Rundblick-Unna » Willkommen im „Doro“ – die Tafel ist angekommen: „Wir sind einfach nur glücklich. Danke – danke – danke!“

Willkommen im „Doro“ – die Tafel ist angekommen: „Wir sind einfach nur glücklich. Danke – danke – danke!“

Danke – Danke – riesig Danke!!! „Wir sind einfach nur glücklich“, sagte Ulrike Trümper ebenso schlicht wie eben strahlend glücklich. „Und wir freuen uns, dass Sie so zahlreich gekommen sind, um heute mit uns zu feiern.“

Zu feiern gab´s am Freitag nichts weniger als die Rettung der Tafel Unna: Ihre Eröffnung im neuen Ideal- und Traumdomizil, dem ehemaligen Aldi an der Dorotheenstraße, nur den sprichwörtlichen Steinwurf weit t von der bisherigen Tafel-Zentrale an der Fliederstraße entfernt.

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Der „Fröndenberger Tafel-Retter“ Helge Rosenstengel – der mit seiner Stiftung das Gebäude gekauft und renoviert hat und es an die Tafel vermietet – nahm vollkommen unvorbereitet und enorm gerührt zwei dicke „Dankeschöns“ der besonderen Art in Empfang: Eine handgemachte „Tafel Unna“-Ostertorte mit dem Tafel-Emblem – gekreuztem Besteck – liebevoll handgeschnitzt aus aus orangenem Marzipan und umkränzt mit orangenen Marzipanmöhrchen.

Und dazu den meterhohen „Onkel Dagobert“, der das Altgebäude an der Fliederstraße geziert hatte. „Den Dagobert fand ich immer toll“, begeisterte sich Rosenstengel. „Ich weiß  gar nicht, was ich sagen soll.“

Und dann gab´s obendrein noch den Dagobert - "den fand ich schon immer toll!"

Und dann gab´s obendrein noch den Dagobert – „den fand ich schon immer toll!“

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Gut, dass er vorher schon kurz gesagt hatte, was ihm als Stiftungsvorsitzenden und künftigen Tafel-Vermieter wichtig war. Dass nämlich dieser Coup –  Kauf und Umbau des früheren Aldis für die Tafel – auch für seine Stiftung ein Glücksfall war, die Dr. Gesling-Stiftung, der Rosenstengel vorsteht. „Es passt nahezu perfekt zur Stiftungsatzung: Hilfe für Bedürftige, Arme, alte Menschen, Kinder.“

Das Stiftungsvermögen ist mit dieser erheblichen Investition zunächst ausgeschöpft. „Aber die umfassende Renovierung der Immobilie wirkt ja wiederum wertsteigernd.“ Dies, betonte Rosenstengel, sei nicht zuletzt der bisherigen Eigentümerin Sigrun Papenheim zu verdanken. Sie haben das Gebäude exzellent gepflegt und während der langen Jahre eines Leerstands hervorragend instand gehalten.

Österlich gestimmt: Patrizia Westermann, Uschi Hermann, Ulrike Trümper.

Endlos viel an Renovierung wurde in Eigenleistung geschafft. Ulrike Trümper erinnerte selbst leise lachend an die unglaubliche Maloche der letzten Wochen zurück. „Wir haben Dreck gefressen. Wir haben Staub gefressen. Wir haben malocht wie die Tiere!“ Architekt Michael Hessenkamp aus Unna packte ebenso wie Helge Rosenstengel persönlich mit an, war sich fürs nichts zu schade, wuchtete Möbel, schleppte Kühlregale. Zudem verzichtete er auf einen Großteil seines Honorars. Als Helge Rosenstengel dies anmerkte, brandete überrascht und spontan Beifall auf.

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Hessenkamp blickte selbst sehr überrascht, lachte dann, leicht verlegen: „Er hat mir nicht gesagt, dass er das heute erwähnen will. Ich hätte das nicht für nötig gehalten.“ Und doch ist es nötig, befand im Anschluss Ulrike Trümpers Tafel-Vorstandsvize Roland Lutz sehr entschieden. „Wir wären nichts ohne diese vielen Freiwilligen und Helfer. Ohne Spender, ohne Sponsoren, ohne Ehrenamt wären wir nichts.“

Sehr klar sagte Lutz: „Die Existenz der Tafel konterkariert den Sozialstaat. Sie stellt ihn ein Stück weit in Frage. Aber unsere Arbeit ist keine politische. Wir verteilen Lebensmittel, wo sie übrig sind. Wir versorgen damit Menschen.“

