Rundblick-Unna » Zerren, Reißen, Tumult – Cafébesucher solidarisieren sich mit Ladendieben

Zerren, Reißen, Tumult – Cafébesucher solidarisieren sich mit Ladendieben

Zu kurzfristigen tumultartigen Zuständen führte gestern am späten Nachmittag der Festnahmeversuch zweier Ladendiebe in Hamm. Die beiden Kaufhausdetektive, die das Duo gegen 17.50 in ein Café auf der Bahnhofstraße verfolgten, wurden durch Cafébesucher so massiv behindert, dass die Situation zu eskalieren drohte. Von Zerren, Reißen, Beinchen stellen ist in der Polizeimeldung die Rede. Da rasch die Polizei eintraf, wurden Eskalationen verhindert.

Die beiden Diebe sind Marokkaner mit Wohnsitz in Arnsberg, teilte die Polizei auf Anfrage mit.

Gegen 17.50 Uhr beobachteten die beiden Detektive in dem Kaufhaus an der Bahnhofstraße, wie zwei Männer Parfum und eine Ledergürtel stahlen. Danach verließen die Diebe das Geschäft und suchten ein nahegelegenes Café auf. Die Kaufhausangestellten folgten den Tätern und wollten sie zur Rede stellen. „Hierbei wurden sie von einer größeren Zahl von Gästen durch Ziehen, Zerren und „Beinchen stellen“ gehindert“, schreibt die Polizei.

Und zwar zunächst erfolgreich, denn die Diebe konnten über einen Hinterausgang aus dem Lokal flüchten. Einer von ihnen ließ allerdings dummerweise seinen Rucksack mit Ausweis zurück.

Kurze Zeit später fiel einem Detektiv ein verdächtiger Mann mit einer Plastiktüte auf. In dieser befand sich der gestohlene Ledergürtel. Beim Versuch, den dritten Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten, entwickelte sich erneut ein Handgemenge vor dem Café. Die Bistrogäste versuchten wieder, das Vorhaben der Ladendetektive zu verhindern. Gleichzeitig trafen die Polizisten ein und verhinderten Schlimmeres. Alle beteiligten Personen blieben unverletzt.

Ein Dieb wurde mit zur Polizeiwache genommen, später aber wieder entlassen. Es handelte sich um einen 28-jährigen Mann aus Arnsberg. Einer seiner Begleiter kam aus derselben Stadt und ist 19 Jahre alt. Er hatte auch den Rucksack dabei.

Zu den Hintergründen des Tumults befragt, berichtete uns ein Polizeisprecher aus Hamm, dass die Besucher die Täter vermutlich nicht kannten. Sie hätten sich offenbar spontan mit ihnen solidarisiert.

Kommentare (13)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Der Wohnsitz der Täter sollte nicht Arnsberg sein sondern Marrakesch oder so.

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  • Jörg Gü via Facebook

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    Hat hier zu Lande überhaupt noch einer Respekt vor der Polizei ?, Oder sehe ich das falsch !!

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  • Mike

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    Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden ???

    Waren das Komplizen in dem Cafe ? Ist das eines der „speziellen“ Cafes in Hamm wo man auch Anderes kaufen kann bzw. angeboten bekommt ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Der Betreiber des Lokals ist lt. Polizei kein Marokkaner, mike.

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      • Mike

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        Aber wie man sieht hat man sich gegenseitig unterstüzt, ist ja durchaus bekannt, daß hinter dem ausübenden „Fussvolk“ eben auch Chefs stecken die das Ganze steueren, es sind ja in der Regel inzwischen recht gut vernetzte Gruppierungen verschiedenster Herkunft

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  • fürst

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    Die Burschen kommen gut rum.

    Und zu dem Café bzw. dem dortigen Publikum, habe ich auch so meine Vorstellungen

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Ohne Worte

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  • Marcus Stadel via Facebook

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    Bestimmt arabisches cafe… sollte man auch verbieten.

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  • Christiane Schunk via Facebook

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    Mieses Ges….!!!

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  • Marc Weber via Facebook

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    Die sogenannten Kunden waren doch bestimmt auch … (editiert, keine Schmähungen!).

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  • Andreas Stock via Facebook

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    Wird wohl bei Ikea am hot dog stand gewesen sein……
    ……wo es doch zumeist Schweden sind….

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  • fürst

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    Erinnert mich an Tumulte nach Verkehrsunfällen
    und Tumulte durch „Großfamilien“.
    „Wenn nichts mehr geht, Verwirrung stiften!“, lernte ich schon vor 30 Jahren.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    War sicher der Schweizer Arm des Nationalen Widerstandes.????

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