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Zehntausende beim Hindu-Tempelfest in Hamm

Dieses Fest ist ein farbensprühender Anziehungspunkt für zehntausende Hindus. In Hamm-Uentrop, am größten südindischen Hindu-Tempel Europas, wird an diesem Sonntag (3. 7.) mit riesigem Aufgebot das jährliche Tempelfest gefeiert.

Die Gläubigen ziehen traditionell die Statue ihrer Göttin auf einem Wagen durch die Straßen des Stadtteils Uentrop. Sie tanzen, beten und geißeln sich mit Haken und Spießen.

Das friedliche, fröhliche, farbschillernde Großevent zieht jedes Jahr auch zahlreiche Nicht-Hindus an. Diese sind den Veranstaltern herzlich willkommen. Das Tempelfest ist trotz des massenhaften Besucherandrangs und seines lebhaften, temperamentvollen Charakters immer friedlich geblieben, betont die Polizei. Passiert ist in all den Jahren nie etwas – außer einem Stau. Auf den sollten sich die Besucher auch diesmal wieder entspannt einrichten, denn Zehntausende sind nun mal Zehntausende…

Hindu Tempel 2

Sri Kamadchi Ampal Tempel

Die Stadt Hamm schreibt auf ihrer Homepage zum Hindu-Tempel: „Vanakkam“, so heißt Sie Priester Siva Paskaran im Sri Kamadchi Ampal Tempel herzlich willkommen. „Vanakkam“ bedeutet im Tamilischen „Gruß, einander grüßen“. Auch die Götter des Tempels werden durch ein vanakkam gegrüßt: die Gläubigen verbeugen sich beim Betreten des Tempels mit zusammengefalteten Händen und sprechen einen kurzen Gruß. So erweisen sie den Göttern Respekt, Dank und Hingabe.

Zur Geschichte des Sri Kamadchi Ampal Tempels:

 Der Sri Kamadchi Ampal Tempel besteht seit 1989 in Hamm. Nach Hamm-Uentrop kam er 1997. Die Geschichte des Tempels ist mit der Flucht von zehntausenden Tamilen eng verbunden. Sie verließen Sri Lanka ab 1983, als sich der Konflikt zwischen der singhalesischen Mehrheit und der tamilischen Minderheit verschärfte. In Deutschland leben gegenwärtig ca. 60.000 srilankische Tamilen, etwa 45.000 von ihnen sind Hindus. Der traditionell erbaute große Tempel Im Sommer 2002 wurden Sri Kamadchi, die neun Planetengötter und die weiteren Gottheiten feierlich in dem großen neuen Hallentempel inthronisiert. Der Tempel ist streng nach rituellen Vorgaben konzipiert, die Göttin blickt vom Zentralschrein in Richtung Osten, zur aufgehenden Sonne.

Der Innenraum des Tempels ist 700 qm groß. In ihm stehen sieben, mit mythologischen Figuren und Ornamenten reich verzierte Schreine. Arbeiter aus Indien haben sie geschaffen. Das in südindischem Stil erbaute Tempelportal (Gopuram) ist 17 Meter hoch, der Tempel mißt 27 x 27 Meter. Er ist damit der größte erbaute tamilische Tempel Europas. Die Baukosten belaufen sich auf ca. zwei Millionen Euro, finanziert durch Spenden und Darlehn der Gläubigen.

Fotorechte: Stadt Hamm

Kommentare (5)

  • Degirb Gnoleic via Facebook

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    Na, Hauptsache alles geht friedlich ab, aber ich denke doch ???? 😉

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Dieses Event ging bisher IMMER friedlich und fröhlic ab. :-) Sehr schön.

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    • Degirb Gnoleic via Facebook

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      Ich muss ehrlich gestehen, wenn sich diese Religion bei uns verbreiten würde, ging es bei weitem friedlicher zu in Deutschland …. weil ….. Sie tanzen, beten und geißeln sich mit Haken und Spießen….. da tät manchem auch mal ganz gut, vor allem denen die nur auf Raub, Überfall, Diebstahl usw. aus sind ….. 😉 Hoffe diese , meine Meinung klingt nicht zu hart??

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      *seufz.. du formulierst es ja im Konjunktiv, Degirb Gnoleic… *

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    UPDATE: Der Einsatzbericht der Polizei: Im Rahmen des diesjährigen Tempelfestes in Hamm-Uentrop nahmen … 18000 bis 20000 Besucher am traditionellen Umzug …und dem .. Basar teil. Die Teilnehmer reisten überwiegend mit privaten PKW und Bussen aus ganz Deutschland und benachbarten europäischen Ländern an. Abgesehen von einzelnen Verkehrsbehinderungen … verliefen die Prozession und das gesamte Fest aus Sicht der Polizei friedlich und störungsfrei. …. Zu Verkehrsunfällen und Rückstaus auf der A2 kam es nicht. Die Beamten nahmen 7 Strafanzeigen, eine wegen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz, zwei nach Raubdelikten und vier wegen Taschendiebstahls, auf.

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