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Zusammenrücken in der Flüchtlingsnot: Schulsport in der Aula, Vereine siedeln um

Die Flüchtlingsnot gebietet es – Fröndenbergs Sportler rücken zusammen. Die wichtigste Nachricht für die Eltern der Gemeinschaftsgrundschüler: Sport wird nicht ausfallen. Die Kids bleiben in Bewegung.

Als Ersatz für die Turnhalle ihrer Schule, in der ab Anfang November bis zu 50 Asylsuchende einziehen werden, dient den Kindern ihre eigene Aula, wo immer ein einstündiges Bewegungs- und Gymnastikprogramm angeboten wird, wenn Sport auf dem Stundenplan steht. Für Doppelstunden springen umliegende Schulen ein. Das heißt: In Bewegungslosgkeit werden die Grundschüler nicht fallen, soviel steht fest.

Zu den Vereinen: Der Gesamtschulsportverein (GSV) siedelt mit Tischtennis und Basketball in die Dreifachturnhalle der Gesamtschule um. Dort schaffen Judokas, Volleyballer und Badmintonspieler Platz für die kurzfristig heimatlos gewordenen Mitsportler. Die Gespräche laufen indessen weiter, denn der GSV ist noch auf weiteres Zusammenrücken angewiesen. Bei allem Pragmatismus ist auch von Sorge aus Sportlerkreisen zu hören; denn die Nutzung der gewohnten Trainingsstätte an der Friedhofsstraße als Flüchtlingsunterkunft ist zeitlich nicht begrenzt.

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg

Sie wird zwar „nur übergangsweise“ für ca. 35 bis 50 Asylsuchende benötigt, doch wie lange dieser Übergang dauern wird, kann niemand sagen. Was wird dann langfristig aus dem Vereinssport?

Bürgermeister Rebbe brachte es unserer Redaktion gegenüber gestern schon treffend wie ungeschminkt auf den Punkt. „Wir wissen nichts.“ Diese Ehrlichkeit erkennten viele unserer Leser lobend an, die unsere Berichterstattung sehr aufmerksam verfolgen und insbesondere in der größten Fröndenberger Facebookgruppe lebhaft diskutieren.

Anders als z. B. gestern Abend die CDU-Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach in Unna-Massen zeigt sich der sozialdemokratische Bürgermeister weiterhin sehr skeptisch und besorgt über die Gesamtenwicklung, wenngleich für den Moment Lösungen gefunden sind. Man weiß eben – mit Blick auf die weitere Entwicklung – nichts – überhaupt nichts.

 

 

Kommentare (2)

  • Hanno

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    Herr Rebbe ist besorgt, weil ER im Gegensatz zu den prominenten Politikern die Auswirkungen der Willkommenskultur hautnah am eigenen Leib erfährt. Düsseldorf und Berlin ist weit weg von Fröndenberg… Trotz Brandbrief hat sich nichts verbessert. Im Gegenteil. Die Probleme vor Ort gegen der CDU am A….. vorbei. Und sie halten immer noch den Merkelkurs….unglaublich !

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Was anzumerken ist: Bei den Bürgern in Fröndenberg stößt die nüchterne Ehrlichkeit des Bürgermeisters merklich auf Anerkennung.

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