Nach einem massiven körperlichen Angriff am 14. August 2025 im Bereich der Haltestelle Eichwaldstraße am Wickeder Hellweg haben Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund die mutmaßlichen Täter ermittelt.
Sie sind alle jung, zum Teil erst seit Kurzem strafmündig.
„Durch die akribische Auswertung digitaler Beweismittel konnten insgesamt sechs Tatverdächtige identifiziert und festgenommen werden“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag Mittag (5. 2.) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
Ein siebter Tatverdächtiger stellte sich freiwillig der Polizei.
Ein Haftrichter schickte auf Antrag der Staatsanwaltschaft sechs der jungen Männer in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Verdacht des gemeinschaftlich versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Einen Haftbefehl gegen einen Gehilfen der Tat setzte der Richter gegen strenge Auflagen außer Vollzug. Einem weiteren Täter kann nur eine gefährliche Körperverletzung nachgewiesen werden, so dass gegen ihn kein Haftbefehl beantragt wurde.
Rückblick:
Am Tattag kam es im Bereich der Haltestelle zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Eine etwa zehnköpfige Tätergruppe griff eine andere Personengruppe unvermittelt an.
Die Täter sprühten mit Pfefferspray, schlugen und traten auf ihre Kontrahenten aus der anderen Gruppe ein.
Im Zuge der Ermittlungen in einem anderen Verfahren erlangte die Polizei ein Tatvideo.
„Die Auswertung der Aufnahmen durch die Mordkommission offenbarte eine immense rohe Gewaltausübung“,
schildert der Polizeisprecher.
Die Bilder dokumentieren „gezielte Schläge und insbesondere Tritte sowie andere Gewalteinwirkungen“ gegen die Köpfe der Opfer.
Aufgrund der potenziellen Lebensgefahr durch diese hemmungslose Gewaltexplosion stufte die Staatsanwaltschaft die Attacke rechtlich als versuchtes Tötungsdelikt ein.
In einer koordinierten Aktion vollstreckten die Einsatzkräfte am 03.12.2025, 14.01.2026 und am 29.01.2026 insgesamt sieben Durchsuchungsbeschlüsse im Dortmunder Stadtgebiet. Im Rahmen der Durchsuchungen bei den tatverdächtigen jungen Männern im Alter zwischen 15 und 20 Jahren wurdenTatkleidung, Mobiltelefone sowie Tatmittel als Beweise gesichert.
Ein Polizeisprecher betont:
„Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft und verdeutlicht, dass die Auswertung digitaler Tatortspuren ein wesentlicher Baustein bei der Verfolgung von Gewaltstraftaten ist.“
Quelle Polizei Dortmund



































