+++ UPDATE am 27. März: Unfallkommission spricht sich für weitere Sicherheitsmaßnahmen aus +++
Die Verkehrssicherheit an der Kreuzung Kleistraße/Unnaer Straße/Karlstraße in Unna-Massen war erneut Gegenstand intensiver Beratungen. Auf Initiative von Bürgermeister Dirk Wigant hat sich die Unfallkommission des Kreises Unna in ihrer Sitzung am 18. März 2025 mit der Verkehrssituation an diesem vielbefahrenen Knotenpunkt befasst und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit beschlossen.
Hintergrund ist ein schwerer Unfall im Dezember 2024, bei dem eine Fußgängerin von einem Pkw erfasst und schwer verletzt wurde.
Jetzt hat sich die Unfallkommission des Kreises mit der Kreuzung beschäftigt. Sie sieht Handlungsbedarf zur Verbesserung der Sicherheit an der Kreuzung.
Eine Ampel wurde grundsätzlich als sinnvoll erachtet, jedoch müssen weitere verkehrstechnische Prüfungen durch Straßen.NRW erfolgen.
Bis zur Entscheidung werden kurzfristig folgende Sofortmaßnahmen umgesetzt:
- Neumarkierung des Fußgängerüberwegs: Straßen.NRW wird den vorhandenen Fußgängerüberweg neu markieren, um dessen Sichtbarkeit für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.
- Optimierung der Beleuchtung: Die Stadt wird eine zusätzliche Straßenleuchte an dem Fußgängerüberweg aufstellen, um die Sichtbarkeit von Fußgängern insbesondere bei Dunkelheit und schlechten Witterungsverhältnissen zu erhöhen.
- Prüfung einer Tempo-30-Regelung: Die Stadt prüft, ob in dem Bereich des Fußgängerüberwegs Tempo 30 angeordnet werden kann. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung eröffnet hier neue Möglichkeiten zur Reduzierung der Unfallgefahr.
Rückblick:
Am 19. Dezember 2024 wurde auf der Kreuzung Kleistraße / Karlstraße in Unna-Massen eine Fußgängerin von einem Pkw erfasst und schwer verletzt. Trotz funktionierender Beleuchtung gab der Autofahrer an, die dunkel gekleidete Frau nicht gesehen zu haben.
Infolge des Unfalls wurden vermehrt Rufe nach einer Ampel an dieser Stelle laut. Auch der Ortsvorsteher habe ihm, so schilderte Bürgermeister Dirk Wigant, von kritischen Situationen an dem dortigen Zebrastreifen berichtet.
Jetzt wird sich die Unfallkommission des Kreises mit dem Thema befassen, und sowohl der Bürgermeister als auch sein SPD-Herausforderer Hartmut Ganzke reklamieren dies in jeweiligen Pressemitteilungen als Erfolg.
Ganzke mahnt den Amtsinhaber außerdem an, seine Hausaufgaben zu machen und jetzt schnell eine verkehrstechnische Untersuchung in Auftrag zu geben.
Aus dem Büro des Bürgermeisters kam am Freitagmittag (7. 2.) folgende Pressemitteilung:

Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Kleistraße im Stadtteil Massen hatte Bürgermeister Dirk Wigant die Leiterin der Regionalniederlassung Ruhr des Landesbetriebs Straßenbau NRW (Straßen.NRW) angeschrieben und um wohlwollende Prüfung gebeten, ob an der Kreuzung Kleistraße/Unnaer Straße/Karlstraße eine Ampel errichtet werden kann, um sie für den Fußgängerverkehr sicherer zu machen.
Straßen.NRW und das Bürgermeisterbüro haben sich in den vergangenen Tagen über das weitere Vorgehen abgestimmt.
Straßen.NRW wird auf Bitte des Bürgermeisters den Unfall in der nächsten Sitzung der Unfallkommission auf die Tagesordnung setzen. Dabei soll auch über den Vorschlag des Bürgermeisters beraten werden.
An den Sitzungen der Unfallkommission nehmen Vertreter der Kreisstadt Unna als zuständiger Straßenverkehrsbehörde, des Kreises und der Kreispolizeibehörde Unna, der Bezirksregierung Arnsberg sowie der zuständigen Straßenbaulastträger (hier Straßen.NRW) teil. Die Verkehrsexperten tagen das nächste Mal im März.“
Ebenfalls am Freitagmittag kam eine Mitteilung zum selben Thema aus dem Landtagsbüro des Massener SPD-Abgeordneten Hartmut Ganzke, der wie berichtet bei der Kommunalwahl am 14. September für das Bürgermeisteramt kandidiert:

„In einem Schreiben an den Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke, das in Kopie an das Bürgermeisterbüro der Stadt Unna gegangen ist, kündigt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) an, den Fußgängerüberweg im Kreuzungsbereich Kleistraße, wo es im Dezember zu einem schweren Unfall gekommen ist, auf die Tagesordnung der Unfallkommission zu setzen.
Gleichzeitig gibt die Leiterin der Regionalniederlassung Ruhr einige Hinweise zum weiteren Verfahren, die die Stadt Unna ernst nehmen sollte, wenn das Bemühen um Entschärfung der Verkehrssituation Erfolg haben soll.
Wörtlich heißt es:
„In der Regel ist für eine größere Umbaumaßnahme an einer Unfallhäufungsstelle eine verkehrstechnische Untersuchung als Grundlage zu erstellen, um die aktuelle räumliche und verkehrliche Situation im Einzelfall auszuwerten und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Darauf aufbauend würde der Landesbetrieb in Abstimmung mit der Unfallkommission eine Planung erstellen, welche den Kriterien für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit entsprechen muss.
Diese würde dann im Rahmen der zur Verfügung stehenden Prioritäten und Ressourcen umgesetzt werden.“
Hartmut Ganzke dazu:
„Diese verkehrstechnische Untersuchung sollte nun auch schnellstens erfolgen, damit nicht unnötig Zeit verloren geht und eine solide Grundlage für den weiteren Entscheidungsweg geschaffen wird. Es ist nun an der Stadt Unna, ihre Hausaufgaben zu machen.“
Auch der Landtagsabgeordnete hatte sich, ebenso wie der Bürgermeister, im Januar an Straßen NRW gewandt, nachdem zahlreiche Bürger sowie Ortsvorsteher Meinolf Moldenhauer auf die Gefahrenstelle, die auch viele Kinder Tag für Tag passieren, aufmerksam gemacht hatten.
Die Unfallkommission, die sich nun des Themas annimmt, wird vom Kreis Unna einberufen. Weitere Teilnehmer sind die Stadt Unna, die Kreispolizeibehörde, die Bezirksregierung Arnsberg sowie der zuständige Straßenbaulastträger, in diesem Fall Straßen.NRW.