
Positive Zahlen gab es beim Wirtschaftsgespräch der IHK zu Dortmund in und über Fröndenberg zu verkünden.
Gleich zwei Premieren hatte das traditionelle Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund am 13. November im Restaurant Il Campo im Golfclub Gut Neuenhof zu bieten:
Zum ersten Mal hat mit Fröndenberg eine Kommune aus dem Bezirk der IHK zu Dortmund nach Start des Ausbildungsjahres genauso viele neue Auszubildende wie vor Corona.
Und zum ersten Mal richtete Dirk Weise (CDU) als neuer Bürgermeister der Stadt sein Grußwort an die rund 40 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung richten.
Dazu eingeladen hatten im Namen der IHK deren Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber und der Regionalbetreuer für Fröndenberg, Dirk Vohwinkel.
„Als Bürgermeister ist es mir wichtig, den Kontakt zu den Unternehmen zu pflegen“, betonte Dirk Weise in seinem Grußwort: „Gerne besuche ich Sie in Ihren Unternehmen.“ Außerdem lud er die Unternehmen ein, an seinem neu gegründeten Runden Tisch der Wirtschaft zusammenzuarbeiten.
Impulse aus und für die regionale Wirtschaft beschrieb und erläuterte Stefan Schreiber. Gleich zu Beginn erntete er Erstaunen, als er einen 130-prozentigen Zuwachs an neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse verkündete:
„Die Zahl stimmt natürlich, aussagekräftiger sind aber die absoluten Zahlen“, ergänzte der IHK-Hauptgeschäftsführer: Statt 13 im Vorjahr habe man nun wieder 30 Stellen verzeichnen können und habe so das Vor-Corona-Niveau von 2019 wieder erreicht.
„Das hat nach dem traditionellen Beginn des Ausbildungsjahres im August und September sonst noch keine Kommune in unserem IHK-Bezirk mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna geschafft“,
betonte Schreiber und bedankte sich bei der Gelegenheit bei allen Ausbildungsbetrieben.
Mit Blick auf den Fachkräftemangel erläuterte Stefan Schreiber die große Bedeutung der dualen Berufsausbildung. Der Fachkräftemangel ist aber nur eine von mehreren Risiken für eine positive wirtschaftliche Entwicklung, machte Schreiber anhand einer aktuellen IHK-Konjunkturumfrage deutlich.
Die IHK-Mitgliedsunternehmen nannten dabei wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, nachlassende Inlandsnachfrage, hohe Arbeitskosten und eben den Fachkräftemangel. Letzterer werde durch steigende Arbeitskosten verschärft. Und das wiederum könne zum Verlust an Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit führen.
„In der Gesamtsubstanz ist Fröndenberg aber richtig stark“, so Schreiber. Als Beleg dafür führte er die Steigerung der Gewerbesteuern um mehr als 50 % an.
Allerdings sind die finanziellen Aussichten für die Ruhrstadt trotzdem düster. Wie berichtet, skizzierte Kämmerer Heinz-Günther Freck in der konstituierenden Ratssitzung am Mittwoch (12. 11.) – nur einen Tag vor dem IHK-Wirtschaftsgespräch – ein desolates Bild der künftigen Haushaltsjahre. Schon das Jahr 2026 wird mit einem Minus von über 9 Mio. Euro veranschlagt, 4 Mio. mehr als noch 2025.
Im „Generationsübergreifende Potenziale stärken” machte Franziska Arndt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln deutlich, wie Unternehmen durch altersgemischte Belegschaften nicht nur dem Fachkräftemangel begegnen, sondern auch Innovationspotenziale heben können:
„Wenn Erfahrungswissen auf neue Perspektiven trifft, entstehen kreative Lösungen. Voraussetzung ist jedoch eine Unternehmenskultur, die den Austausch fördert.“
Dass Personalpolitik in vielen Unternehmen neue Impulse braucht, machte Arndt mit wenigen Zahlen sehr deutlich: Jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland ist älter als 55 Jahre. „Mit diesen Menschen werden in den kommenden gut zehn Jahren 4,6 Millionen Menschen den Arbeitsmarkt verlassen.“
Entsprechend groß sei der Handlungsbedarf für die gesamte Wirtschaft, so Arndt, die den Teilnehmern des Wirtschaftsgesprächs mit anschaulichen Praxisbeispielen viele Handlungsoptionen mit auf den Weg gab.
Zu guter Letzt stellten Theo Peters und Till Beermann ihr Unternehmen „Greenomat“ aus Fröndenberg vor, als Start-up 2023 gegründet. Sie stellen Verpflegungsautomaten in Firmen und öffentlichen Standorten auf, die mit Snacks und Getränken bestückt sind. Mittlerweile sind sie an neun Standorten vertreten.
Quelle PM IHK zu Dortmund




































Der Bürgermeister von Fröndenberg und die IHK Vertreter auf dem Foto sind für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt mit tausende Arbeitsplätze mitverantwortlich. Für Unternehmen, die zusammen hunderte Millionen Euro Umsatz generieren und Großunternehmen, die sich täglich auf Weltmärkte behaupten müssen.
Fröndenberg ist inzwischen wirtschaftlich so tief gesunken, das die Stadtspitze gemeinsam mit der IHK nur noch folgende Erfolgsmeldung als wegweisend für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt aufzuweisen hat:
Statt 13 Ausbildungplätze hat man nun 30 Ausbildungsplätze.
Ein Kleinstgewerbetreiber mit ein paar Standautomaten, die überteuerte Süßigkeiten und Getränke anbieten, und regelmäßig durch Vandalismus zerstört werden, wird als das innovative wirtschaftliche Zukunftsmodell der Stadt aufgeführt.
Hohe Gewerbesteuern hindern Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Die Stadt Fröndenberg hat in diesem Jahr die Gewerbesteuer für Unternehmen auf ein historisches Rekordniveau erhöht und und generiert dadurch mehr Einnahmen. Hätten sie die Gewerbesteuer verdreifacht, hätten sie sogar eine 300 prozentige Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen anstatt nur eine 50 prozentige als Erfolg verkünden können 🙂
Es wird ein 130-prozentiger Zuwachs an neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse verkündet. Hätte man die Anzahl der Ausbildungsplätze in der gesamten Stadt nicht von 13 auf 30 erhöht, sondern lediglich nur von 2 auf 4, hätte man sogar einen 200-prozentigen Zuwachs verkünden können 🙂
Die Pressemeldung ist eine offizielle wirtschaftliche Bankrotterklärung der Stadt Fröndenberg
Vollkommen verblüfft hat mich, das nach den Kommunalwahlen die selben Hauptverantwortlichen die Stadt Fröndenberg weiter regieren wie vorher. Da hat sich nichts geändert. Die selben Verantwortlichen, die Frau Müller bei ihren Auftritten flankiert haben, flankieren nun Herrn Weise.
Der einzige Unterschied nach den Wahlen besteht darin, das anstatt eine Bürgermeisterin mit Abitur und einer Ausbildung als Steuerfachangestellte, nun ein Bürgermeister mit einer vollkommen fachfremden Ausbildung als Chemikant in der Öffentlichkeit zwischen ihnen steht.
Ein Funfact ist, das selbst der vom Bürgermeister ausgezeichnete Kleinstunternehmer einen höheren Bildungsabschluß und weitaus mehr Erfahrung in der freien Wirtschaft hat als der Bürgermeister selbst, der nun eine eine Verwaltung mit ca 200 Millionen Euro Etat und 200 Mitabeiter leitet.