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Wieder tückische Tierköder entdeckt: Wurst mit Scherben und weißen Körnern gespickt

Erneut hat ein Hundehalter beim Spazierengehen tückische Tierköder gefunden – diesmal doppelt gespickte Fleischwurst in Fröndenberg.

Ein Familienvater entdeckte in dieser Woche ganz in der Nähe eines Spielplatzes an der Bergstraße zwei Stücke Wurst, die mit Glasscherben und kleinen weißen Körnern präpariert waren. „Ich habe die beiden Fleischwurststücke natürlich entfernt, mehr konnte ich bei dem Licht nicht finden; es war schon dunkel“, gab der Hundefreund alarmiert seine Beobachtung weiter. „Aber ich denke, dass da noch mehr ist. Wie gut, dass unser Hund draussen nichts frisst, was rumliegt!“

So blind können sich leider nicht alle Hundehalter auf den Instinkt ihrer Vierbeiner verlassen. Lebhaft die Runde machte bei unseren Lesern der selbst erfundene „Giftköder-Maulkorb“ einer Hundehalterin aus Unna, die einen Fressschutz für ihren Liebling aus leichtem Fliegennetz bastelte  – das man zum Schutz vor Insekten vor Fenstern anbringt.

„Der Hund kann damit trinken, hecheln, sogar gähnen, aber nichts vom Boden aufnehmen“, schilderte die Erfinderin die Vorzüge ihres Schutzmaulkorbs (siehe Foto oben).

Katze

Doch auch Besitzer freilaufender Katzen treibt die Sorge um die anhaltenden tierquälerischen Köderattacken um, und bei ihnen scheiden Fliegennetz-Fressschutze naheliegend aus. Vor allem aber können diese hinterhältigen „Leckerbissen“ natürlich auch für Kleinkinder höchst gefährlich sein, die ja in einem bestimmten Alter dazu neigen, sich alles Mögliche aus Neugier in den Mund zu stecken, um mal zu probieren, wie es so schmeckt.

Das Auslegen von Tierködern grassiert seit Frühsommer kreisweit und begann mit entsprechenden Warnungen für die Spazierwege rund ums Kreistierheim an der Hammer Straße in Königsborn. Danach ware es mal mit spitzem Stift gespickte Salami in Methler, mal wurde mit Schrauben präparierte Wurst in Massen und Kamen gefunden, dann wieder Rattengift in einem Fröndenberger Garten – den Unbekannte über den Zaun auf das Privatgrundstück gestreut hatten, was den Besitzer besonders entsetzte und erboste.

Die Polizei ist über viele Fälle informiert, sie hält dazu an, verräterische Köder sofort zu melden und am besten gleich die gefundene Beweisstücke mit abzuliefern. Und schluckt der Vierbeiner aus Versehen den Köder – verdächtige Indizien sind Schlappheit, Speichel, schaumiges Erbrechen – auf auf kürzestem Wege ab zum Tierarzt.

Wer erwischt wird…

Schon das Auslegen von Giftködern stellt nach dem Tierschutzgesetz eine Ordnungswidrigkeit dar, die lt. Gesetz mit bis zu 25.000 €“ belegt werden KANN. Das Töten eines Tieres ohne Grund stellt nach § 17 des Tierschutzgesetzes einen Straftatbestand dar, der mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden KANN.

Vorherige Berichte über Köderfunde:

http://rundblick-unna.de/giftkoeder-nun-auch-in-froendenberg-in-vorgarten-geworfen-hund-frass-ihn/

http://rundblick-unna.de/hundekoeder-in-massen-wurst-mit-schraube-gespickt-polizei-ist-informiert/

ttp://rundblick-unna.de/hundehalter-aufgeschreckt-giftkoeder-am-kreistierheim-und-im-bornekamp-erste-halter-greifen-zur-selbsthilfe/

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