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Zum dritten Mal Flüchtlings-Aufnahmestopp in Hacheney – Auch Massen weiter am Limit

Bereits zum dritten Mal in vier Wochen hat am Montag die Flüchtlingsaufnahme in Dortmund-Hacheney kurzfristig Aufnahmestopp angemeldet. Bis zum Abend wurden keine weiteren Flüchtlinge mehr aufgenommen. Die Einrichtung ist für maximal 400 Menschen ausgelegt, am späten Nachmittag zählte die Stadt Dortmund fast doppelt so viele Flüchtlinge.

Bei der letzten temporären Schließung vor drei Wochen hatte sich eine ähnliche Szenerie geboten: Damals mussten fast 800 Menschen draußen auf dem Gelände unter freiem Himmel übernachten und wurden am Morgen auf weitere Einrichtungen in der Region verteilt, unter anderem auch auf die Landesstelle Massen. Sie mussten ihre Anreise dorthin auf eigene Faust regeln, was für Kritik sorgte, aufgrund der personellen Engpässe aber akut nicht vermeidbar war.

Die Landesstelle ist per öffentlich-rechtlicher Vereinbarung zwischen Stadt Unna und Land NRW auf maximal 800 Flüchtlinge begrenzt und gleichfalls unverändert hoch ausgelastet, bestätigt die Bezirksregierung. Aus Arnsberg heißt es, dass erhebliche Kraftanstrengungen nötig seien, um den nicht abreißenden Flüchtingsstrom zu bewältigen und zu kanalisieren. Im früheren Marien-Krankenhaus in Wickede-Wimbern soll die Zahl der Plätze (derzeit 460) erhöht werden, doch weitere Unterkünfte sind nach Auskunft des Landes dringend nötig. Auch das Personal „läuft am Limit“, warnte der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer. Es müsse dringend verstärkt werden.

– Unser Bild zeigt eine Asylbewerberunkunft zwischen Fröndenberg-Altendorf und Schwerte.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Das ganze Flüchtlingsproblem wird Europa noch gewaltig über den Kopf wachsen. Aus menschlicher Sicht ist es ja Gut, daß man sie auffängt aber was geschieht danach?? Haben sie Aussicht auf irgend etwas? Arbeit, Einkommen, Versorgung und und und… , auf dem Punkt habe ich wenig Vertrauen in die Zukunft.

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  • Heike Palm via Facebook

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    Natürlich haben sie das. Die Handwerkskammern klagen über einen Mangel an Auszubildenden. Wir haben einen Pflegenotstand, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Pädagogisches Personal wird gesucht.

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