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Zuwanderung bewältigen: Ev. Kirche und Kommunen fordern mehr Unterstützung von Bund und Land

Deutlich mehr Unterstützung „bei der Bewältigung der aktuellen Zuwanderungsbewegung“. Das fordern die Ev. Kirche und die Kommunen im Ruhrgebiet von Bund und Land. „Die Kommunen, die viel für die Unterbringung und Versorgung der Schutz suchenden Menschen leisten, müssten den Herausforderungen angemessen begegnen können“, heißt es in einer in Essen verabschiedeten Erklärung, die auch Landrat Michael Makiolla als Vertreter des Kreises Unna unterzeichnete.

Zugang zum Arbeitsmarkt und sozialen Diensten

Zu den Forderungen der evangelischen Kirchenvertreter und kommunalen Spitzenvertreter der Ruhr-Region gehören: menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge, Zugang zum Arbeitsmarkt und zu sozialen Diensten. Nur so könnten sie eine „qualifizierte und zuverlässige Begleitung und Förderung erhalten.“

Auch müssten die Asylverfahren schneller und konsequenter durchgeführt werden. Wörtlich heißt es in dem gemeinsamen Papier: „Flüchtlinge brauchen möglichst schnell Klarheit über ihre Perspektiven in Deutschland.“

Ausdrücklicher Dank für beispielhaften Hilfseinsatz

In ihrer gemeinsamen Erklärung danken die Kirchen- und Kommunalvertreter ausdrücklich allen Bürgern, auch in den Kirchengemeinden, für ihren beispiellosen Einsatz bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. Dieses beeindruckende Engagement brauche die Förderung und Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Kirche.

Mit großer Entschiedenheit verurteilt die Resolution Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rassismus gegenüber den Schutz suchenden Menschen. „Wir setzen uns dafür ein, dass in unserer Gesellschaft eine sachgerechte und am Wohl aller Menschen orientierte Auseinandersetzung stattfindet.“

Für Deutschland geltende Regeln respektieren

Gleichzeitig formulieren die Unterzeichner die Erwartung, „dass diejenigen, die zu uns kommen, gesetzliche und gesellschaftlich vereinbarte Ordnungen und die grundlegenden Orientierungen in unserem Land respektieren.“ Dazu zählt u.a. die Akzeptanz der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Religionsfreiheit.

Der RSK gehören derzeit 15 evangelische Kirchenkreise im Ruhrgebiet mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern an. Die Konferenz befasst sich seit mehr als 50 Jahren mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und fördert den Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Folgende Kommunen und Kirchenkreise tragen die Erklärung mit

Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Kreis Recklinghausen, Kreis Unna, Kreis Wesel sowie die evangelischen Kirchenkreise „An der Ruhr“ (Mülheim), Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Wattenscheid, Gladbeck-Bottrop-Dorsten, Hamm, Hattingen-Witten, Herne, Moers, Oberhausen, Recklinghausen und Unna.

Konferenz Flüchtlinge

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