Quelle DSW

Auf die Bitte, nicht das gesamte Bahnabteil mit seinem Telefongespräch zu beschallen, reagierte ein U-Bahn-Passagier am späten Mittwochabend (11. Februar) in Dortmund äußerst ungehalten. Er wurde kurz darauf ermittelt.

Gegen 22:25 Uhr fuhr ein 46-jähriger Dortmunder gemeinsam mit wenigen weiteren Fahrgästen in einer Stadtbahn der Linie U42 (Grevel – Hombruch). Im selben Abteil telefonierte ein Mann lautstark mit seinem Mobiltelefon.

Der 46-Jährige sprach ihn darauf an, worauf sich zunächst ein verbaler Streit entwickelte. In Höhe der Bornstraße wurde der laute Fremde handgreiflich und stach seinem Gegenüber mit einem spitzen Gegenstand, vermutlich ein Klappmesser, in den Nacken.

An der Haltestelle „Glückaufstraße“ verließ der Tatverdächtige die Bahn und flüchtete in Richtung Süden. Rettungskräfte versorgten den Verletzten an der nächsten Haltestelle und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Der Mann konnte nach ambulanter Behandlung entlassen werden.

+++ Update am Freitagmittag, 13. 2.:

Nach dem Zeugenaufruf meldete sich ein Hinweisgeber aufgrund der veröffentlichten Personenbeschreibung bei der Polizei. Am Donnerstag (12.2.) erkannte der Zeuge den Tatverdächtigen an der Haltestelle Altenderner Straße in einem Bus wieder und informierte umgehend die Polizei.

Einsatzkräfte trafen den Mann kurz darauf an. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten das mutmaßliche Tatmesser. Gegen den Mann lag zudem ein Haftbefehl wegen Wohnungseinbruchs vor.

In einer ersten Einlassung gab der Mann zu, an dem Vorfall in der U-Bahn beteiligt gewesen zu sein.

Entgegen der sonst meist geübten Praxis der Polizei Dortmund nennt Pressesprecher Gunnar Wortmann in diesem Fall die Herkunft des mutmaßlichen Gewalttäters:

„Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 25-jährigen, in Dortmund gemeldeten Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit.“

Die Beamten brachten ihn in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle Polizei DO

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