Eigenverantwortliche Mobilität von Schülern sinkt insgesamt – CDU Kamen fordert Lösungen für sicheren Schulverkehr

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Symbolbild Elterntaxis, hier das Elterntaxi-Schild an der Gesamtschule Fröndenberg. Quelle RB

Busse, Elterntaxis und sonstiger Individualverkehr begegnen sich auf engem Raum, und immer mehr Schüler werden von ihren Eltern gebracht.

Die Kamener CDU-Fraktion drängt auf zügige Lösungen für sicheren Schulverkehr. Sie verweist auf die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung 2024 der Stadt Kamen, die zeigen, dass die eigenverantwortliche Mobilität von Schülern insgesamt abnimmt.

„Das ist ein Alarmsignal“, warnt die zweitgrößte Ratsfraktion.

„Wenn Jugendliche mit zunehmendem Alter wieder häufiger mit dem Auto zur Schule gebracht werden, müssen wir die Rahmenbedingungen hinterfragen.“

Für den Mobilitäts- und Verkehrsausschuss am 3. Februar bringt die CDU einen Antrag zur Verkehrssituation an Kamener Schulen ein. Hintergrund sind die seit Jahren bekannten Probleme durch erhöhten Bring- und Holverkehr zu Unterrichtsbeginn und -ende.

Besonders kritisch sieht die CDU die Situation an einzelnen Schulstandorten, an denen sich Busverkehr, Elterntaxis und sonstiger Individualverkehr auf engem Raum begegnen. Bereits im Mai 2024 war das Thema öffentlich diskutiert worden, im Juni 2024 hatte sich auch der Schul- und Sportausschuss mit der Problematik befasst.

„Seit eineinhalb Jahren wird über die Problematik gesprochen – jetzt ist es an der Zeit, dass belastbare Vorschläge auf dem Tisch liegen“, betont Rainer Fuhrmann, stellv. Vorsitzender des Verkehrsausschusses. „Gerade der Schulverkehr ist ein sensibles Thema. Unübersichtliche Situationen, haltende Fahrzeuge in engen Straßen und hohes Verkehrsaufkommen gefährden Kinder. Wir erwarten von der Verwaltung klare Aussagen dazu, welche Gespräche geführt wurden und welche Lösungen realistisch umsetzbar sind. Nach dieser langen Zeit erwarten wir, dass Bewegung in die Sache kommt.“

Quelle CDU-Fraktion Kamen

2 KOMMENTARE

  1. Die modernen Eltern sind offensichtlich hochgradig verwirrt. Ständig hört man, der Schulweg sei so enorm gefährlich geworden.

    Nein. Ist er nicht. Öffentlicher Verkehr wird immer sicherer, es gibt immer weniger Tote und Verletzte. Politiker permanent Grenzwerte (Geschwindigkeitsbegrenzungen, geplante Verletzte/Tote pro Jahr) heruntersetzen und dann bei Überschreitung kreischen, um den Spannungsbogen und Macht zu erhalten, sollte dies selbst von mäßig intelligenten Eltern durchschaut werden.

    Kinder werden zur Faulheit und Unselbstständigkeit erzogen.

    • Ich bin auch kein Freund von Elterntaxis aber käme niemals auf die Idee fremden Menschen vorzuschreiben wie ihre Kinder zur Schule kommen.
      Geschweige denn sie pauschal und undifferenziert herabzuwürdigen.
      Was ist das für ein kranker Zeitgeist?

      Ich kenne überwiegend sportliche oder intelligente Kinder die von ihren Eltern zur Schule gebracht oder abgeholt werden. Oder Eltern, deren Kinder halt nicht ihre Zeit in unzuverlässige überfüllte Schulbusse zwischen teils gestörte und smartphonegeprägte Gleichaltrige ihre Zeit verbringen sollen. Jeder vierte Jugendliche hat inzwischen psychische Störungen. Kamen ist auch kein beschauliches Dorf sondern liegt im abgehängten Norden des Ruhrpotts.

      Die Stadt sollte dem Wunsch ihrer Steuerzahler entsprechend intelligentere Stop and Go Lösungen für die Autos einrichten und einen zuverlässigen ÖPNV.

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