Wie müssen Unternehmen heute aufgestellt sein, um morgen
wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des „Wirtschaftsdialog Kreis Unna – Fokus Zukunft der Arbeit“, zu
dem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) am
Mittwochabend in die Aula des Hellweg Berufskollegs Unna eingeladen hatte. Rund
80 Teilnehmer aus der regionalen Wirtschaft diskutierten mit Experten
und Fachleuten.
Die Antwort auf die Frage, wie Unternehmen für die Zukunft gerüstet sein können,
fiel einhellig aus: Es gibt keine universelle Lösung, sondern jedes Unternehmen muss
seinen eigenen Weg finden. Prof. Dr. Vanessa Haselhoff, Professorin für
Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für angewandtes Management (HAM)
Erding, riet:.
„Analysieren Sie Ihren Status Quo, identifizieren Sie Herausforderungen und Potenziale, optimieren Sie Ihre
Arbeitsweisen und gestalten Sie die Arbeitsorganisation flexibel. Fördern Sie eine
starke Unternehmenskultur, definieren Sie klare Führungsrollen und bilden Sie Ihre
Mitarbeiter kontinuierlich weiter“, empfahl sie in ihrem Vortrag.
Markus Bormann, Corporate Culture & Organizational Development bei der Welser Profile Deutschland GmbH,
skizzierte den Veränderungsprozess seines Unternehmens. Welser Profile, ein international tätiger Spezialist für rollgeformte Sonderprofile, habe sich in den vergangenen Jahren durch Partizipation, Purpose-Orientierung und
Evolutionäres Lernen neu ausgerichtet. „Autorität folgt Kennerschaft“ ist ein zentrales Prinzip, um die 360-jährige Unternehmensgeschichte erfolgreich fortzuschreiben.
Im Anschluss an die Vorträge diskutierten Prof. Dr. Vanessa Haselhoff, Markus
Bormann, Matthias Besenfelder (Vorstand/CEO Brockhaus AG), Ralf Effmert
(Pflegedirektor Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH), Caroline Schulz (HR
Managerin ZAPP AG) und Daniel Marx (CEO Urlaubsguru GmbH) in einer
Podiumsdiskussion über die Kompetenzen, die in der Arbeitswelt der Zukunft gefragt
sind. Gemeinsam erörterten sie, wie Unternehmen der Region die
Herausforderungen der Zukunft meistern können und welche Strategien für den
langfristigen Erfolg entscheidend sind.
Einigkeit herrschte unter den Podiumsteilnehmern, dass Wertschätzung,
Transparenz, das Erleben von Kompetenz und sozialer Verbundenheit sowie die
Partizipation der Belegschaft von zentraler Bedeutung sind, um zukunftsfähig zu
bleiben. Auch wenn die Anforderungen an verschiedene Branchen unterschiedlich
sind, waren sich die Expertinnen und Experten einig: Individuelle Lösungen sind
gefragt, etwa in der Krankenhausbranche, die sich als Arbeitgeber nicht mit einem
Reiseanbieter vergleichen lässt.
Abschließend appellierte WFG-Geschäftsführer Sascha Dorday an die
Unternehmerinnen und Unternehmer der Region: „Seien Sie mutig, neue Wege zu
gehen und innovative Ideen auszuprobieren. Wir als WFG unterstützen Sie gerne
dabei, sich als attraktiver Arbeitgeber für die Zukunft aufzustellen.“
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes European Digital Innovation Hub
Dortmund (EDIH-DO) statt, das durch die Europäische Union gefördert wird.
Anhang der PM: „Die zum Ausdruck gebrachten Ansichten und Meinungen sind nur die der Autoren und
spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union wider. Weder die Europäische
Union noch die Bewilligende Stelle können dafür verantwortlich gemacht werden.“