Rundblick-Unna » Zukunft der „Oase“ als Flüchtlingsunterkunft eine „win-win-win-Situation“ – Vater-Kind-Festival gesichert

Zukunft der „Oase“ als Flüchtlingsunterkunft eine „win-win-win-Situation“ – Vater-Kind-Festival gesichert

Ein Handel, bei dem es (fast) nur Gewinner gibt. Der Verkauf des Tagungshauses „Oase“ Stentrop an die Stadt Fröndenberg zur Flüchtlingsunterbringung ist aus Sicht des Kirchenkreises eine klassische „win win-Situation“.

„Uns hilft es; der Stadt hilft es; und es hilft auch den Menschen, die zu uns flüchten“, brachte Superintendent Hans-Martin Böcker gestern Abend auf der Herbstsynode im Gemeindehaus Stift die Freude des Kirchenkreises auf den Punkt. Im Grunde  also sogar eine „win-win-win“-Situation.

„Vergangene Woche bekamen wir die schriftliche Zusage der Stadt“, berichtet Superintendent Böcker. Und bekennt: „Wir sind sehr froh, so eine gute Lösung für dieses Haus gefunden zu haben. 61 Jahre lang diente es als Herberge für Menschen. Nun dient es als Zuflucht für Menschen, die in Not sind.“

Zum 1. März 2016 soll die Oase in den Besitz der Stadt übergehen. Zu welchem Kaufpreis, sagt Kirchenkreis-Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein nicht. Nur soviel: „Dieses Haus hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weitere Interessenten gefunden. Wir wollten aber bewusst einem kommunalen Partner die erste Chance einräumen. Es passte für beide denkbar gut.“

Das Tagungshaus an die Stadt zu vermieten statt zu verkaufen äre keine Option gewesen, macht Sauerwein als Kirchenkreis-Kämmerer deutlich. „Nachdem die Synode im Sommer nach schmerzlichem Ringen den Schließungsbeschluss gefasst hatte, wollten wir jetzt auch einen sauberen Schnitt machen. Klare Verhältnisse sind für beide Parteien das Beste und Sinnvollste.“

Absagen musste die Kirche allen Gruppen, die sich ab dem 1. 3. für die Oase angemeldet hatten. „Alle waren sehr traurig – aber verständnisvoll“, fasst Thomas Sauerwein die abgeklärte Reaktion der oftmals schon jahrzehntelangen Nutzer des Tagungshauses zusammen.

Eine sehr erleichternde Nachricht kann Kirchenkreis-Sprecher Dietrich Schneider indessen vermelden: Das beliebte „Vater-Kind-Festival“, das jedes Jahr zu Pfingsten an der „Oase“ rund 700 Väter mit ihren Sprösslingen begeistert hat, wird weiter stattfinden; „es ist gesichert“, teilte Schneider am Synodenabend mit. „2016 zunächst im Caldenhof Hamm, und ab 2017 werden wir dann weitersehen.“

Kirchenkreis

Auf der Herbstsynode am Montagabend offiziell mit der Segnung in ihr Amt eingeführt wurde Pfarrerin Kerstin Duchow als neue Koordininatorin ür di Seelsorge im Kirchenkreis Unna und Krankenhausseelsorgerin im EK Unna. Unser Bild zeigt sie mit Superintendent Hans-Martin Böcker (re.) und Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein.

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