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Zippelmütz geht auf die Kirmes

Irgendwie hat jede Stadt und jeder Ort mindestens ein Ereignis im Jahr, worauf man sich das ganze Jahr drauf freut. In Soest ist es die Allerheiligenkirmes, in Unna das Stadtfest … und in Werne ist es Sim Jü! Vereinzelt sieht man das ganze Jahr über die Tafeln, die auf das größte und älteste Volksfest an der Lippe hinweisen. Aber der Werner kriegt das eigentlich schon bei der Geburt auf die Stirn tättowiert, dass es dann so richtig krachen wird. Das Stadtbild ist dann geprägt von bunten Buden und all den Fahrgeschäften, die mit dröhnenden Sounds und spektakulären Lichteffekten um die Gunst der Besucher buhlen. Immer höher, immer schneller …

Aber nicht mit mir! Ich bin eben ein Zippelmütz. Ich guck mir die Fahrgeschäfte gerne an, aber das wars auch schon. Mich fasziniert da eher die Technik und all diese Beleuchtung, als dass ich da rein gehe.

Ein Bummel über den Rummel muss sein. Mein persönliches Traditionsbier bei Arens oder die Fahrt in Wendlers Musik-Express … und so ein bis zwei Meter Popcorn. Die Küche bleibt an dem Tag übrigens natürlich kalt, denn auf Sim Jü gibt es ja an jeder Ecke die feinsten kulinarischen Köstlichkeiten. Und all diese leckeren Dinge sind mitunter ein Grund, warum ich die ganz extremen Fahrgeschäfte meide. So manch einem Kirmesbesucher wird ja schon schlecht, wenn er sieht, was ich esse … und auch trinke. Aber neben den ganzen Schlemmerbuden stehen ja noch andere Sachen ganz oben auf meiner Liste.

Besonders gefährlich sind bei mir ja die einfachen Sachen wie der Kirmeskran oder die Losbuden. Auch an der Schießbude versuche ich stets mein Glück, und treffe sogar hin und wieder. Es sind oft die ganz kleinen Dinge, an denen ich Spaß habe. Darauf kann man dann auch das ganz Jahr sparen. Bei mir werden z.B. stets die 2 -€uro-Stücke aussortiert und kommen in die Sim-Jü-Kasse. Und die landen dann auch, wie geplant, im Kirmeskran. Aber vorsicht – das kann zur Sucht werden!

Es gehört eine große Portion Selbstdisziplin dazu. Nach ein bis zwei Spielen merkt man ja, ob es klappt, oder nicht. Dann bummelt man erst mal wieder weiter und versucht es später noch mal. Es kommt natürlich auch auf das Angebot an. Wenn da nichts drin ist, was mich interessiert, dann spiel ich auch nicht. So einfach ist das! Aber meistens ist was drin … Und nach dem Bummel steht das große Feuerwerk auf dem Programm. Und ist es noch so kalt, die Besucher harren aus und freuen sich auf das spektakuläre bunte Lichterspiel am Himmel. Für Groß und Klein ist es ein absolutes Highlight in Werne. Da wartet man bei Wind und Wetter auch gern mal ein halbes Stündchen. Und wenn man vor Kälte noch so bibbert, es lohnt sich einfach. Das Feuerwerk ist so schön, das kann ich hier gar nicht so beschreiben. Das muss man einfach selbst erleben.

Und wenn das letzte Licht verglüht ist, gibt es zum Abschluss noch einen heißen Kakao. Vollgepackt mit Hauptgewinnen, Trostpreisen, Süßigkeiten und einem unheimlichen Glücksgefühl geht es dann nach Hause. Probiert es einfach selbst aus – ein kleines bisschen Glück kann so einfach sein

 

Die Zippelmützkolumne findet ihr immer im Rundblick-Magazin. Wer mehr über Zippelmütz erfahren möchte, darf gerne mal hier schauen: www.zippelmütz.de

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