Außer Rand und Band gebärdete sich ein entwichener Strafgefangener, den Bundespolizisten am Donnerstag (22. 1.) im Dortmunder Hauptbahnhof erwischten. Er trat und spuckte um sich und biss einen Beamten nach Leibeskräften in die Wade.
Gegen 21:15 Uhr unterzogen Einsatzkräfte den obdachlosen Polen einer Personenkontrolle und stellten fest, dass er per Haftbefehl gesucht wurde. Der 38-Jährige war nach einem genehmigten Freigang nicht in die Vollzugsanstalt zurückgekehrt, in der er inhaftiert war.
Der Wohnungslose wurde vor Ort festgenommen und zur Wache gebracht. Zur Durchsuchung sollte er in den Gewahrsamsbereich der Wache verbracht werden. Damit zeigte sich der Pole absolut nicht einverstanden, baute sich bedrohlich vor den Einsatzkräften auf, beleidigte sie und drohte ihnen sowie ihren Familien mit dem Tod.
Auch der Aufforderung, seinen Fingerschmuck abzulegen, kam der Mann nicht nach, sodass die Durchsuchung unter Einsatz von körperlichem Zwang erfolgte. Hierzu wurde der Aggressor zu Boden gebracht und mit Handschellen fixiert.
Dabei spuckte und trat der 38-Jährige um sich und verbiss sich im Anschluss so kräftig in die Wade eines Beamten, dass sein Kiefer nur unter körperlichem Zwang vom Bein des Polizisten gelöst werden konnte.
Anschließend wurde der Verurteilte an Händen und Füßen gefesselt. Zudem wurde ihm eine Spuckschutzhaube aufgesetzt, um das Beißen und Spucken zu verhindern.
Nachdem er sich beruhigt hatte, schwieg er sich aus. Auch einen Atemalkoholtest lehnte er mehrfach ab.
Unter weiterhin starkem Widerstand wurde er schlussendlich zurück in die zuständige Justizvollzugsanstalt gefahren, Der verletzte Beamte setzte seinen Dienst fort.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung, Widerstand gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.
Quelle Bundespolizei DO



































