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Wildunfälle haben jetzt Hochsaison

Es geht oft schneller, als man gucken kann! Gerade war die Fahrbahn noch frei, und im nächsten Augenblick läuft ein Reh auf die Straße. Autofahrer sind besonders im Herbst und im Winter gefordert. Regen, Nebel, Schnee und rutschige, matschige oder eisglatte Straßen machen das Fahren in den dunkleren Monaten nicht wirklich zum Vergnügen. Aber nicht nur das Witterung erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit und einen besonnenen Fahrstil. Vorausschauend müssen Autofahrer auch mit Wildwechsel von Rehen und Wildschweinen rechnen. Die Tiere überqueren die Straßen auf dem Weg zu ihren Futterplätzen und haben schon so manchen Autofahrer erschreckt auf die Bremse treten lassen.

Damit es beim Schrecken bleibt, gibt Kreis-Jagdberater Dietrich Junge einige Verhaltenstipps:

Die meisten Wildunfälle lassen sich durch vorausschauende Fahrweise vermeiden. Gerade an Waldrändern und Lichtungen gilt: runter vom Gas und Augen auf.

Nachts schreckt Fernlicht das Wild ab. Läuft doch einmal ein Tier auf die Fahrbahn, gibt es nur eins: Bremsen, Fernlicht aus, hupen.

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, muss nach einem Zusammenprall auf jeden Fall die Polizei verständigt werden. Das gilt selbstverständlich auch, wenn das Tier „nur“ verletzt wurde und weggelaufen ist. Die Polizei informiert dann den für das Gebiet zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Dieser entscheidet, was mit dem Tier weiter geschieht bzw. wie und wo eine Suche stattfindet.

Auf keinen Fall darf das Tier ins Auto geladen und abtransportiert werden. Auch nicht, um es zu einem Tierarzt zu bringen.

Oberste Pflicht: Sofort die Polizei rufen!

Jeder, der ein Fahrzeug führt und dabei Schalenwild verletzt oder tötet, ist nach dem Landesjagdgesetz in NRW verpflichtet, dies unverzüglich bei einer Polizeidienststelle anzuzeigen. Andernfalls droht ein Bußgeld. Im Kreis Unna kommen die Schalenwildarten Reh- und Schwarzwild und vereinzelt Damwild vor.

Die Kosten für den Schaden am Fahrzeug übernimmt in aller Regel die Kfz-Versicherung.

Schäden aus Wildunfällen zahlt in aller Regel die Versicherung, anders liegt die Sache beim Nachweis einer Fahrlässigkeit des Autofahrers. Wer Tieren ausweicht und deshalb zum Beispiel vor einem Baum prallt, bleibt unter Umständen ebenfalls auf dem Schaden sitzen,wenn die Beweise für ein Tier als Unfall-Auslöser fehlen. Für Haustiere gelten übrigens andere Regeln als beim Wild. Wenn Hund und Katze einen Unfall verursachen, ist der Halter für die Regulierung des Schadens in der Pflicht. Die Polizei ist aber in diesem Fall ein absolutes Muss.

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