
Die Stadt Unna entfernt im südlichen Innenstadtbereich zehn weitere Stellplätze, um sie zu entsiegeln und einen Blühstreifen anzulegen. Dies geschehe im Einvernehmen mit den Anwohnern, vermeldet das Ratshaus in einer Pressemitteilung vom Donnerstag (20. 11.).
Es handelt sich um einen Bereich an der Gerichtsstraße. Dort begann die Stadt am Montag mit der Vergrößerung von Baumscheiben.
„Viele Baumstandorte im innerstädtischen Straßenraum wurden in den vergangenen Jahrzehnten zu klein angelegt. Dadurch ist die langfristige Entwicklung der Stadtbäume gefährdet, deren Standfestigkeit auch durch den fortschreitenden Klimawandel gefährdet wird“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.
Nach aktuellen technischen Standards sollten Baumscheiben deshalb mindestens vier Quadratmeter groß sein, um Stadtbäumen ausreichend Raum zu bieten. Zu kleine Standorte führen häufig zu Schädigungen und Verlusten, die durch die jetzige Maßnahme vermieden werden sollen.
„Durch die Entsiegelung entsteht mehr aufnahmefähiger Boden, in dem Regenwasser vor Ort versickern kann. Das entlastet die Mischwasserkanalisation und verbessert gleichzeitig die Wasserversorgung der Bäume. Auch das Stadtklima profitiert: Begrünte Flächen heizen sich im Sommer weniger auf und erhöhen durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit“, zählt die Verwaltung die Vorteile auf.
Die versiegelte Fläche zwischen der Einmündung Hertingerstraße und der Hausnummer 7 wurde bislang für rund 10 Stellplätze genutzt, darunter ein ausgewiesener Behindertenparkplatz. Dazu erklärt die Stadt:
„Mit den Anwohnern wurden vorab Gespräche geführt. Da ihnen ausreichend Parkraum auf den Grundstücken sowie auf der Südseite der Straße zur Verfügung steht, können die Stellplätze, auf denen in der Vergangenheit viele Autos mit ortsfremden Kennzeichen zu sehen waren, entfallen.“
Der Behindertenparkplatz bleibe erhalten und werde innerhalb des Bereichs verlegt. Die Einfahrten zu den Grundstücken sowie bestehende Einbauten wie Verkehrszeichen oder Leuchten sind von der Maßnahme nicht betroffen.
Die freiwerdenden Flächen werden mit Hochborden gegen Befahren gesichert, der Untergrund wird – sofern erforderlich – für bessere Wasserdurchlässigkeit vorbereitet und anschließend mit Vegetationssubstrat aufgefüllt.
Eine zusätzliche Bepflanzung mit neuen Bäumen ist nicht vorgesehen, da Jungbäume unter dem Schatten alter Bäume kaum ausreichend Licht erhalten würden. Im Frühjahr wird zudem eine Blühwiesenmischung eingesät.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund zwei Wochen und werden von der Firma Skalski Gartengestaltung ausgeführt. Die Kosten der Maßnahme liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich.
Quelle PM Stadt Unna




































Gute Maßnahme für Umwelt und Verkehrswende! Da werden sich die Gewohnheits-Dauerparker einen neuen Stammplatz suchen -und bezahlen- müssen. Vermutlich wird jetzt von vereinzelten Mitbürgern das Ende der Einkaufsstadt Unna aufgrund der wegfallenden Parkmöglichkeiten an die Wand gemalt. Tatsache ist, dass es in Unna genügend Parkplätze gibt und es nicht einzusehen ist, dass die unmittelbar an die Innenstadt angrenzenden Wohnbereiche unter den „Gebührenflüchtlingen“ leiden sollen. Jetzt noch eine ordentliche Bewirtschaftung der Restparkplätze und das überaus großzügige Angebot der Stadt zum Parken in Parkhäusern -für Anwohner und hier arbeitende Menschen- wird endlich mal angenommen. Bleibt zu hoffen, dass dieses „Projekt“ in ähnlicher Weise auch in anderen Wohnstraßen umgesetzt wird.
Der grundsätzliche Ansatz ist nachvollziehbar, dennoch bleiben für mich einige Aussagen schwer einzuordnen.
Vor allem interessiert mich, wie Sie persönlich die Unnaer Innenstadt erreichen, insbesondere wenn es um größere Einkäufe geht. Nutzen Sie dafür den ÖPNV, das Auto oder gehen Sie zu Fuß?
Sollten Sie mit dem Auto fahren, würde mich zudem Ihre Einschätzung zu den Parkhausgebühren interessieren – auch im Vergleich zu anderen (Groß-)Städten in denen ähnliche Parktarife gelten. Wie bewerten Sie diese im Verhältnis zum Einzelhandelsangebot in Unna?
Viele Autos mit „Ortsfremden Kennzeichen“ waren da zu sehen.
Uii. Die passen natürlich auch nicht in das Stadtbild.
Wie können es sich mutmaßlich „ortsfremde“ Menschen erdreisten, ihr Auto einfach in Unna auf einem Parkplatz abzustellen? Weg mit dem Parkplatz, soll der Ortsfremde doch in seiner eigenen Stadt arbeiten oder Besorgungen nachkommen.
