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Zeitnah keine Videoüberwachung an Unnas Schulen

Vandalismus, Brandlegungen, Einbrüche an und in Unnas Innenstadtschulen: Trotz der jüngst gehäuften Fälle werden Ernst-Barlach- und Geschwister-Scholl-Gymnasium (EBG/GSG) vorerst nicht mit Videokameras überwacht. Der Haupt- und Finanzausschuss schob den Antrag der Freien Liste Unna (FLU) gestern Abend in weitere Beratungen.

Man wolle zunächst weiter diskutieren, und im Schulausschuss könne ein Datenschützer referieren, so der mehrheitliche Tenor. „Das heißt, man will da nicht ran“, zeigte sich die FLU ernüchtert und enttäuscht.

Professionelle Videoüberwachung hatte die Freie Liste gefordert, zunächst fürs GSG (im Bild) und fürs EBG. Geschätzte Kosten: 30.000 Euro pro Schule. Genau deshalb wurde ein entsprechender Vorstoß des früheren GSG-Schulleiters vor 6 Jahren abgelehnt.

Videoüberwachung

„Das unmittelbare Umfeld der Schulen wird aber in jüngster Zeit insbesondere an Wochenenden immer wieder Ziel mutwilliger Zerstörung“, stellte Fraktionschef Klaus Göldner in seinem Antrag fest. „Die Kosten für die Beseitigung von Vandalismus- und Einbruchsschäden belasten den Stadtetat und somit auch alle Steuerzahler.“

Schon der frühere GSG-Schulleiter Michael Strobel hatte vor mehreren Jahren aufgrund einer Vandalismusserie am Schulzentrum Nord mehrmals eindringlich die  Videoüberwachung fürs GSG gefordert. Kosten laut damaliger Schätzung: 30.000 Euro gekostet. „Aus Kostengründen lehnte die Stadtverwaltung ab“, erinnert der FLU-Fraktionschef. Am falschen Ende gespart, findet er: „Offene Überwachung wirkt vorbeugend, sie schreckt mögliche Täter ab. Wer dennoch zuschlägt, kann viel leichter ermittelt werden.“

Viele andere Kommunen auch im Kreisgebiet  hätten sich deswegen für Videoüberwachung entschieden. Doch die Unnaer Stadtpolitiker wollen zunächst einmal diskutieren.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Für mich Unverständlich, daß man sich in Deutschland so Schwer tut mit Videoüberwachung. Datenschutz finde ich dafür ein zu schwaches Argument. Bei öffentlichen Gebäuden, wie eben diese Schulen, an denen soviel Schaden entsteht durch Vandalismus, sind Kameras, zusammen mit Alarmanlagen ein sehr wirksames Mittel. Bei uns sind es Security- Firmen, bei denen, der Alarm und die Kamerabilder eingehen und die handeln wirklich in Minutenschnelle.

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Helmut: in Deutschland ist nur der Schutz des Täters und der organisierten Kriminalität/Wirtschaft wichtig. Die Daten des normalen, rechtschaffenden Bürgers dürfen legal! verkauft werden, von Behörden, Konzernen und Geheimdiensten abgesaugt werden, zum Kotzen der sogenannte Datenschutz in Deutschland. Wir sollten diesen Mist gleich abscjhaffen, die entsprechenden Beauftragen alle an die Sonne tun und viel Geld für den schädlichen! Blödsinn sparen.

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  • Mike

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    Nur eigene Erfahrung, wer randaliert ist eh nicht mehr bei klarem Verstand, den hält auch keine Kamera dieser Welt ab, typischer Weise sind die Randalierer junge Jugendliche die eh nicht finanziell belangt werden können, insofern zweckfrei.

    Siehe hier:
    http://rundblick-unna.de/in-kollwitz-schule-gewuetet-3-kamener-1415-gefasst-10-000-euro-schaden/

    Eine ordentliche Alarmanlage mit Aufschaltung und gut ist. Die Videoüberwachung an Schulen ist doch Datenschutzrechtlich ein Riesenproblem, dazu steht es dem Erziehungsauftrag entgegen und praktisch wie auch faktisch können die Kameras nur Nachts laufen da solange Schule, Veranstaltungen, auch Abends stattfinden nicht gefilmt werden darf und der Schulfhof als öffentlicher Bereich zudem Datenschutzrechtlich noch problematischer ist.
    Im nächsten Schritt kommt dann noch die autom. Handystandortabfrage an Schulen, Daten auf Verdacht vorhalten etc., gleich den Anfängen wehren und sinnvolle Sachen wie in Einbruchschutz investieren, so rät es die Polizei auch jeder Firma und Privat, warum Schulen das anders machen sollen ?

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