Und ja – „die Frage kommt häufig, deshalb kurz dazu: Wir versorgen auch Flüchtlinge. Ich sage aber deutlich dazu: Da, wo wir können.“

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Die Arbeit der Tafel ist sei begrenzt, machte Roland Lutz deutlich. „Unsere einfache Rechnung lautet: Mehr Lebensmittel plus mehr Logistik plus mehr Mitarbeiter – das bedeutet: Wir können mehr Menschen versorgen. Nur das geht. Mehr geht nicht.“

Unglaublich viel „geht“ seit nun 12 Jahren aus praktisch nur einem Grund, und der heißt Ulrike Trümper. Diese, so Roland Lutz liebevoll, „unermüdlich rotierende, unermüdlich Spenden sammelnde“, an sieben Tagen rund um die Uhr rührige Tafel-Chefin sprach selbst danach lachend nur einige kurze Worte: „Ich kann mich nur entschuldigen für die viele schlechte Laune, die ich in diesen wahnsinnig stressigen letzten Wochen hatte.“

Das ist ihr – ganz offensichtlich – ja längst schon sowas von verziehen….

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SPENDEN – gab´s extra üppig zum Willkommen am Standort „Doro“(theenstraße):

Tafel Eröffnung 8

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Die Nachbarn aus Kamen gratulierten mit einem dezenten Umschlag der Stadt, überreicht von Manfred Wiedemann, sowie mit einem enormen Scheck über 1476 Euro von der Neuapostolischen Kirche.

Mit 500 Euro gratulierte der Lions-Club Via Regis.

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Ebenfalls einen symbolischen Scheck über 500 Euro hatte die Baufirma Schnepper aus Massen säuberlich gemalt dabei.

Fürs Stadtmarketing Unna brachte Geschäftsführer Horst Bresan einen verheißungsvollen Umschlag mit.

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Ebenso ein Geldgeschenk hatte Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe dabei, der sich natürlich besonders freute, dass ein Bürger seiner Stadt zum Tafel-Retter geworden ist. Aus Termingründen etwas später kamen auch Unnas Bürgermeister Werner Kolter sowie  Stadtwerke-Chef Jürgen Schäpermeier zur Eröffnung ins „Doro“ und gratulierten Ulrike Trümper beide herzlich zu dem vortrefflichen neuen Standort und dem Glücksfall mit Rosenstengels Gesling-Stiftung. Die Stadtwerke unterstützen die Tafel – wie andere treue Sponsoren und Spendengeber – seit vielen Jahren.

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Kommentare (9)

  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Superklasse, Danke an alle, die das möglich machen ♡♡

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  • Regina

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    Moin, moin.
    Mir ist gerade richtig das Herz aufgegangen!!!!
    Hut ab Frau Trümper, es ist total super geworden!!!! Auch alle Helfer können sich auf die Schulter klopfen. Ohne euch wäre gar nichts gelaufen.
    Euer Einsatz und euer“Stress“ haben sich gelohnt.

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  • Thorsten Drees via Facebook

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    Ich freu mich total, daß alles so geklappt hat 😀 Man kann allen Helfern einfach nur Danke sagen !!! (y)

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Ist richtig Schön geworden. Herzlichen Glückwunsch an alle, die dieses Realisiert haben.

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  • Klaus Göldner

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    Herzlichen Glückwunsch an Herrn Rosenstengel, Frau Trümper und an alle Helfer der Tafel !

    Das ist wirklich sehr schön geworden und wir freuen uns mit allen mit ! Schön, dass es nach der Phase der Unsicherheit zu einem so guten Ende gekommen ist !

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  • Margarethe Strathoff

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    Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg. Danke auch den Spendern und den vielen fleißigen Helfern und Helferinnen. Unna hätte ein Stück Herzlichkeit verloren, wenn dieser Standort nicht gefunden wäre. Danke der Stiftung

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  • fürst

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    „Hilfe für Bedürftige, Arme, alte Menschen, Kinder.“
    Dabei viel Erfolg und dafür meine besten Wünsche!
    Ganz tolle Menschen, die sich dafür einsetzen.

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  • Peter Müller via Facebook

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    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN ALLE!!! Solche Projekte werden auch anderen Bürgern Mut machen sich zu engagieren. Gefällt mir sehr (y) (y) (y)! Helfen macht glücklich! (Manfred Lütz)

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