Oder jeden Tag für acht Stunden Parkgebühren in Unna zahlen und sich überlegen, ob er dann mit Bürgergeld finanziell nicht besser dastehen würde als mit der Tätigkeit, die er da in Unna ausübt…
Zitat Herbert: „Da werden sich die Gewohnheits-Dauerparker einen neuen Stammplatz suchen…müssen“
Von Dauerparkern ist in dem Bericht überhaupt keine Rede, das hat der Herbert sich aus den Fingern gesogen.
Zitat Herbert: „…dass die unmittelbar an die Innenstadt angrenzenden Wohnbereiche unter den „Gebührenflüchtlingen“ leiden sollen“.
Keiner hat gelitten, da die Anwohner die Plätze, nach eigenen Angaben, gar nicht brauchen,
Da waren Parkplätze täglich belegt und die Anwohner haben offenbar kein Problem damit gehabt, da sie ja, nach eigenen Angaben, noch genug Parkraum für sich hatten.
Also war gar kein Handlungsbedarf für irgendetwas da, die Baumgeschichte ist offensichtlich nur vorgeschoben, ansonsten müßte das ab jetzt überall so gemacht werden und die „ortsfremden“ Fremdparker hätten gar nicht erwähnt werden müssen. Also hat man die Gelegenheit genutzt und wieder Parkraum abgebaut, weil dort kein organisierter Widerstand zu erwarten war.
Da sind wir mal gespannt, ob demnächst „auf der Südseite“ für die Anwohner noch genug Parkraum übrig ist. Dafür müssen sie dann vermutlich künftig Anwohnerparkausweise kaufen, sonst wechseln auch die „Ortsfremden“ auf die Südseite.
Wobei die „Ortsfremden Kennzeichen“ durchaus auch auf Fahrzeugen aus dem Kreis Unna pappen können, da ein Kennzeichen bei Umzug oder Halterwechsel weiterverwendet werden kann, siehe auch: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/kfz-zulassung/kennzeichen-mitnehmen/.
Da wird nun also richtig Steuergeld verbraten, um wieder Parkraum abzubauen.
Nochmal und ohne Polemik! Es gibt in Unna ausreichend relativ günstigen Parkraum. Wer einkaufen will, kann z.B. an der „Neuen Mühle“ zwei Stunden (fast) für lau parken. Einen Platz findet man dort immer. Wer hier arbeitet oder wohnt, kann im Parkhaus zum Sparpreis parken. Wer ab und zu mal kommt, kann, wie überall woanders auch, einen Parkschein lösen. Die Anwohner haben in der Regel einen eigenen Platz. Für den Rest reichen die verbleibenden Plätze. Sorry MB, die Stadt muss nicht für alle und jeden kostenfreien Parkraum schaffen.
Zitat: „Sorry MB, die Stadt muss nicht für alle und jeden kostenfreien Parkraum schaffen.“
Haben Sie den Bericht oben überhaupt gelesen?
Der Parkraum war schon „ewig“ vorhanden und wurde genutzt, der Bedarf war also da, trotz der tollen Parkhäuser an anderer Stelle.
Der bereits lange vorhandene Parkraum wurde unter Einsatz von viel Steuergeld abgebaut.
Was hat der Abbau von Parkplätzen mit der SCHAFFUNG von Parkraum zu tun?
Andersherum wird ein Schuh draus:
Die Stadt muß nicht alle kostenfreien Parkplätze abbauen und den Bürgern damit zu den horrenden anderen Kosten auch noch unnötige Parkgebühren aufzwingen.
Der Gesichtsausdruck von Herrn W. spricht Bände, sooooo und wieder haben wir Parkplätze abgebaut.
Es mag ja gut sein, wenn mehr Regenwasser die Bäume erreicht, aber es stellt sich die Frage, wie so ein Baum über viele Jahrzehnte überleben konnte, ohne das die Grünen dort eingegriffen hätten.
Wenn man sich das Wurzelwerk einer Buche einmal ansieht, dann stellt man fest, dass diese im Bereich von 2×2 Metern gar keine Wasseraufnahme mehr haben.
Es währe viel besser gewesen, wenn man dafür gesorgt hätte, dass die Bäume beim Schulneubau, an der Hertingerstrasse, erhalten geblieben wären.
Glauben unsere Politiker, eigentlich selber, was von Planungsbüros so empfohlen wird?
Ich habe dort oft geparkt und meine, dass die Parkbuchten mit einer Art Mini-Kopfsteinpflaster gestaltet waren. Also durchaus wasserdurchlässig und nicht vollständig versiegelt. Eine Doppelmoral der Stadt, denn für das neue Schulzentrum sind einige Bäume gefällt worden. Es scheint so, als ob dieses Argument genutzt wird, um von dem allgemeinen Parkplatzabbau in der Stadt abzulenken. Dennoch freut es mich, dass der Natur Raum zurückgegeben wird. Hoffentlich wird dieser Raum auch künftig ordentlich gepflegt.
[…] In der Mitteilung der Rathauspressestelle vom 20. November wurde angekündigt, dass an der Gerichtstraße 10 Stellplätze entsiegelt und zu einem Blühstreifen anzulegen. Dies geschehe im Einvernehmen mit den Anwohnern. […]