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Zu Gast beim Zirkus Charles Knie

Über den Zirkus und das Programm „Euphorie“ haben wir ja bereits berichtet. (Der Zirkus Charles Knie – eine faszinierende Welt). Und nun hatte, ich dank Pressesprecher Patrick Adolph die Gelegenheit, mich dort mal umzuschauen …

Da stehe ich nun. Mitten auf dem Platz an den Zentralhallen in Hamm. Und vor mir das riesengroße, wunderschöne Zelt vom Zirkus Charles Knie. Es wird noch gehämmert, geschraubt, gemacht und getan. Die Aufbauarbeiten sind im vollen Gange. Es wird punktgenau rangiert – und man sollte aufpassen, dass man nicht unter einem LKW landet.

Aber der eigentliche Grund, warum ich überhaupt hier bin, ist ein Treffen mit zwei außergewöhnlichen Artisten. Die Armbrustschützen Marco & Priscilla.

Geplant war ein schönes Interview über die beiden Italiener und ihre Karriere in der Manege. Aber es kam anders … Sie hatten ihren vier Monate alten Sohn und heimlichen Star Alessandro mitgebracht.

Die stolzen Eltern berichten, dass der Zirkus eine große Familie ist und es immer ausreichend Babysitter gibt, wenn die beiden in der Manege stehen. Ob Klein-Alessandro irgendwann auch als Artist im Rampenlicht stehen wird, kann man jetzt noch nicht sagen. „Er hat alle Möglichkeiten – er hat die freie Auswahl, was er später mal machen möchte“ So Marcos´ Aussage.

Die ca. 3 kg schwere Armbrust geschultert, steht er vor mir und wirkt entspannt. Das kann er auch. Denn er trainiert damit, seit seiner Kindheit. Es schlummern aber noch andere Talente in ihm. So beherrscht er z.B. auch die Jonglage. Damit ist er im Zirkus aufgetreten, bevor er mit Priscilla zusammen die Armbrust-Nummer in Angriff genommen hat.

Aber auch sie ist kein unbeschriebenes Blatt. Wie auch, wenn man aus einer Zirkusfamilie kommt. Als Hula-Hoop-Künstlerin stand sie sogar schon vor der Jury beim Zirkusfestival in Monaco! Und seit diesem Jahr stehen Marco & Priscilla nun mit der Armbrust-Nummer im Rampenlicht. Das Besondere daran ist, dass beide schießen können. Bisher ist auch noch nichts passiert. Auch wenn es in der Show sehr gefährlich aussieht. Ich bin schon sehr gespannt, da ich später am Tag ja die Vorstellung bestaunen darf. Da werde ich dann sehen, wie eine Rose gekappt wird … die sich im Mund befindet, oder ein Ballon zum platzen gebracht wird. Ihnen ist halt nichts zu gefährlich – je gefährlicher, umso besser. Sie wissen ja, was sie tun.

Ein interessantes Treffen mit den beiden Italienern neigt sich dem Ende. Zwischendurch wurde noch etwas über Fußball gefachsimpelt (Marco ist großer Juventus Turin Fan) und privat gewitzelt, aber was im Zirkus passiert, bleibt im Zirkus. Jetzt noch schnell ein Foto mit der sympathischen Familie, denn für Alessandro wird es auch langsam Zeit. Richtig professionell verhielt er sich die ganze Zeit ruhig und begann pünktlich zum Fototermin fröhlich zu grinsen.

Bevor ich einen Blick hinter die sich noch im Aufbau befindenden Kulissen werfen darf, habe ich noch die Gelegenheit, einige andere Artisten zu sehen. Wie hier z.B. das Duo Medini.

Und hier haben wir die Truppe Messoudi und in der Mitte Cesar Pindo aus Ecuador. Hin und wieder sitzt er in den Pausen genauso …

Nun geht es weiter, vorbei an der Zirkusschule. Der Zirkus Charles Knie sucht übrigens ab dem 01.09.2016 eine Lehrerin oder einen Lehrer zum Mitreisen, da der jetzige Lehrer nach Beendigung dieses Schuljahres in den Ruhestand geht. Mehr Infos dazu gibt es hier: ZIRKUSSCHULE

Die Aufbauarbeiten laufen. Noch können die Besucher hier nicht sitzen, aber das sieht heute Nachmittag um 16 Uhr schon ganz anders aus.

Ein paar Schritte weiter befindet sich ein riesengroßes Becken. Welch ein Luxus für die Artisten, dachte ich. Ja von wegen! Das ist für die Seelöwen Flavio und Flappi. Ich hab es ja schon auf Bildern gesehen, aber wenn man dann selbst davor steht – unglaublich groß!

Seelöwe Flappi wollte sich dann auch kurz mal persönlich vorstellen. Laura Pedersen aus Frankreich „assistierte“ ihm dabei und dafür gab es dann auch ein Küsschen … oder zwei oder drei …

Tja, guten Freunden gibt man ein Küsschen. Diesen vertrauten und zufriedenen Blick kenne ich sonst nur von meinem Kater. Laura und Flappi sind quasi zusammen aufgewachsen und beide fühlen sich sichtlich wohl.

Es wird ja gerne gegen den Zirkus gewettert, dass die Tiere dort schlecht gehalten werden und sie sich nicht wohl fühlen. Ich wollte mir da nun selber ein Bild machen, was ich jedem nur empfehlen kann.

Das hier z.B. ist so ein Bild, wie ich es von Tierrechtlern kenne und hab es dann selbst auf dem Bild festgehalten.

Und hier ist die Realität – einfach einen Schritt weiter gegangen und aus einer etwas anderen Perspektive fotografiert.

Oder hier die Zebras …

Nun wird es Zeit zu gehen. Bevor es heute in die Vorstellung geht, noch ein letzter Blick zurück.

 

Ich kann es jedem nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen und vor allem die tollen Artisten vom Zirkus Charles Knie zu sehen.

 

Die Vorstellungen:

Samstag 28.05. 16.00 Uhr & 19.30 Uhr
Sonntag 29.05. 11.00 Uhr & 16.00 Uhr
Montag 30.05. 16.00 Uhr – Große Familienvorstellung
Montag 30.05. 19.30 Uhr
Dienstag 31.05. 16.00 Uhr & 19.30 Uhr
Mittwoch 01.06. nur um 16.00 Uhr

weitere Infos unter: Zirkus Charles Knie

Kommentare (3)

  • Hans Joachim Bretschneider

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    DANKE RUNDBLICK UNNA FÜR DIE GEWONNEN FREIHKARTEN .
    GEGEN EINEN KLEINEN OBELUS ZUZAHLUNG IN DER 1.REIHE LOGE BEKOMMEN.
    ES WAR EIN WINDERBARER ABEND MIT EINEN SUPER ZIRKUSSPROGRAMM.
    ALLE TIERNUMMERN UND ALLE ARTISTEN WAREN EUPHORISCH
    SCHÖN WAR ES AUCH IN DIE STRAHLENDEN AUGEN DER KINDER ZU SCHAUEN .
    WIR WÜNSCHEN DEN ZIRKUS KNIE
    WEITERHIN VIEL ERFOLG .

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  • Jochen Träger-krenzola Jr. via Facebook

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    Auch ich konnte in diesem jahr diesen circus schon erleben. Zu recht trägt die show den namen „Euphorie“ – das macht lust auf mehr.

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