Kupferrohrklau in Königsborn: Polizei sieht Haftgründe, Staatsanwalt nicht

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Symbolbild Pixabay

DIe Kreispolizeibehörde Unna befand: Hier lagen triftige Haftgründe vor. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft sah das anders.

Also musste die Polizei die frisch eingesperrten zwei Kriminellen am selben Tag wieder laufen lassen.

Die beiden wurden am frühen Dienstagmorgen (01.04.2025) gegen 02.30 Uhr dabei beobachtet, wie sie in Unna-Königsborn an zwei Mehrfamilienhäusern Kupferrohre abmontierten.

Die Häuser liegen an der Salinenstraße und der Vaersthausener Straße.

Ein Zeuge sah zwei schwarz gekleidete Männer an der Dachrinne eines der Häuser hantieren und rief daraufhin die Polizei. Diese traf das Duo noch in unmittelbarer Nähe zu den Tatorten an und durchsuchte beide.

Es handelte sich um einen 53-Jährigen aus Aserbaidschan, wohnhaft in Soest, und einen 39-jährigen Deutsch-Kasachen ohne festen Wohnsitz. Beide hatten Werkzeuge dabei.

Da sie als Tatverdächtige in Betracht kamen, wurden sie vorläufig festgenommen.

„Es bestand zudem der Haftgrund der Fluchtgefahr“, erklärt die Unnaer Polizei ihre Entscheidung, die zwei sodann erst einmal hinter Gitter zu verfrachten.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Dortmund jedoch wurden beide Verdächtigen – auch der wohnsitzlose Deutsch-Kasache – schon am Dienstagmittag aus dem Gewahrsam entlassen: „mit der Begründung, es würden keine Haftgründe vorliegen“, schließt die Polizei.

Quelle Kreispolizeibehörde Unna

1 KOMMENTAR

  1. Das Eigentum anderer Mnschen hat für die Staatsanwaltschaft scheinbar keinen Wert, doch wehe, wenn bei der Steuer etwas nicht stimmt, oder Politiker „anders umschrieben“ werden.

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